Ein Demonstrationszug, in dem ein junger Mann ein Plakat mit der Aufschrift "Ride bike or go home" hält, ist am globalen Streiktag für Soziale- und Klimagerechtigkeit von Fridays for Future am Mainkai unterwegs zu einer Abschlusskundgebung auf einer Mainbrücke.

Mit gleich 30 Klimastreiks in Hessen meldet sich "Fridays for Future" aus der Corona-Pause zurück. Tausende demonstrierten für den Klimaschutz, den Erhalt des Dannenröder Forstes sowie gegen Rassismus und Diskriminierung.

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zum Video Wieder Friday for Future-Demos

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Zum ersten Mal seit der Corona-Pandemie hat die Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" zu einem globalen Klimastreik aufgerufen. Auch in 30 hessischen Städten und Orten zogen am Freitag tausende junge Menschen durch die Straßen, um für den Schutz des Klimas und soziale Gerechtigkeit zu demonstrieren.

An den Kundgebungen unter dem Motto "Kein Grad weiter" beteiligten sich auch andere Bündnisse. In Frankfurt gingen die Klimaschützer gemeinsam mit Black Power Frankfurt, Migrantifa Hessen, Frauen*streik und BeHeard auf die Straße, die sich gegen Rassismus und Diskriminierung einsetzen.

2.300 Teilnehmer in Frankfurt, 1.500 in Marburg

Zu drei parallelen Demonstrationen an der Alten Oper, der Hauptwache und am Römer kamen nach Angaben der Polizei insgesamt rund 2.300 Teilnehmer. Die Veranstalter hatten mit 1.500 gerechnet.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Auftakt der Klimastreiks in Hessen

Fridays for Future-Aktivisten laufen am Mainufer entlang.
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In Marburg protestierten rund 1.500 Aktivisten für den Klimaschutz und gegen die geplante Rodung des Dannenröder Forstes sowie den umstrittenen Ausbau der A49. Sie solidarisierten sich mit den Umweltaktivisten, die den Wald seit einem Jahr besetzen. Auch in Wetzlar demonstrierten Umweltschützer gegen den geplanten Autobahnausbau.

Klimastreiks gab es unter anderem auch in Kassel, Wiesbaden und Darmstadt. In Kassel nahmen rund 1.200 Demonstranten teil, in Wiesbaden und Darmstadt zählte die Polizei jeweils 400 bis 500 Demonstranten. Zur "Fridays for Future"-Demo in Fulda kamen weitere 250 Teilnehmer.

Fahrradkorsos mit Maske und Abstand

In Hanau fuhren die Umweltschützer im Fahrradkorso durch die Stadt. Bei einer Kundgebung auf dem Marktplatz forderten die rund 100 Demonstrierenden unter anderem eine ökologische Verkehrswende und kostenlosen öffentlichen Nahverkehr.

Fridays-for-Future-Aktivisten mit ihren Fahrrädern.

Hessenweit verliefen die Kundgebungen nach Angaben der jeweiligen Polizeipräsidien friedlich. Auch die Corona-Regeln für Abstand und Maskenpflicht seien weitgehend eingehalten worden.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 25.09.2020, 16.45 Uhr