Pressekonferenz an der Frankfurter Uniklinik mit dem Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, Gottschalk, Hessens Sozialminister Klose und Ärzten (v.r.).

Die zwei am Coronavirus erkrankten China-Rückkehrer sind zur Behandlung ins Frankfurter Uniklinikum gebracht worden. Den beiden Deutschen geht es aus Sicht der behandelnden Ärzte sehr gut.

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Zwei der mit dem Bundeswehrflugzeug zurückgekehrten Passagiere aus China haben sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. "Die betroffenen Personen haben diesen Befund gefasst aufgenommen und wurden isoliert", hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Luftwaffe, des Deutschen Roten Kreuzes sowie des Landkreises und der Stadt Germersheim in Rheinland-Pfalz am Sonntag. Die Infizierten wurden zur Behandlung in die Frankfurter Uniklinik gebracht.

"Es geht ihnen zur Stunde gut", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Sonntagnachmittag in Berlin. Die beiden Patienten seien beim Abflug in Wuhan sowie bei der Ankunft am Samstagnachmittag auf dem Frankfurter Flughafen ohne Symptome gewesen.

"Deutlich mehr Angst vor der Grippe"

Bei den Erkrankten handele es sich um zwei Patienten mit deutscher Staatsbürgerschaft, sagte der hessische Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Sonntagnachmittag auf einer Pressekonferenz in der Frankfurter Uniklinik. Die behandelnden Ärzte bestätigten, dass es den beiden Patienten "sehr gut" gehe. Sie würden derzeit isoliert stationär betreut. Professor Rene Gottschalk vom Frankfurter Gesundheitsamt ergänzte: "Ich habe vor der Grippe deutlich mehr Angst als vor diesem Virus."

Wegen der neuen Lungenkrankheit hatte die Bundeswehr Deutsche und ihre Angehörigen aus der stark vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in China zurückgeholt. Der Flieger mit 126 Passagieren war am Samstagnachmittag am Frankfurter Flughafen gelandet.

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Pressekonferenz an der Frankfurter Uniklinik mit dem Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, Gottschalk, Hessens Sozialminister Klose und Ärzten (v.r.).
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Entwarnung für die Bevölkerung

Elf der Passagiere hätten am Samstag milde Krankheitssymptome gezeigt, wie Hessens Gesundheitsminister Klose weiter berichtete. Deshalb seien sie nach der Landung zur Abklärung in die Frankfurter Uniklinik gebracht worden. Schon während des Flugs wurden die elf Personen an Bord isoliert.

Sieben von ihnen seien ohne Befund nach Germersheim weitertransportiert worden. Die übrigen vier würden weiter in der Uniklinik behandelt, ohne dass ein Coronavirus-Verdacht bestehe.

In Germersheim verbringen die Rückkehrer die nächsten zwei Wochen in Quarantäne. Da die Erkrankung bis zu zwei Wochen nach der Infektion ausbrechen kann, ist die Quarantäne nötig. Für die Bevölkerung Germersheims, aber auch für die zivilen und militärischen Helfer, bestehe trotz der beiden Erkrankungen "kein Grund zur Sorge", hieß es am Sonntag.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes ist von 124 Passagieren an Bord der Bundeswehr-Maschine die Rede. Das Sozialministerium hat diese Angaben am Montag berichtigt. Demnach waren 126 Menschen an Bord des Flugzeugs. Wir haben diese Zahl im Text korrigiert.