Tizian Ausstellung

Seine Kunst strahlt und verführt: Tizian gilt als der unumstrittene Malerfürst der venezianischen Renaissance. Das Frankfurter Städel Museum zeigt ab Mittwoch Werke des Altmeisters. Wir verraten, warum Sie die Schau nicht verpassen sollten.

Videobeitrag

Video

zum Video Tizian-Ausstellung im Städel

hs
Ende des Videobeitrags
Bildergalerie

Bildergalerie

zur Bildergalerie Ausstellung im Städel: Wagen Sie einen Ausflug in die Renaissance!

Ende der Bildergalerie

Ob Idealbilder schöner Frauen oder atmosphärisch aufgeladene Landschaften: Besucher können ab Mittwoch bei der Sonderausstellung "Tizian und die Renaissance in Venedig" insgesamt über 100 Meisterwerke von Tizian (um 1488/90-1576) und seinen Zeitgenossen sehen.

Allein von Tizian versammelt die Schau im Frankfurter Städel Museum mit mehr als 20 Arbeiten "die umfangreichste Werkauswahl, die in Deutschland je zu sehen war", wie das Museum am Dienstag mitteilte. Der Malerfürst der Renaissance wirkte in Venedig, das im 16. Jahrhundert eine der führenden Seemächte war, über rund 60 Jahre hinweg.

Im Städel zu sehen ist etwa Tizians Porträt der Clarice Strozzi (1542). Es gehört zu den ersten eigenständigen Kinderbildnissen der europäischen Malerei überhaupt. Eigentlich hängt es in der Gemäldegalerie in Berlin. Das kleinste Tizian-Gemälde - nur rund 20 Zentimeter groß - stammt dagegen aus dem Besitz des Städels. Es ist ein Frühwerk des Malers und zeigt einen unbekannten Jüngling.  

Städel Museum

Auch berühmte Bilder wie "Noli me tangere", eine Darstellung von Jesus und Maria Magdalena, aus London oder das Porträt des Dogen Venier aus Madrid sind zu sehen. Angesichts der hohen Versicherungssummen und der zurückhaltenden Ausleihpraxis der führenden Museen war die Schau nicht einfach zu organisieren - entsprechend stolz gibt man sich im Städel.

Das größte Gemälde: "Ruhe auf der Flucht nach Ägypten"

Ein weiterer Meister der Renaissance ist Paolo Veronese. Sein Werk "Ruhe auf der Flucht nach Ägypten" ist mit über zwei Metern Länge das größte Bild der Ausstellung im Städel. Das Gemälde hing zuvor im Ringling Museum of Art im US-Bundesstaat Florida.

Tizian-Ausstellung im Städel Museum

Neben Werken von Tizian und Veronese sind bis zum 26. Mai zum Beispiel auch Gemälde von Tizians Lehrer Giovanni Bellini sowie seinen Kollegen und Konkurrenten Lorenzo Lotto und Jacopo Tintoretto zu sehen.  

Virtuoser Umgang mit Licht und Farbe

Die Malerei der venezianischen Künstler ist unverwechselbar: Zu Beginn des 16. Jahrhunderts hatten die Maler der italienischen Lagunenstadt eine eigenständige Spielart der Renaissance entwickelt, die auf die Wirkung von Licht und Farbe setzte. Venedig war damals Zentrum des Farbenhandels.

Weitere Informationen

Städel-Museum

"Tizian und die Renaissance in Venedig" 13.2.–26.5.2019

Ende der weiteren Informationen

Die Ausstellung macht laut Städel anschaulich, warum sich Künstler der nachfolgenden Jahrhunderte immer wieder auf die Werke dieser Zeit bezogen hätten - darunter auch Rubens oder Velázquez.

Leihgaben aus mehr als 60 Museen

"Kaum ein Bereich der Kunstgeschichte hat eine so kontinuierliche Rezeption erfahren. Tizian, Tintoretto und Veronese ist dabei eine Bewunderung zuteil geworden wie sonst nur Michelangelo und Raffael", betonte Bastian Eclercy, Kurator der Ausstellung.

Die Ausstellung ist in acht thematische Kapitel gegliedert, die ausgewählte Aspekte dieser Malerei zeigen. Neben dem venezianischen Bestand der Städelschen Sammlung würden hochkarätige Leihgaben aus mehr als 60 deutschen und internationalen Museen gezeigt.

Videobeitrag

Video

zum hr2.de Video Kunst mit Küchle: "Clarice Strozzi" von Tizian

Kunst mit Küchle - Tizian: Bildnis der Clarice Strozzi (1542)
Ende des Videobeitrags