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Der Ticker vom Mittwoch zum Nachlesen: +++ YouTube-Star LeFloid: "Eine starke Meinung zu haben, ist wahnsinnig wichtig" +++ Rechte Verlage in der Sackgasse +++ Constanze Kurz präsentiert Buch über "Cyberwar" +++

+++ YouTube-Star LeFloid: "Eine starke Meinung zu haben, ist wahnsinnig wichtig"

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+++ Rechte Verlage in der Sackgasse +++

Die Frankfurter Buchmesse hatte im Vorfeld angekündigt, rechte Verlage räumlich so zu platzieren, dass sie bei Sicherheitsproblemen besser kontrolliert werden können. Nun stehen sie in einem Gang, an dessen Ende nur noch eine Wand ist - ein Sackgassen-Standort. "Wir fühlen uns geächtet", empört sich Dieter Stein, Chefredakteur der Zeitung "Jungen Freiheit", die als Sprachrohr des rechten Spektrums gilt. Seit dem ersten Auftritt seines Verlages im Jahr 1991 habe er eine solche Ausgrenzung noch nie erlebt.

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Bücher der AfD-Politiker Gauland und Höcke

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rechte Verlage mit Sackgassen-Standort

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Der Umgang mit der neuen Rechten auf der Messe bleibt also schwierig. Der neurechte Antaios-Verlag, bei dessen Veranstaltung es im Vorjahr zu Unruhen kam, ist unter einem neuen Namen vor Ort. Verleger Götz Kubitschek hatte seine Marke am Eröffnungstag der Buchmesse verkauft. Der Verkauf sei eine spontane Entscheidung gewesen, meint Kubitschek.

+++ Constanze Kurz präsentiert Buch über "Cyberwar" +++

Mit jeder neuen App und jedem neuen Internet-Router wird unsere Welt ein kleines Stückchen unsicherer - weil die digitale Technik Fehler enthält, die Geheimdienste und Kriminelle nutzen können. "Der Fehler liegt im System", sagt Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos-Computer-Clubs (CCC) - weil strengere Regeln für sicherere Software fehlen, aber auch, weil Militärs und Geheimdienste die digitale Welt längst als neues Schlachtfeld entdeckt haben. Über die Regeln auf diesem Schlachtfeld hat Kurz mit ihrem CCC-Mitstreiter Frank Rieger ein Buch geschrieben: "Cyberwar - die Gefahr aus dem Netz".

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Constanze Kurz

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+++ Monika Pfundmeier freut sich über Selfpublishing-Preis 2018 +++

Monika Pfundmeier erhält den Deutsche Selfpublishing-Preis 2018.
Monika Pfundmeier erhält den Jurypreis beim Deutschen Selfpublishing-Preis 2018. Bild © picture-alliance/dpa

So sieht eine glückliche Siegerin aus: Monika Pfundmeier darf sich über den mit 10.000 Euro dotierten Jurypreis beim Deutschen Selfpublishing-Preis 2018 freuen. Ausgezeichnet wurde sie für ihren historischen Roman "Löwenblut". Den mit 2.000 Euro dotierten Publikumspreis bekam Christo Foerster für "Mikroabenteuer".

Da selbst verlegte Bücher immer professioneller werden, darf natürlich auch ein entsprechender "Bestes-Buch-Preis" nicht fehlen. Für den Deutschen Selfpublishing-Preis wurden mehr als 1.100 Bücher eingereicht.

In einer früheren Version hatten wir geschrieben, dass Monika Pfundmeier den Publikumspreis erhielt. Diesen hatte sie bereits 2017 abgeräumt. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

+++ Sonne pur am ersten Buchmesse-Tag +++

Der zentrale Platz Agora auf der Buchmesse
Der zentrale Platz Agora auf der Buchmesse Bild © Marvin Mendel

Der Goldene Oktober macht auch die Fachbesucher auf der Buchmesse glücklich. Sonnige Plätze und Essens- und Getränkestände sind auf dem zentralen Platz Agora begehrt. Am Wochenende, wenn die Messe für alle geöffnet ist, wird es dort sicher richtig voll. Der weiße Bau, der links zu sehen ist und von oben an Baiser erinnert, ist übrigens der "Frankfurt Pavilion".

+++ Buchpreisträgerin traute sich lange nicht, Autorin zu werden +++

Inger-Maria Mahlke raucht eine Zigarette im Hof.
Inger-Maria Mahlke hat einen ganz besonderen Roman geschrieben. Bild © Dagmar Morath

Inger-Maria Mahlke, Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2018, hat sich lange nicht getraut, Autorin zu werden. Sie habe das zwar immer werden wollen, sagte sie auf dem Blauen Sofa der Buchmesse. "Ich dachte aber, ich habe noch nicht genug erlebt." Also studierte sie erstmal Jura und arbeitete an einem kriminologischen Institut.

Die Initialzündung, es doch als Autorin zu versuchen, sei ein Workshop bei der späteren Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller gewesen, so Mahlke. Ihre Bewerbung habe sie "unter der Tür durchgeschoben" und nicht erwartet, angenommen zu werden. Bei ihr habe sie gelernt, "streng zu sein" und "keine Abkürzung zu nehmen".

+++ Sarrazin erntet Kritik auf dem Podium +++

Der umstrittene SPD-Politiker Thilo Sarrazin auf der Buchmesse.
Der umstrittene SPD-Politiker Thilo Sarrazin auf der Buchmesse. Bild © Johannes Gregor

Der umstrittene SPD-Politiker Thilo Sarrazin hat sich auf der Buchmesse seiner Partei als Ratgeber empfohlen - obwohl diese ihn gern loswerden würde. Im Lesezelt präsentierte er sein neues Buch "Feindliche Übernahme. Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht". Er habe dafür den Koran in deutscher Übersetzung "von der ersten bis zur letzten Zeile gelesen", sagte er.

Eine Debatte über die Thesen seines Buches gab es auf der Messe nicht, Fragen durften nicht gestellt werden. An Sarrazins Seite trat Laila Mirzo auf; die Tochter eines syrisch-kurdischen Vaters und einer deutschen Mutter stützt mit ihrem Buch "Nur ein schlechter Muslim ist ein guter Muslim" Sarrazins Thesen. Auf dem Podium widersprach sie ihm aber in einem Punkt: Die Stelle, an der er von "genetischer Ausdifferenzierung" spreche, bereite ihr "Bauchweh": "Eine Ideologie geht nicht in ein Genom über."

+++ Wie viele Schritte sind Sie gelaufen? Machen Sie mit beim #fbmschrittalarm +++

Wie viele Schritte schaffen Sie heute?
Wie viele Schritte schaffen Sie heute? Bild © Caroline Wornath

Wer die Buchmesse besucht, sollte das mit bequemen Schuhen tun. In kürzester Zeit legen die Besucher ziemlich viele Kilometer zurück. Sie sind den ganzen Tag in den Messehallen auf den Beinen gewesen? Auf wie viele Schritte sind Sie gekommen? Schicken Sie uns Ihre Tagesleistung per Twitter an @ardbuchmesse und treten Sie gegen Buchmesse-Chef Juergen Boos an, der vermutlich ordentlich vorlegen wird. #fbmschrittalarm

+++ Oliver Polak wünscht sich klare Position gegen Rassismus +++

Der Comedian Oliver Polak wünscht sich klare Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung. (Archivbild)
Der Comedian Oliver Polak wünscht sich klare Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung. (Archivbild) Bild © picture-alliance/dpa

Comedian Oliver Polak hat in der Debatte um Rassismus eine deutlichere Position von der Bundesregierung gefordert. Er wünsche sich "mehr Klarheit, Deutlichkeit und Gesetze, die jeden Menschen in diesem Land auch einfach viel mehr schützen", sagte der 42-jährige Autor auf der Buchmesse.

Dabei ging er vor allem mit der Bundeskanzlerin hart ins Gericht: Wenn er Angela Merkel (CDU) vor der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem sehe "und dann sehe, was hier in Deutschland gerade so los ist, dann habe ich echt das Gefühl, dass die deutschen Politiker besser mit toten Juden umgehen können als mit lebendigen". Auf der Buchmesse stellte Polak sein aktuelles Werk "Gegen Judenhass" vor - in Badeschlappen und Sportanzug.

+++ Instagram-Star Simonetti kämpft fürs Anderssein +++

Ricardo Simonetti stellte am Mittwoch sein Buch vor.
Ricardo Simonetti stellte am Mittwoch sein Buch vor. Bild © Marvin Mendel

Der deutsche Blogger und Instagram-Star Riccardo Simonetti stellt auf der Buchmesse sein erstes Buch mit dem Titel "Mein Recht zu funkeln" vor. Darin wünscht sich der 25-Jährige, dass die Gesellschaft vom Schubladendenken wegkommt und will den Menschen Kraft geben, die sich "anders" fühlen. "Ich will Menschen zeigen, dass Anderssein keine Schwäche ist", sagte der Influencer mit dem wallenden Haar bei der Vorstellung seines Buches.

+++ Grütters kündigt Deutschen Verlagspreis an +++

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) besucht heute die Buchmesse und bringt ein Geschenk mit: Sie will anlässlich der Buchmesse einen Deutschen Verlagspreis einführen. "Angesichts der angespannten Situation gerade kleinerer und anspruchsvoller Verlage wollen wir ein Zeichen für literarische Vielfalt setzen", sagte Grütters.

Der Verlagspreis soll laut Grütters aus Spitzenpreisen sowie Förderpreisen bestehen. Sein Gesamtbudget sollte mindestens so hoch liegen wie bei seinem Vorbild, dem Deutschen Buchhandlungspreis. Dieser wird mit einer Million Euro pro Jahr gefördert.

+++ Steinmeier: "Unbequeme Autoren dürfen nicht weggesperrt werden" +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf der Buchmesse.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf der Buchmesse. Bild © picture-alliance/dpa

Frank-Walter Steinmeier hat am Vormittag den "Frankfurt Pavilion" eröffnet. In der Gesprächsrunde mit der kroatischen Autorin Ivana Sajko und dem belgischen Schriftsteller Stefan Hertmans betonte der Bundespräsident: "Unbequeme Autoren und Journalisten dürfen nicht weggesperrt werden, es muss die Freiheit gewährt werden, die durch die Unterschrift der Menschenrechtscharta zugesichert wurde."

Es wehe eine "neue Faszination des Autoritären durch Europa", sagte er. Die Realität in Deutschland sei aber auch, dass es unzählige Freiwillige und Engagierte gebe, die tagtäglich unspektakulär dafür sorgten, dass die Menschen gerne in diesem Land lebten. "Trotz Schimpfen auf Europa wollen die meisten Menschen in gar keinem anderen Europa leben", schloss Steinmeier.

Mehr zum"Bücher-Ufo" finden Sie hier.

"Frankfurt Pavilion" von außen
Der "Frankfurt Pavilion" auf der Agora. Bild © Johannes Gregor (hessenschau.de)

+++ Steinmeier kommt auf Buchmesse +++

Am ersten Buchmesse-Tag wird neben vielen Autoren auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet. Er eröffnet den "Frankfurt Pavilion", einen neuen Veranstaltungsort auf dem Außengelände der Buchmesse. Danach will er mit der kroatischen Schriftstellerin Ivana Sajko und dem belgischen Autor Stefan Hertmans über die Verteidigung der Freiheit in "stürmischen Zeiten" debattieren. Hier geht's zu unserem Überblick: Das ist los am Mittwoch.

+++ Gäste auf der ARD Bühne am Mittwoch +++

Sie wollen ein Promi- oder Autorengespräch auf der ARD Bühne verfolgen? Hier geht's zum Mittwoch-Überblick: 10 bis 14 Uhr und 14 bis 18 Uhr. Alle Talks können Sie auch bei uns im Livestream sehen.

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Livestream

zum Livestream Autoren und Promis auf der ARD Bühne

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