Wurtz Hessenpokal

Wehen Wiesbaden stößt auf den Sieg im Hessenpokal mit Bier und Wein an. Der Mann des Tages Johannes Wurtz hat einen Wunsch für den DFB-Pokal. Und auch der TSV Steinbach Haiger ist stolz auf seine Leistung.

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Gessenpokal Finale
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Hessenpokalsieger, Hattrickschütze, Teilnehmer im DFB-Pokal - viel mehr hätte Johannes Wurtz an diesem Samstag nicht erreichen können. Der Stürmer vom SV Wehen Wiesbaden machte mit seinen drei Toren den 3:0 (0:0)-Sieg beim TSV Steinbach Haiger klar. Trotzdem musste er am Abend noch zittern - ob sein Geldbeutel belastet wird. "Ich glaube nicht, dass ich noch einen ausgeben muss", sagte Wurtz am hr-Mikro. "Denn die Sponsoren und der Präsident sind ja da. Und Freibier schmeckt meist am besten!"

Wurtz: "Wollen jetzt einen machbaren Zweitligisten"

Einen weiteren Wunsch äußerte der Mann des Tages im Hinblick auf die erste Runde im DFB-Pokal, für die sich der SVWW mit dem Gewinn des Pokals qualifizierte. "Wir wollen so weit kommen wie möglich, deswegen sollte es jetzt nicht gerade in der ersten Runde gegen Bayern oder Dortmund gehen." Wurtz hofft daher auf einen "machbaren Gegner aus der zweiten Liga". In der abgelaufenen Pokalsaison hatte Wehen den Zweitligisten Heidenheim mit 1:0 ausgeschaltet und war dann erst im Elfmeterschießen an Jahn Regensburg gescheitert.

Wurtz erzählte außerdem, dass Trainer Rüdiger Rehm den Wiesbadenern in der Pause auf den Weg gegeben hatte, geduldig zu spielen. Die Losung sollte sich auszahlen: War die erste Halbzeit noch relativ zäh für den Drittligisten verlaufen, bot der zweite Durchgang ein ganz anderes Bild. Der SVWW ging konsequenter in die Zweikämpfe, schaltete schneller um und zog den Steinbachern mit dem Doppelschlag in der 61. und 64. Minute den Zahn.

Wiesbaden zeigt in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht

Trainer Rehm war dann auch nach der Partie voll des Lobes: "Wir sind hier schon einmal ausgeschieden und wir wussten, wie schwer es wird", sagte er am hr-Mikro. "Die Jungs sind in der zweiten Halbzeit geduldig geblieben und haben ihr Ding durchgezogen." Der Coach ließ sich nach der Partie mit einem Fan-Banner mit der Aufschrift "Hessenpokalsieger Wehen Wiesbaden" fotografieren und wechselte einige Worte mit den Zuschauern hinter der Bande. Schon am Vorabend hatte sich der Coach ein Glas Wein gegönnt - und wollte nach dem Pokalsieg zwei Gläser nachlegen.

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Eher Frusttrinken war bei den Gastgebern vom TSV Steinbach Haiger angesagt. Philip Hanke, der durch sein läuferisches Engagement und eine spektakuläre Rettungstat auf der Linie überzeugt hatte, sagte: "Die Enttäuschung ist schon groß, das 0:3 ist ein Tor zu hoch. Wir haben heute mit das beste Spiel der Saison abgeliefert."

Steinbach mit fünf englischen Wochen in Folge

Sein Trainer Adrian Alipour sah es ähnlich: "Meine Jungs haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Wehen hat in zwei Umschaltsituationen das 1:0 und 2:0 gemacht." Im ersten Durchgang hatte Sören Eismann mit einer Kopfballchance sogar die Möglichkeit zur Führung gehabt. Alipour hatte auch diese Szene im Kopf, als er anfügte: "Wehen war kaltschnäuziger, wir hatten eine Mischung aus Pech und Unvermögen bei unseren Chancen."

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Trotz der Enttäuschung über das verlorene Finale war dem Coach noch eine Botschaft wichtig: "Ich bin trotzdem sehr stolz auf meine Mannschaft." Der Underdog hatte in seiner fünften englischen Woche in Folge gegen das klassenhöhere Team aus Wiesbaden nie aufgesteckt und Courage bewiesen. Und so hätte auch der unterlegene Trainer durchaus auf die Leistung seiner Mannschaft, die nun noch drei Ligaspiele zu absolvieren hat, anstoßen können.

Weitere Informationen

Steinbach Haiger – Wehen Wiesbaden 0:3 (0:0)

Steinbach: Paterok- Hanke, Kirchhoff, Mihaljevic, Strujic - Eismann (74. Bender), März (67. Sawada) - Lahn, Stock (67. Bisanovic), Ilhan - Marquet
Wiesbaden: Boss - Lankford, Medic, Carstens, Niemeyer - Chato (82. Walbrecht), Mockenhaupt - Wurtz, Korte (86. Brumme) - Tietz, Nilsson (51. Hollerbach)

Tore: 0:1 Wurtz (61.), 0:2 Wurtz (64.), 0:3 Wurtz (86.)   
Gelbe Karten: Mihaljevic - Wurtz

Schiedsrichter: Wlodarczak (Weiterode)
Zuschauer: 560   

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