Uni Gießen Hauptgebäude

Die Justus-Liebig-Universität Gießen hat zu einem großen Teil die Cyber-Attacke auf ihr IT-System überwunden. Nach vier Monaten war man mit allen Systemen fast wieder am Start - dann kam Corona.

Fast alle Bereiche der Hochschule haben wieder Internet, wie eine Sprecherin der Gießener Julius-Liebig-Universität (JLU) berichtete. Das Rechenzentrum habe zudem den Besitzern der Netzlaufwerke wieder den Zugriff auf ihre Daten ermöglichen können.

Anfang Dezember hatte es einen schweren Angriff mit einer Schadsoftware auf das IT-Netz der Universität gegeben. Aus Sicherheitsgründen wurden deswegen alle Server heruntergefahren. Die Uni war danach komplett offline und konnte erst nach aufwendigen Systemprüfungen schrittweise wieder ans Netz gehen.

Corona-Krise verzögert vollständige Reparatur

Einzelne Server oder Geräte laufen nach Angaben der Uni-Sprecherin allerdings immer noch nicht wieder - auch hier mache sich die Corona-Krise bemerkbar, sagte sie: "So sind beispielsweise die stationären öffentlichen Rechner in den Bibliotheken noch nicht funktionsfähig - eine Aufgabe, die wegen der aktuellen Schließung der JLU-Gebäude für den Publikumsverkehr wieder in den Hintergrund gerückt ist."

Weil die Beschäftigten des Hochschulrechenzentrums dort nicht tätig werden konnten, hätten sie sich in den vergangenen Tagen insbesondere auf die Bereitstellung digitaler Infrastrukturen konzentriert, die etwa für das mobile Arbeiten vieler Beschäftigter benötigt werden.

Die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt zu dem Fall dauern noch an. Bislang ist unklar, woher der Angriff auf die Hochschule kam.