Limburgs Bischof Georg Bätzing

Immer wieder ist der Limburger Bischof zuletzt von Abtreibungsgegnern attackiert worden. Der Vorwurf: Georg Bätzing unterstütze eine "Abtreibungsindustrie". Gegen einen der Kritiker hat sich Bätzing jetzt erfolgreich vor Gericht zur Wehr gesetzt.

Der Limburger Bischof Georg Bätzing hat sich vor dem Landgericht Frankfurt gegen einen Abtreibungsgegner durchgesetzt. Der Mann aus Bayern hatte Bätzing im Internet und auf Plakaten vorgeworfen, eine "Abtreibungsindustrie" zu unterstützen. Das darf er ab sofort nicht mehr. Das Frankfurter Landgericht hat einer Unterlassungsklage Bätzings stattgegeben, bestätigte eine Gerichtssprecherin am Freitag.

Die Entscheidung sei am Donnerstag gefallen. Dem Beklagten werde damit verboten, solche Äußerungen weiter zu verbreiten.

Bistum begrüßt die Gerichtsentscheidung

Das Bistum Limburg zeigte sich erleichtert. Man sei froh, dass das Gericht die Rechtsauffassung des Bistums und des Bischofs teile, sagte ein Sprecher. Man habe Klage eingereicht, weil es mit der Gegenseite nicht möglich gewesen sei, die Sache ohne Gericht zu klären.

Bätzing war zuletzt immer wieder von Abtreibungsgegnern kritisiert worden, unter anderem in einer Postkartenaktion. Das Bistum hatte deshalb von Rufmord gesprochen und rechtliche Schritte angekündigt.

Hintergrund war eine Internetseite des Bistum-Bezirks Hochtaunus, auf der Hilfsangebote aufgelistet waren - unter anderem auch ein Link zur Diakonie und deren Schwangeren-Konfliktberatung.