Schüler im Unterricht

Am ersten Tag nach den Weihnachtsferien blieben die meisten Schüler zu Hause. Besonders viele kamen im Kreis Marburg-Biedenkopf in den Unterricht. Auf der Lernplattform "Schulportal" gab es einen großen Ansturm.

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hessenschau vom 11.01.2021
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Der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die am ersten Tag nach den Weihnachtsferien und unter Verschärfung der Corona-Regeln in der Schule waren, lag nach Angaben des Kultusministeriums bei knapp 16,7 Prozent. Dem Ministerium zufolge waren am Montag genau 58.134 Schüler der Klassen 1 bis 6 in den Schulen. Im Kreis Marburg-Biedenkopf waren es beispielsweise mit rund 25,2 Prozent besonders viele. In den Kreisen Bergstraße, Odenwald, Gießen, Vogelsberg, Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner, Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg mit rund 14 Prozent eher weniger.

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Für Schüler fällt der Unterricht im Klassenzimmer wegen der Pandemie bis Ende Januar weitgehend weg. Nach dem Beschluss des Corona-Kabinetts der Landesregierung müssen die Kinder der Klassen 1 bis 6 bis zum Monatsende zum Lernen nicht an die Schulen kommen. Die Präsenzpflicht wird für diese Schüler ausgesetzt. Ab Klasse 7 wird mit Ausnahme von Abschlussklassen grundsätzlich Distanzunterricht in den nächsten drei Wochen angeboten.

Bis zu 100.000 Nutzer des "Schulportals"

Für jüngere Schüler ist der Gang zur Schule möglich, wenn Eltern arbeiten gehen müssen und sich nicht zu Hause um sie kümmern können. Die Kinder werden dann in der Schule in festen Lerngruppen unterrichtet, hatte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) erklärt. Er hatte aber gleichzeitig an die Eltern appelliert: "Wenn immer es möglich ist, lassen Sie Ihre Kinder zuhause."

Die Lernplattform "Schulportal Hessen" hat am Montag einen enormen Ansturm verzeichnet: Laut Auswertung lag der Höchststand um etwa 9 Uhr bei knapp 100.000 Nutzern, die gleichzeitig zugegriffen hätten, teilte das Ministerium mit. Beim bisherigen Höchststand am 16. Dezember seien es knapp 54.000 Nutzer gewesen. "Uns haben nur vereinzelt Rückmeldungen erreicht, dass es heute Morgen zur 'Rush-Hour' bei der Anmeldung ein wenig länger als üblich gedauert hat", erklärte ein Sprecher des Ministeriums.

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hessenschau vom 11.01.2021
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Familien dürfen Betreuungsgemeinschaften bilden

Ein generelles Betretungsverbot der Krabbelstuben und Kindergärten gibt es weiterhin nicht, sie sind grundsätzlich geöffnet. Die Kinderbetreuung soll aber nur in dringenden Fällen in Anspruch genommen werden, wie Sozialminister Kai Klose (Grüne) mitteilte. Die Einrichtungen seien angehalten, den Betrieb in konstanten Gruppen zu organisieren. Zahlen, wie viele Kinder die Einrichtungen am Montag besuchten, gab es zunächst nicht.

Laut Sozialministerium gibt es "zur Erleichterung der Betreuung eine Ausnahme von den allgemeinen Kontaktbeschränkungen": Familien, die ihre sozialen Kontakte nach Möglichkeit reduzieren, können demnach Betreuungsgemeinschaften von bis zu drei Familien bilden, in denen sie ihre Kinder gegenseitig betreuen.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 11.01.2021, 19.30 Uhr

Ihre Kommentare Schule zwischen Homeschooling und Präsenzunterricht. Wie läuft es bei Ihnen?

108 Kommentare

  • An unserer Schule in Wiesbaden zerreißen sich die Lehrer förmlich zwischen Präsenz-/Hybrid-/ und Fernunterricht.

    Viele 5.Klassen sind so voll, dass sie geteilt werden müssen, einige Kinder werden in die Schule geschickt, "weil es ihnen zuhause zu langweilig ist". So war das nicht gedacht. Zusätzlich werden die Kinder, die zuhause sind, via Video unterrichtet, was bedeutet,dass einzelne Lehrer zwischen zwei Klassenräumen und gleichzeitig ihrer Tabletkamera hin- und hertanzen. Aber....da die meisten Kinder ein stabiles WLAN und funktionierende Hardware haben, gibt es wenige , die sich ausklinken.

    Es läuft also, aber vor allem aufgrund des Engagements der Lehrer, die auch ohne Fortbildungen zum Thema Digitales alles versuchen und die teilweise auch abends erreichbar sind.

  • Ich schließe mich vielen Kommentaren hier an: es kommen sehr viele Kinder zur Schule (in der Klasse meiner Kinder 75! Die, die zuhause bleiben, haben das Nachsehen, weil die Lehrer keine Zeit haben, sich angemessen um sie zu kümmern.

  • Bei uns läuft es sowohl im Gymnasium, als auch in der 2. Klasse einer frankfurter Grundschule optimal. Lernplatform und Videokonferenzen auch in der Grundschule liefen schon im ersten Lockdown relativ gut, jetzt noch besser. Die Grundschule ist eine private Schule, mit 2 Klassenlehrern nur so ist auch der online Unterricht möglich, weil der KM ja meint beides paralell ermöglichen zu können. Mir ist bewusst, dass das bei Schulen mit nur einem Klassenlehrer unmöglich ist. Ein Grundschulkind braucht zwar Unterstützung beim Einloggen und beim Ausdrucken der Dokumente (einmalige Angelegenheit und sicherlich besitzt nicht jede Familie einen Drucker). Der Rest läuft fast wie im richtigen Unterricht ab. Sogar Zeit für Morgenkreis, Lieder singen.
    Natürlich ist uns bewusst, dass so etwas nicht an jeder Grundschule möglich ist, aber der KM hat in 9 Monaten nichts anderes vorgeschlagen als Lüften und am 31.01 ist das Virus weg, ganz sicher, weil dann will der KM ja wieder planlos öffnen ;-).

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