Eine Schülerin der Oberstufe wartet vor einem Klassenraum

Die Zahl der psychisch auffälligen Schüler in Hessen steigt. Vor allem bei älteren Kinder sind Depressionen inzwischen weit verbreitet, wie eine Studie der Krankenkasse DAK zeigt.

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hessenschau vom 05.02.2020
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Der Kinder- und Jugendreport 2019 der Krankenkasse DAK zeigt eine besorgniserregende Entwicklung auf: Beinahe jeder vierte Schüler in Hessen ist psychisch auffällig. Während bei Kindern im Alter zwischen sechs und zehn Jahren vor allem Entwicklungs- und Verhaltensstörungen wie beispielsweise ADHS verbreitet sind, leiden Schüler zwischen dem zehnten und dem 17. Lebensjahr zunehmend unter Depressionen.

Chronische Krankheiten häufig Mitauslöser

Laut dem DAK-Report wurde in Hessen bei 11.000 Schülern eine Depression ärztlich diagnostiziert. Ein Anstieg von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresreport. Statistisch gesehen leidet damit einer von 26 Schülern der elften Klassen an einer Depression. Besonders häufig betroffen seien Schüler mit chronischen Krankheiten wie Diabetes oder Rheuma.

Für die Studie wurden die Daten von 90.000 Schülern bis zum Alter von 17 Jahren durch die Universität Bielefeld ausgewertet. Verwendet wurden dabei die Daten aus den Jahren 2016 und 2017.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau, 05.02.2020, 19.30 Uhr