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Audioseite Wieder mehr Präsenzvorlesungen im Wintersemester

Zwei Studentinnen gehen auf dem Uni-Campus Westend in Frankfurt auf die Eingangstür des Uni-Gebäudes zu.

Nach drei digitalen Semestern sollen Studenten ab Oktober wieder regelmäßig auf dem Campus lernen können. Wissenschaftsministerium und Hochschulen wollen "so viel Normalität" wie möglich erlauben. Voraussetzung bleibt der weitere Impffortschritt.

Hessen will seinen Studentinnen und Studenten im kommenden Wintersemester so viel Präsenzunterricht ermöglichen, wie angesichts der Corona-Pandemie vertretbar ist. Das kündigte Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden an. Damit Präsenzlehre wieder möglichst zum Regelfall wird, sei mit den Hochschulen ein Konzept entwickelt worden. Der Fokus soll dabei auf Seminaren und Übungen liegen, nicht auf Großveranstaltungen.

"Die weiteren Öffnungsschritte sollen vor allem den Studierenden zugute kommen", betonte die Ministerin: "Sie haben in der Krisenbewältigung viel Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein gezeigt und sollen gute Bedingungen erhalten, um ihr Studium erfolgreich und gesund beginnen, fortführen und abschließen zu können."

Impfdosen für ausländische Studierende

Auch das studentische Leben solle sich wieder stärker auf dem Campus entfalten können, "denn ein Studium ist so viel mehr als der Blick auf die Kacheln einer Videokonferenz", erklärte Dorn. Wichtige Voraussetzung sei der weitere Impffortschritt. "Es wird erwartet, dass zum Beginn des Wintersemesters alle Impfwilligen und damit auch alle Studierenden ein Impfangebot erhalten haben."

In einem Schreiben seien alle Studierenden ermutigt worden, freie Kapazitäten in Impfzentren und Arztpraxen zu nutzen und sich impfen zu lassen. Damit auch ausländische Studierende, die erstmalig oder wieder nach Deutschland einreisen, geimpft werden können, stelle das Land den Hochschulen ab September mindestens 8.500 Dosen des Impfstoffs der Firma Johnson & Johnson bereit.

Gezielte Unterstützung

Das Corona-Konzept sieht den Angaben zufolge unter anderem eine Unterstützung Studierender vor, die ihr Hochschulstudium bislang vollständig oder weitestgehend unter den Ausnahmebedingungen der Covid-19-Pandemie verbracht haben oder die sich in der Abschlussphase befinden. Abhängig vom Impffortschritt sollen Corona-Tests ein wichtiges Instrument bleiben.

Rund 6,5 Millionen Euro hat das Land Dorn zufolge für Tests von Studentinnen und Studenten bereitgestellt. Hybride Lernformate, also die Kombination von Online- und Präsenzlehre, seien allein in diesem Jahr mit 14,6 Millionen unterstützt worden.

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