Amartya Sen

Der Ökonom und Philosoph Amartya Sen wird den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in diesem Jahr nicht persönlich entgegennehmen. Die Corona-Pandemie verhindert die Anreise des 86-Jährigen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Amartya Sen - Portrait des Friedenspreisträgers

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"Aufgrund der Einreisebeschränkungen und des Gesundheitsrisikos durch die Corona-Pandemie wird der Preisträger zur Preisverleihung live in die Paulskirche zugeschaltet", teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Mittwoch mit. Der 1933 in Indien geborene Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph lebt in den USA.

Der Friedenspreis wird zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse, am 18. Oktober, verliehen. Die Veranstaltung wird um 10.45 Uhr in der ARD übertragen. Die Laudatio hält Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

"Vordenker seit Jahrzehnten"

Amartya Sen sei ein Vordenker seit Jahrzehnten, der sich mit Fragen der globalen Gerechtigkeit auseinandersetze, heißt es in der Begründung des Friedenspreis-Stiftungsrates. "Seine Arbeiten zur Bekämpfung sozialer Ungleichheit in Bezug auf Bildung und Gesundheit sind heute so relevant wie nie zuvor."

Die angesehene Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Geehrt werden Persönlichkeiten, die in Literatur, Wissenschaft oder Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen haben. Am Donnerstag zuvor wird es ein digitales Pressegespräch mit Amartya Sen geben.