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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Offenbach lockert strenge Corona-Beschränkungen

Schüler eines Gymnasiums mit Mund-Nasen-Schutz

Die Stadt Offenbach hat nach eigener Einschätzung die zweite Corona-Welle gemeistert und lockert die zahlreichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. So müssen Schüler ab Montag keine Masken mehr im Unterricht tragen.

Aufgrund der hessenweit und zwischenzeitlich bundesweit höchsten Neuinfektionszahlen (im Verhältnis zur Einwohnerzahl) galten in den zurückliegenden zwei Wochen in Offenbach besondere Einschränkungen des öffentlichen Lebens, um der Corona-Pandemie Herr zu werden: Unter anderem durften sich maximal fünf Menschen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen, mussten alle Schüler in weiterführenden, zunächst sogar in allen Schulen auch im Unterricht Mund-Nase-Masken tragen, war der Zugang zum Waldschwimmbad begrenzt, mussten Bars und Lokale eine Sperrstunde von 0 bis 6 Uhr einhalten.

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Gelockerte Regeln ab Montag

Ab Montag, 7. September, ist es damit vorbei. Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) und weitere Mitglieder des Magistrats bilanzierten in einer Pressemitteilung der Stadt, Offenbach habe "die zweite Welle eingedämmt" - sofern die 7-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner) bis Mittwoch unter 20 bleibe. Seit mehr als einer Woche liege die 7-Tage-Inzidenz unter 35.

Erlaubt sind in Offenbach von Montag an wieder:

  • Schulunterricht ohne Maskenpflicht;
  • Sport und Sportunterricht nach den allgemeinen Corona-Vorgaben von Hessen, das heißt: ohne Abstandsgebot zwischen den Sportlern, Kontaktsport wie Handball oder Fußball wieder möglich, keine Begrenzung der Gruppengröße;
  • öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 250 Teilnehmern;
  • bis zu 500 Badegäste pro Zeitfenster im Waldschwimmbad;
  • ein Besucher eines städtischen Angebots (zum Beispiel Kleiner Offenbacher Kultursalon im Capitol) pro drei Quadratmeter;
  • Sperrstunde lediglich zwischen 5 und 6 Uhr.

Private Feiern mit maximal 50 Gästen

Nach wie vor gilt in Offenbach, dass private Feiern auf höchstens 50 Gäste zu begrenzen sind, man in Gottesdiensten, Vereinsräumen und Umkleideräumen von Sportstätten Maske tragen muss und Bewohner von Altenheimen nur in allgemeinen Aufenthaltsräumen oder im Freien besucht werden dürfen.

Die Magistratsmitglieder wiesen darauf hin, dass noch am 25. August, vor weniger als zwei Wochen, die 7-Tage-Inzidenz-Zahl bei 59 lag. Die Stadt sieht es als erwiesen an, dass gerade die Rückkehrer von Urlaubsreisen oder Familienbesuchen im Ausland das Virus mit zurück an den Main nahmen. Viele jüngere Menschen hätten keine Symptome gespürt und seien ansteckend durch Offenbach gelaufen, ohne es zu wissen.

OB lobt Offenbacherinnen und Offenbacher

Oberbürgermeister Schwenke zeigte sich am Sonntag vorerst erleichtert: "Man muss lernen, mit Corona zu leben, und in der Welt mit Corona ändert sich leider oftmals kurzfristig die Lage. Doch dass sich die Lage in kurzer Zeit, mit den passenden Maßnahmen und der Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger auch verbessern kann, ohne das öffentliche Leben komplett lahm zu legen, das hat Offenbach die letzten Tage bewiesen."

Sendung: hr-iNFO, 06.09.2020, 16 Uhr