Besucher zeichnen mit Kreide auf einer großen Tafel im Historischen Museum Frankfurt.
Thema Jugend: Mitmachen ausdrücklich erwünscht! Bild © Historisches Museum

Der erste Kuss? Der erste Job? Das Historische Museum Frankfurt hat mit zwei neuen Ausstellungen das Thema "Jugend" in den Mittelpunkt gestellt. Die Besucher sollen nicht nur gucken, sondern mitmachen.

"Wir alle haben eine Jugend, egal wie alt wir sind, das verbindet uns." Dieser Gedanke liegt zwei neuen Ausstellungen im Historischen Museum Frankfurt zugrunde. Unter dem Motto "21-Erinnerungen ans Erwachsenwerden" und "Orte der Jugend" geht es bis April ums Jungsein, ums Erwachsenwerden, insbesondere in Frankfurt.

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"Jugend" Histirosches Museum Frankfurt

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Jugend"-Ausstellung: Mitmachen ausdrücklich erwünscht

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Jugend: ein Thema, bei dem jeder mitsprechen kann

Und weil jeder einmal jung war, kann auch jeder etwas dazu sagen, dachte man sich im historischen Museum. "Unter Jugend versteht eben jeder etwas anderes und das wollten wir in den Beiträgen zeigen", sagt die Kuratorin Laura Hollingshaus. Und so werden den Besuchern in der Ausstellung Fragen gestellt wie: "Wo hast du zum ersten Mal geküsst?", "Wo hast du dein erstes Geld verdient?", "Wo triffst du dich mit Freunden?". Die Besucher können und sollen antworten, etwa mit bunten Klebepunkten, die auf eine große Stadtkarte von Frankfurt geklebt werden.

An anderer Stelle gibt es die Möglichkeit, selbst ein Video zu erstellen und über die eigene Jugend zu erzählen. Möglichst jede Besucherin und jeder Besucher soll mitmachen und einen Teil zu Ausstellung beitragen, so die Hoffnung der Ausstellungsmacher.

Erwachsenwerden in Frankfurt und der Welt

Der Schweizer Künstler Mats Staub hat mit seinem Projekt "21- Erinnerungen an’s Erwachsenwerden" verschiedenste Menschen gefragt, wie ihr Leben war, als sie 21 waren. Herausgekommen sind hunderte Videos aus allen Teilen der Welt. Die Geschichten sind alle einzigartig, aber trotzdem gibt es Dinge, die immer wieder vorkommen. Allen sei gleich, dass es die Phase sei, in der der man sich vom Elternhaus zu lösen beginne. "Ich war vor Kurzem erst im Kongo und fand das gar nicht so anders", sagt Staub. "Aber es ist natürlich ein Riesenunterschied, überall, ob man reiche Eltern hat, oder arme Eltern."

Geflüchtete Jugendliche zeigen "ihr" Frankfurt

Auch Kinder und Jugendliche sind in der Ausstellung in Frankfurt gefragt: Verschiedene Vereine und Jugendgruppen haben mit Jugendlichen, Kindern, aber auch Senioren Interviews aufgenommen, an verschiedenen Orten gefilmt und fotografiert. Diese Stücke der Ausstellung sind alle digital, man findet sie in sogenannten "Medienmaschinen". Mit dabei ist zum Beispiel eine Fotoserie geflüchteter Jugendlicher, die "ihr" Frankfurt zeigen und eine Interviewreihe, bei der sich sowohl Senioren und Kinder sich gegenseitig über ihre Jugend befragt haben.

Weitere Informationen

Frankfurt Jetzt und das Stadtlabor

Seit 2017 gibt es das Stadtlabor digital des historischen Museums. Hier kann jede Frankfurterin und jeder Frankfurter jederzeit online mitmachen und so Teil der Ausstellung werden. Damit will das Museum auch weiterhin die Stadt Frankfurt durch die Augen der Frankfurter zeigen und die verschiedenen Seiten der Stadt abbilden.

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