Audio

Länder bemühen sich um Lösung nach Studienplatz-Panne an Uni Frankfurt

Im Fall der zu viel vergebenen Medizin-Studienplätze an der Uni Frankfurt zeichnet sich eine Lösung ab. Laut Hessens Wissenschaftsministerin Dorn sollen den Bewerbern Plätze an anderen Hochschulen angeboten werden.

Nach der Zulassungspanne für Bewerber zu einem Medizin- und Zahnmedizinstudium in Frankfurt arbeiten Hochschulen bundesweit an einer Lösung.

Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) erklärte, die zuständigen Ministerien der Länder strebten an, den betroffenen Bewerberinnen und Bewerbern einen Platz in einem ihrer Wunschstudiengänge anzubieten.

Hochschulen sollen freie Plätze melden

Nach dem entsprechenden Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) soll es ein Verfahren geben, das die Verteilung der Bewerber möglichst so abbildet, als wäre der Fehler nicht geschehen.

Das betreffe vor allem alle Personen, die neben dem Angebot aus Frankfurt eines einer anderen Universität hatten. Zudem gehe es um die Bewerberinnen und Bewerber, die aufgrund ihrer Rangposition Chancen auf eine Zulassung im Nachrückverfahren hatten, teilte Dorn mit.

Dazu sollen die Hochschulen in ganz Deutschland freigewordene Plätze direkt an die Stiftung für Hochschulzulassung melden. Für den Fall, dass die so erhaltenen Plätze nicht ausreichen, strebten die Länder an, dass zusätzliche Kapazitäten in geringem Umfang pro Bundesland geschaffen würden, so die Wissenschaftsministerin.

Lösung für Zahnmedizin-Bewerber bereits gefunden

Die Goethe-Universität hatte durch einen Übermittlungsfehler 282 freie Plätze mehr in den Studiengängen Medizin und Zahnmedizin an die Stiftung für Hochschulzulassung gemeldet als tatsächlich zur Verfügung stehen. Die Universität nahm daraufhin die bereits erteilten Zulassungen wieder zurück. Für die 31 betroffenen Bewerberinnen und Bewerber im Fach Zahnmedizin hebt die Universität die Rücknahme auf und bietet ihnen Studienplätze an.

Die Länder bedauerten sehr, dass es beim Zulassungsverfahren im Bereich Human- und Zahnmedizin an der Goethe-Universität Frankfurt zu einem Problem gekommen ist, betonte KMK-Präsidentin Karin Prien (CDU), die Bildungsministerin von Schleswig-Holstein ist.

"Es ist gut, dass die Länder sich jetzt auf ein Vorgehen geeinigt haben, auch um die Goethe-Universität nicht allein mit den Problemen zu lassen und für die Bewerberinnen und Bewerber Klarheit zu schaffen." Dies soll bis Mitte September erfolgen, teilte Prien weiter mit. Die Länder befänden sich dazu in engen Abstimmungen mit den Hochschulen.

Weitere Informationen Ende der weiteren Informationen