In Hessen ist bei einem Patienten erstmals die Coronavirus-Variante B.1.351 nachgewiesen worden. Sie ist bisher vor allem in Südafrika aufgetreten - und womöglich besonders ansteckend.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Südafrikanische Corona-Variante in Hessen

Hände, bekleidet mit Schutzhandschuhen, halten ein Teströhrchen, welches zum Coronatest genutzt wird.
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Nachdem diese Woche bereits die besonders ansteckende Coronavirus-Mutation aus Großbritannien nachgewiesen worden war, ist bei einem Patienten nun auch die südafrikanische Variante B.1.351 festgestellt worden. Wie das Sozialministerium am Freitag mitteilte, war der Patient Ende Dezember aus Südafrika eingereist und liegt derzeit im Krankenhaus. Auch Kontaktpersonen seien positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.

"Die aktuellen Fälle verdeutlichen, dass wir absehbar immer wieder neue Coronavirus-Varianten finden werden", erklärte Sozialminister Kai Klose (Grüne). Er appellierte, auf alle vermeidbaren Auslandsreisen zu verzichten. "Gemeinsames Ziel von Bund und Ländern ist, den Eintrag von Virusvarianten mit möglichen pandemieverschärfenden Eigenschaften aus dem Ausland möglichst stark einzudämmen", erklärte das Ministerium. Außerdem soll verstärkt nach solchen Varianten gesucht und ein Ausbruch durch priorisierte Nachverfolgung und Quarantäne möglichst begrenzt werden.

Mann aus Frankfurt mit britischer Variante

Bei einem Mann aus Frankfurt war kürzlich die britische Variante B.1.1.7 des Coronavirus hessenweit zum ersten Mal nachgewiesen worden. Der Betroffene wurde nach Angaben vom Mittwoch intensivmedizinisch behandelt. Der Infizierte habe sich im direkten Kontakt zu einer Person angesteckt, die aus Großbritannien nach Deutschland eingereist war. Bei der Einreise sei der Mann symptomfrei gewesen. Ein Corona-Test sei zunächst negativ ausgefallen. Wenige Tage später zeigte die Person den Angaben zufolge Symptome.

Die zunächst in Großbritannien entdeckte Corona-Mutation wurde nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO in 50 Ländern nachgewiesen, die in Südafrika nachgewiesene Variante in 20 Ländern.

Sendung: hr-iNFO, 15.01.2021, 16 Uhr