Alvaro Soler
Alvaro Soler Bild © Alvaro Soler

Klassik trifft Latin-Pop: Für das Music Discovery Project hat sich das hr-Sinfonieorchester Shootingstar Alvaro Soler eingeladen. Im Interview erzählt Soler, was ihn an der Zusammenarbeit besonders gereizt hat. Der hr streamt das Konzert am Samstag ab 20 Uhr live.

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Alvaro Soler hat der Welt mit "La Cintura" 2018 nicht nur einen Sommerhit geschenkt - schon sein erstes Album mit den Tophits "Sofia" und "El Mismo Sol" hat weltweit über 30 Gold-, Platin- und Diamant-Auszeichnungen bekommen, seine Songs wurden allein bei Spotify knapp 390 Millionen Mal gestreamt, seinen YouTube-Kanal haben mehr als 2,3 Millionen Fans abonniert.

Nun probiert der 28-Jährige mit spanischer Mutter und deutschem Vater etwas Neues: Mit dem hr-Sinfonieorchester bringen er und seine Band an zwei Abenden in Frankfurt einen Mix aus Latin-Pop und klassischer Musik auf die Bühne. Warum das Music Discovery Project sehr gut in seine Karriere passt und warum Klassik ihn an Bambi erinnert, erzählt er im Interview.

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Music Discovery Project

Music Discovery Project "FarbTöne"
1. und 2. Februar 2019
Frankfurt, Jahrhunderthalle
Alvaro Soler, Gesang; Jean-Christophe Spinosi, Dirigent, Gunther Papperitz, Arrangements
präsentiert vom hr-Sinfonieorchester und YOU FM

Der hr überträgt das Konzert am Samstag, 2. Februar, im Video-Livestream.

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hessenschau.de: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit dem hr?

Alvaro Soler: Der hr hat mein Management angefragt. Und ich habe zum Glück auch ein deutsches Management, das mir sagen kann, dass das etwas Cooles ist. Ich selbst habe ja nie in Deutschland gelebt und kannte das Music Discovery Project deswegen nicht. Aber die meinten alle, das sei mega, und ich habe mich dann total über die Anfrage gefreut.

hessenschau.de: Wie wird das mit dem großen Orchester, Ihnen und Ihrer Band laufen?

Soler: Vor zwei Wochen kamen die Arrangements, die Gunther Papperitz für das Orchester geschrieben hat mit dem Mix mit unseren Songs, und das fand ich Hammer. Ich hatte ein bisschen Angst, ehrlich gesagt. Ich habe schon öfter mit Orchester gespielt, in San Remo auch mit einem großen Orchester und dieses Weihnachten im Vatikan. Aber jetzt bin ich doch nervös. Da waren nicht so viele Leute wie in Frankfurt in der Jahrhunderthalle.

Alvaro Soler, Selfie
Selfie aus Belgien: Dort war Alvaro Soler gerade wegen Dreharbeiten für eine Award-Show. Bild © Alvaro Soler

hessenschau.de: Welchen Bezug haben Sie zur klassischen Musik?

Soler: Mein Opa hat immer klassische Musik gehört in seinem Auto, das mochte ich. Und in den Kinderfilmen früher, also in den Zeichentrickfilmen, lief ja auch immer klassische Musik. Lustigerweise fangen wir ja auch mit dem Song von Bambi an (Anm. d. Red.: Edvard Grieg, Morgenstimmung, Peer Gynt Suite). Das finde ich ganz cool. Ich höre gezielt klassische Musik zum Entspannen, wenn ich mal aus allem raus muss.

hessenschau.de: Haben Sie eine Vorstellung davon, wie Sie sich mit dem Sinfonieorchester verbinden werden?

Soler: Die größte Herausforderung ist, wenn die Tonart der Sinfonie auf die Tonart der Songs angepasst werden muss. Aber das hat zum Glück der Arrangeur gemacht und er hat das sehr, sehr gut hinbekommen. Ich hätte das nicht gekonnt, ich habe ja keine klassische Musikausbildung. Ich habe mir die Arrangements schon alle angehört und ich bin echt beeindruckt, wie schön das alles klingt.

hessenschau.de: Welcher Ihrer Songs war eine besondere Herausforderung?

Soler: Ich haben mich schon gefragt, wie will er das machen, etwa bei meinem Hit "Sofia". Das ist ein Song, der nicht so einfach zu covern ist, damit er anders klingt. Man muss ihn dafür ein bisschen verwerfen und dann sehen, wie man ihn neu hinkriegt, so dass der Spirit aber noch erhalten bleibt. Gunther hat es geschafft, dass die Energie des Songs noch da ist und diese spezielle Atmosphäre auch kreiert wird. Es ist noch mein Song, aber eben irgendwie auch ganz anders.

hessenschau.de: Auf welches Ihrer Lieder freuen Sie sich beim Music Discovery Project besonders?

Soler: Es gibt einen Song, der heißt "Nino Perdido", den habe ich auf dem Klavier geschrieben, eigentlich meine einzige Klavierballade. Das hat schon in meiner eigenen Version am Ende so einen Orchester-Einsatz, der wirklich großen Alarm macht. Darauf bin ich mit dem großen Orchester live sehr gespannt. Das ist übrigens das erste Mal überhaupt, dass ich diesen Song performe.

hessenschau.de: Wie passt die Zusammenarbeit mit dem Music Discovery Project in Ihre Karriere?

Soler: Ich glaube, das passt sehr gut. Ich bin eine Person, die immer Abwechslung braucht. Vielleicht nimmt man einen Song, bei dem alle denken: Ach ja, klar, das ist ja dieser Sommerhit. Und dann überrascht man die Leute mit etwas Neuem. Menschen zu überraschen ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Deswegen finde ich es eine mega gute Gelegenheit, das Music Discovery Project zu machen. So etwas können auch nicht viele Musiker vorweisen.

hessenschau.de: Was haben Sie als nächstes vor? Das Jahr 2019 ist noch jung ...

Soler: Ich gehe direkt nach Berlin und nehme ein paar Songs auf, die dieses Jahr noch rauskommen. Ab Ende Februar nehme ich "Sing meinen Song" mit den anderen Künstlern in Südafrika auf, dafür muss ich auch noch proben. Und ich bin dabei, meine "Mar de Colores"-Tour vorzubereiten: Ab Mai bin ich unterwegs in Europa, im September führt sie mich nach Deutschland, auch wieder nach Frankfurt in die Jahrhunderthalle.

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Das Interview führte Katrin Kimpel.