Strenge Einlassbedingungen Haupteingang der Frankfurter Uniklinik.

Weitere hessische Kliniken untersagen den Besuch von Patienten. Anlass sind die steigenden Zahlen von Corona-Infektionen. Neue Besuchsverbote gibt es in unter anderem in Fulda und Marburg.

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hk
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Für Patienten in hessischen Kliniken gelten seit dieser Woche laut Verordnung des Landes grundsätzlich folgende Regeln:

  • innerhalb der ersten sechs Tage ihres Aufenthalts dürfen sie bis zu zwei Besuche empfangen
  • ab dem siebten Tag des Aufenthalts dürfen sie täglich Besuche von jeweils bis zu zwei Personen empfangen
  • Besucher müssen wegen einer möglichen Nachverfolgung ihre Daten hinterlassen
  • Besucher müssen die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln beachten sowie einen Mund-Nasen-Schutz tragen

Klinikum Fulda: Besuchsverbot unvermeidlich

Immer mehr hessische Kliniken entscheiden sich allerdings wegen steigender Corona-Zahlen für ein komplettes Besuchsverbot. Es gilt beispielsweise ab Freitag am Klinikum Fulda.

Es sei vor dem Hintergrund der steigenden Infektionszahlen und im Interesse der Sicherheit der Patientinnen und Patienten "leider unvermeidlich", sagte eine Klinik-Sprecherin und bat um Verständnis.

Ausnahmen könnten im Einzelfall nach Rücksprache mit der Station für werdende Väter, Besuche in der Kinderklinik sowie auf den Intensivstationen und der Palliativstation gemacht werden. In der Zentralen Notaufnahme hätten Begleitpersonen ebenfalls keinen Zutritt. Auf das neue Besuchsverbot habe man sich in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern verständigt.

Uniklinik in Marburg: Bestmöglicher Schutz unserer Patienten

Auch im Uniklinikum Gießen und Marburg betrachtet man die steigenden Fallzahlen mit Sorge. Am Standort Marburg gilt seit Donnerstag wieder ein Besuchsverbot. "Mit diesem Schritt schützen wir bestmöglich unsere Patientinnen und Patienten und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor möglichen Infektionen und Kontakt mit dem Corona-Virus", teilte Harald Renz, Ärztlicher Geschäftsführer des Uniklinikums Marburg, mit.

Ausnahmen gibt es auch hier unter anderem für werdende Väter, Blutspender oder Angehörige von Palliativpatienten.

Im Klinikum in Gießen hingegen sind Besuche noch erlaubt - allerdings an bestimmte Regeln geknüpft. So müssen sich die Gäste an die Abstandsregeln halten und einen Mund-Nasen-Schutz tragen, pro Besuch darf nur eine Person kommen. Aber auch hier werde ein Besuchsverbot bereits diskutiert, teilte eine Sprecherin am Donnerstag mit.

Besuchsverbote bereits in Kassel, Darmstadt, Frankfurt und Wiesbaden

Im Klinikum Kassel gilt seit Montag ein allgemeines Besuchsverbot. Als koordinierendes Krankenhaus für die Region Nordhessen ergreife man damit vorsorglich Maßnahmen für den maximalen Schutz der Patienten und Mitarbeiter, hieß es auf der Internetseite des Klinikums. Auch am Klinikum Darmstadt müssen Besucher seit Samstag draußen bleiben.

In Frankfurter Kliniken wie der Uniklinik, dem Markus-Krankenhaus oder dem Sankt-Elisabethen-Krankenhaus gelten Besuchsverbote mit Ausnahmen. In Wiesbaden hatte die Stadt bereits zum 1. September ein Besuchsverbot für die Krankenhäuser verhängt.

Strengere Regeln auch in Heimen

Auch Pflegeeinrichtungen wie Altenheime verschärfen hessenweit ihre Besuchsregeln, um ihre Bewohner und Mitabeiter zu schützen. Am Donnerstag informierte der Rheingau-Tanus-Kreis darüber.

Demnach dürfen ab Freitag bis vorerst 1. November Heimbewohner maximal dreimal pro Woche für je eine Stunde von maximal zwei Menschen besucht werden.

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hessenschau kompakt von 16:45 Uhr vom 20.10.2020
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Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 22.10.2020, 19.30 Uhr