In diesem Jahr haben in Hessen bislang deutlich mehr Ausländer einen Einbürgerungsantrag gestellt als noch 2018.

Die drei Regierungspräsidien registrierten Ende September einen Zuwachs von 13 Prozent (Gießen), 14 Prozent (Darmstadt) und 18 Prozent (Kassel). Insgesamt waren zum Stichtag (27. September) rund 19.360 Einbürgerungsverfahren anhängig, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion im Landtag in Wiesbaden hervorgeht.

In dieser Gesamtsumme sind auch Verfahren erfasst, die aktuell nicht bearbeitet werden. 2018 waren 12.510 Männer und Frauen in Hessen eingebürgert worden. In 220 Fällen wurde der Antrag abgelehnt.

Wer die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben werden will, muss unter anderem seit acht Jahren hier leben, ein unbefristetes Aufenthaltsrecht haben und sich zum Grundgesetz bekennen. Zu den weiteren Voraussetzungen zählen, dass der Antragsteller sich und seine Familie ohne Sozialleistungen ernähren kann, keine schweren Straftaten begangen hat und gut Deutsch spricht.