Älteste Quittung Deutschlands
Replik der wohl ältesten Quittung Deutschlands. Bild © picture-alliance/dpa

Im Hanauer Museum Schloss Steinheim ist vom Wochenende an ein einzigartiges Dokument zu sehen: die älteste Quittung, die je in Deutschland gefunden wurde. Auf deutsch ist sie allerdings nicht geschrieben.

Es ging ums Geld: Ausgestellt wurde die Quittung, auf der ein Unbekannter den Erhalt von 200 Denar für die Herausgabe von Waren bestätigt, am 5. April 130 nach Christus in Mainz. Zu der Zeit hieß Mainz noch Mogontiacum, war ein Militärstützpunkt und Teil des Römischen Reichs. Und die Römer schrieben damals mit Tinte auf dünne Holztäfelchen - auch ihre Quittungen.

Die Tafel war 1997 bei Grabungen in Hanau am ehemaligen römischen Kastell Salisberg entdeckt worden und wurde seither in verschiedenen Ausstellungen gezeigt. Nun kehrt sie als Dauerleihgabe des Hanauer Geschichtsvereins an seinen Fundort zurück, wie Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) am Mittwoch erklärte.

Fund "von europäischer Dimension"

Weitere Informationen

Adresse und Öffnungszeiten

Museum Schloss Steinheim
Schloßstraße 6, 63456 Hanau
Öffnungszeiten: Sa./So. von 11 bis 17 Uhr
Gruppen können unter 06181 - 2951799 individuelle Termine ausmachen

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Die Quittung werde zwischen Plexiglas in einer Klimavitrine präsentiert, sagte Sabine Küppers, die Leiterin Museum Schloss Steinheim - direkt neben einem weiteren Fund vom Salisberg, einem römischen Münzschatz.

Der Frankfurter Archäologe Markus Scholz von der Goethe-Universität bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass es sich bei dem nur wenige Zentimeter großen Täfelchen um "die älteste tagesgenau datierte Quittung Deutschlands" handelt. Der Fund sei "von europäischer Dimension".

Sendung: hr3, 6.6.2018, 7.30 Uhr