Im Turm der Dreikönigskirche am Mainufer wurden zwei Kassetten entdeckt.

Das rund 140 Jahre alte Turmkreuz der Frankfurter Dreikönigskirche wird saniert. Dabei sind zwei Zeitkapseln zum Vorschein gekommen. Eine von ihnen könnte Apfelwein oder Mainwasser aus dem Jahr 1881 enthalten.

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Eingerüsteter Turm der Dreikönigskirche in Frankfurt
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Als sie das Turmkreuz der Dreikönigskirche am Frankfurter Mainufer entfernten, haben Arbeiter am Donnerstag zwei geheimnisvolle Pakete entdeckt. Dem Darmstädter Architekten Udo Raabe zufolge handelt es sich vermutlich um Zeitkapseln, wie sie bei der Vollendung von Kirchen oftmals eingemauert würden.

Eine der beiden Kapseln enthielt eine Zeitung aus dem Jahr 1881 und ein Fläschchen mit einer zunächst unbekannten Flüssigkeit. "Vielleicht ist es Apfelwein, vielleicht Mainwasser - wir wissen es nicht", sagte Raabe. Die zweite Kassette war seinen Angaben zufolge fest verschlossen. Beide Fundstücke wurden der Stadt übergeben.

Kreuz soll instandgesetzt werden

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hs
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Die Arbeiter hatten mithilfe eines Autokrans das Turmkreuz in 75 Metern Höhe abgenommen. Das rund 140 Jahre alte Kreuz aus Schmiedeeisen ist dem Frankfurter Baudezernat zufolge stark verrostet. Einige Kleinteile mussten demnach bereits 2014 im Zuge einer vorläufigen Sanierung abgenommen oder mit Klammern notdürftig gesichert werden.

Sanierung der Frankfurter Dreikönigskirche

Nun soll das Kreuz in einer Werkstatt in Thüringen instandgesetzt werden. Noch bis 2023 werden Fassade und Dach des Turms der Kirche im Stadtteil Sachsenhausen für rund 3,2 Millionen Euro restauriert. Es ist der dritte und letzte Bauabschnitt der Sanierung des neogotischen Gebäudes.