Die Band "Alex im Westerland" beim Konzert auf dem Opernplatz.
Die Band "Alex im Westerland" beim Konzert auf dem Opernplatz. Bild © hr

Ein Zeichen setzen für die Demokratie und dabei Musik hören - so geschehen am Samstag in Frankfurt vor der Alten Oper. Nach Polizeiangaben blieb es friedlich.

Videobeitrag

Video

zum Video Rock gegen Rechts

Ende des Videobeitrags

Mehrere tausend Menschen haben am Samstag an dem ganztägigen Konzert "Rock gegen Rechts - Für Frieden und Solidarität" teilgenommen. Das Festival auf dem Platz vor der Alten Oper war schon seit rund einem Jahr geplant, hatte nun aber durch die Ausschreitungen in Chemnitz zusätzlich an Aktualität gewonnen. 90 Organisationen, darunter Wohlfahrts- und Umweltverbände, Parteien und Gewerkschaften, hatten das Festival veranstaltet.

Frankfurts DGB-Vorsitzender Philipp Jacks sagte dem hr, man wolle "vor allem ein Zeichen setzen, dass es viele Menschen gibt, die eine Welt wollen, in der alle ihren Platz haben und alle zu ihrem Recht kommen". Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sagte in einer Ansprache: "Keine Akzeptanz für Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, Islamophobie, Antisemitsismus, Diskriminierung von Menschen und Hass von A gegen B - das wollen wir in Frankfurt nicht!"

Roth: "Stimme erheben für Demokratie und Rechtsstaat"

Headliner war der gebürtige Frankfurter Shantel, der vor seinem Auftritt sagte: "Frankfurt, der Bauchnabel Europas, sendet ein Signal in die ganze Bundesrepublik und nach ganz Europa, gegen Rechtspopulismus und gegen rechte Tendenzen in der Gesellschaft." Das Fest sollte bis 22 Uhr gehen. Nach Angaben der Polizei blieb es den Abend über friedlich.

Über 15.000 bei Rock gegen Rechts in Frankfurt, schätzen die Veranstalter. Die richtige Antwort auf Chemnitz. Historisch?! #wirsindmehr

[zum Tweet mit Bild]

Die Schirmherrin und Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) sagte: "Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus sind nicht nur ein sächsisches Problem, das haben wir überall in unserem Land." Nach Polizeiangaben nahmen 6.000 Menschen an dem Konzert teil, die Veranstalter sprachen auf Twitter von mehr als 10.000 Teilnehmern.