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Zahnmedizin-Studierende bekommen nach Panne in Frankfurt doch Platz

Nachdem die Frankfurter Goethe-Uni versehentlich zu viele Plätze vergeben hatte, wurden mehr als 280 Zusagen für Studienplätze in der Medizin zurückgezogen. Jetzt gibt es gute Nachrichten - zumindest zunächst für angehende Zahnmediziner.

Nach dem Widerruf von mehr als 280 Studienplatz-Zusagen hat die Goethe-Universität in Frankfurt nun doch die 31 betroffenen Zahnmedizin-Bewerberinnen und -Bewerber zugelassen. Das sei möglich, weil es auch im Sommersemester eine Zulassung für Zahnmedizin gibt. Dadurch würden die Praxisanteile - im Gegensatz zur Humanmedizin - zwei Mal im Jahr angeboten, teilte die Uni am Donnerstag mit. Die Betroffenen würden per Mail und Brief informiert.

Für die 250 Betroffenen der Humanmedizin hingegen sei bisher noch keine Lösung gefunden worden. Nach Angaben der Kultusministerkonferenz (KMK) streben die Bundesländer eine Lösung bis Mitte des Monats an. "Es ist gut, dass die Länder sich jetzt auf ein Vorgehen geeinigt haben, auch um die Goethe-Universität nicht allein mit den Problemen zu lassen und für die Bewerberinnen und Bewerber Klarheit zu schaffen", teilte KMK-Präsidentin Karin Prien (CDU) am Donnerstagabend mit.

Klarheit für Humanmedizin-Bewerber bis Mitte September angestrebt

Klarheit soll es nach Priens Angaben bis Mitte September geben. Die Länder befänden sich dazu in engen Abstimmungen mit den Hochschulen. Die Einrichtungen sollen demnach freiwerdende Studienplätze bis zum Freitag nächster Woche an die Stiftung für Hochschulzulassung melden, die für die zentrale Studienplatzvergabe bei Medizinstudienplätzen zuständig ist, damit die Betroffenen doch noch untergebracht werden können.

"Wir setzen uns weiterhin unermüdlich dafür ein, für die Betroffenen in der Humanmedizin zusammen mit der Stiftung für Hochschulzulassung, dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, der Kultusministerkonferenz sowie allen medizinführenden Universitäten in Deutschland eine gemeinsame Lösung zu finden", sagte zuvor auch Enrico Schleiff, der Präsident der Goethe-Uni.

Bittere Enttäuschung nach Rücknahme der Zusagen

Hintergrund ist ein Übermittlungsfehler der Universität in Frankfurt. Die Hochschule hatte der Stiftung deutlich mehr Studienplätze gemeldet, als sie zu vergeben hat. Die Folge: 250 Bewerber für Medizin und 32 Bewerber für Zahnmedizin konnten sich zunächst über eine Studienplatzzusage freuen und waren bitter enttäuscht, nachdem der Fehler bemerkt und die Zusage wieder zurückgenommen wurde. Das führte zu einem Sturm der Entrüstung bei den Betroffenen, die sich um ihre Zukunft fürchten und teilweise mit Klagen drohten.

In der Vergangenheit gab es an der Goethe-Universität schon einmal eine ähnliche Panne: Im Wintersemester 2013/14 wurden ebenfalls zu viele Medizinstudierende immatrikuliert. Damals war es dem Sprecher zufolge bei der Berechnung der einzelnen Quoten für die Zulassung zu einem Fehler gekommen. Dadurch wurden 56 Studienplätze zu viel vergeben. Die Betroffenen duften damals "durch größte Anstrengungen vieler Beteiligter" ihr Studium antreten.

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