Die Frankfurter Buchmesse findet unter ganz besonderen Voraussetzungen statt. Alles, was rund um die Messe passiert, erfahren Sie in unserem Ticker.

  • Quarantäne-Vision im Poznanski-Thriller

    Ursula Poznanski hat mit ihrem Thriller "Cryptos" der Corona-Realität einiges vorweggenommen. Die Österreicherin ist eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Jugendbuch-Autorinnen und bekannt für ihre dystopischen Thriller. In "Cryptos" geht es um eine Zukunft, in der die reale Umwelt längst zerstört ist und die Menschen den Großteil ihres Lebens in digitalen Welten verbringen.

    In dem Roman gibt es einige Parallelen zur Corona-Pandemie – zum Beispiel Quarantäne-Situationen. "Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet", sagt Poznanski im ARD-Gespräch. Sie schrieb das Buch im März fertig. "Manchmal erstaunt es mich, dass plötzlich Sachen passieren, die zu dem passen, was man gerade schreibt", sagt die 51-Jährige.

    Wir haben Poznanski die knifflige Aufgabe gestellt, spontan einen Krimi-Plot zu entwerfen – mit drei vorgegebenen Wörtern. Das Ergebnis hört sich spannend an. Wir würden das Buch jedenfalls lesen...

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    Ursula Poznanski
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  • Chilly Gonzales und Malakoff Kowalski: Talking about taste

    Wir durften heute am Morgen schon eine erste Kostprobe von dem genießen, was ab 17.30 Uhr auf der ARD-Buchmessenbühne passieren wird.

    Muss Musik klug sein oder reicht es, wenn sie einfach direkt ins Herz geht? Dies ist die Frage, die der Pianist und Entertainer Chilly Gonzales mit einem guten Freund und häufigen Mitarbeiter, dem Pianisten Malakoff Kowalski, diskutiert.

    Malakoff Kowalski, Chilly Gonzales

    Da ein Klavier auf der Bühne steht, werden die beiden Herren vermutlich nicht nur reden. Im Livestream ab 17.30 Uhr.

  • Buchmesse für Kinder - digital und vor Ort

    Turbulente Lesungen, Buchhelden als wandelnde Plüschfiguren - auf der Buchmesse gibt es für Kinder und Jugendliche sonst einiges zu erleben. 2020 ist bekanntermaßen alles anders. In Frankfurt gibt es zur Messe gerade am Wochenende dennoch viele Veranstaltungen, hinzu kommt ein digitales Angebot. Eine Übersicht:

  • Podcast "WHAT A MESS": Meine absurdeste Buchmesse

    Die ARD-Buchmessenbühne findet in diesem Jahr ohne Publikum statt. Bloß die Mitarbeiter und die eingeladenen Autorinnen und Autoren sind vor Ort in der Frankfurter Festhalle erlaubt. Doch wie sieht das aus - eine Bühnenveranstaltung unter Corona-Regeln? Welche Vorschriften gelten für das Personal, für die Maske und - welchen Einfluss haben die steigenden Infektionszahlen auf das Bühnenprogramm? Darum geht es in der letzten Folge von "WHAT A MESS".

  • Deutscher Wirtschaftsbuchpreis verliehen

    Für ihr Buch "Gute Ökonomie für harte Zeiten. Sechs Überlebensfragen und wie wir sie besser lösen können" (Penguin-Verlag) haben Abhijit V. Banerjee und Esther Duflo den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis erhalten. Die Ökonomen verbänden darin eine "realistische Bestandsaufnahme der drängendsten wirtschaftlichen Probleme unserer Zeit mit praktischen Handlungsempfehlungen und Lösungsmöglichkeiten", begründete die Jury ihre Entscheidung vom Freitag.

    Die beiden miteinander verheirateten Nobelpreisträger von 2019 lehren in Boston am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Der mit 10.000 Euro dotierte Deutsche Wirtschaftsbuchpreis wird verliehen vom "Handelsblatt", der Frankfurter Buchmesse und der Investmentbank Goldman Sachs. Der undotierte Sonderpreis für das beste Unternehmerbuch ging an Verena Pausder ("Das neue Land. Wie es jetzt weitergeht", Murmann-Verlag).

  • Schwarzer sieht Merkel als "Role Model"

    Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer hat im Gespräch auf der ARD-Buchmessenbühne ihre Wertschätzung für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geäußert. "Am liebsten hätte man ja, sie machte weiter. Keiner von den Jungs wiegt so schwer wie Merkel. Egal was sie macht - Angela Merkel ist ein Role Model für alle Frauen und Mädchen in der ganzen Welt." Wenn sie im Ausland sei, werde sie immer auf die Kanzlerin angesprochen. Sie habe als Frau einen neuen Weg geprägt.

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    Thumbnail Alice Schwarzer
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    Zugleich zeigte sich die Journalistin und Gründerin der Frauenzeitschrift "Emma" kritisch-distanziert. "Ich halte es sehr gut aus, einerseits Merkel und ihre Rolle bemerkenswert und großartig zu finden und sie andererseits in gewissen Sachpunkten - wie zum Beispiel in ihrer gefährlich-naiven Haltung zum politischen Islam - zu kritisieren", sagte Schwarzer. Sie können durchaus auch jemanden schätzen, der Fehler mache.

    Auf die Frage, was sie für ihre größte Errungenschaft halte, antwortete Schwarzer: "Worauf ich wirklich stolz bin, ist dass ich so vielen Frauen und auch manchen Männern Mut gemacht habe und auch immer noch mache. Menschen zu ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen, das macht wirklich Spaß."

    • Alice Schwarzer "Lebenswerk", C.H. Beck
  • Top-Thema

    Friedenpreisträger: Aufstehen statt ins Bett gehen

    Amartya Sen wird am Sonntag mit dem Friedenspreis ausgezeichnet. Der 86-Jährige kommt nicht nach Franfurt in die Paulskirche – und muss wegen der Zeitverschiebung zu ungewohnter Stunde fit sein. Vor dem Festakt kritisiert Sen den nationalen Weg vieler Länder – und lobt die Politik von Angela Merkel.

  • Campino stimmt Tourplan mit Liverpool-Spielen ab

    Sänger und Fußballfan Campino stimmt die Konzerttermine der Toten Hosen mit dem Spielplan des FC Liverpool ab. "Das Büro ist angehalten, gewisse Tage zu blocken, die ganzen Viertelfinal-, Halbfinal- oder Finalspiele in der Champions League", sagte er am Freitag auf dem Blauen Sofa anlässlich der Frankfurter Buchmesse.

    Buchcover Campino "Hope Street"

    "Weil das sehr ärgerlich wäre, wenn Liverpool durchkäme und ich müsste dann in Darmstadt spielen oder so am selben Abend, das will auch das Publikum nicht erleben." Dass er die diesjährige Meisterschaft des FC Liverpool, die erste seit 30 Jahren, coronabedingt nicht im Stadion verfolgen konnte, ist für ihn verkraftbar. "Es war auf keinen Fall enttäuschend, weil erst mal wichtig ist, dass die Meisterschaft geholt wird." Und es sei ein Glück gewesen, dass die Saison überhaupt irgendwie zu Ende gespielt wurde.

    Campino hat kürzlich sein erstes Buch "Hope Street - wie ich einmal englischer Meister wurde" veröffentlicht.

  • Für mehr Vielfalt in Kinderbüchern

    Jahrzehntelang wurden in Kinderbüchern immer wieder die gleichen Bilder reproduziert: Mama, Papa, ein bis zwei Kinder. Oder: der Polizist und Feuerwehrmann, natürlich weiß, blond und männlich. Andreas Steinhöfel kämpft gegen alte Rollenbilder – und für mehr Vielfalt in Kinderbüchern. Mehr dazu in unserem Beitrag.

  • 18 Gespräche - 9 Stunden Programm

    Am Buchmesse-Samstag öffnen sich die Tore in diesem Jahr leider nicht für Besucherinnen und Besucher. Darum bringt hr2-kultur Autorinnen und Autoren zu Ihnen nach Hause. Um 10.04 Uhr geht es los. 18 Gespräche - Schlag auf Schlag. Robert Atzorn, Anne Weber, Jan Weiler, Thomas Hettche und viele, viele andere.

  • "Und Writer geht's" mit Bas Kast

    Was würde er sich von einem Lottogewinn kaufen und welches Lebensmittel sollte für immer verboten werden? Bestseller-Autor Bas Kast hat’s uns erklärt. Hier geht es zur dritten Buchmessen-Folge von "Und Writer geht's".

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    Und WRITER geht's Bas Kast
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  • Einst und jetzt - harte Realität für Buchmesse-Fans

    Buchmesse-Fans müssen jetzt sehr stark sein - denn in diesem Jahr ist auf dem Messegelände nichts, wie es sonst ist. Ein Blick auf die traurige Wahrheit 2020.

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    Leerer roter Teppich auf der Buchmesse
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  • Einige Tipps für den Buchmesse-Freitag

    So, Freitag - Buchmesse-Halbzeit. Auf der Bühne in der Festhalle nehmen unter anderem Alice Schwarzer, Christian Berkel und Bas Kast Platz. Am Abend laden wir ein zur ARD-Buchmessennacht. Was gibt es sonst noch? Hier eine kleine Auswahl für den Besuch der (digitalen) Buchmesse.

  • Top-Thema

    Livestream: Gäste auf der ARD-Buchmessenbühne

    Auf der Frankfurter Buchmesse können Sie alle Gespräche auf der ARD-Buchmessenbühne täglich von 10 bis 18 Uhr in unserem Livestream verfolgen. Auf der Bühne nehmen im Halb- bis Ein-Stunden-Takt spannende Gäste Platz.

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    Livestream

    zum Livestream Livestream von der ARD-Buchmessenbühne

    ARD-Buchmessenbühne
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    Was der Tag noch so bringt, lesen Sie in unserem Artikel: Darum lohnt sich am Freitag ein (digitaler) Buchmesse-Besuch.

  • Notlösung: Die digitale Buchmesse

    Die digitale Buchmesse - eine Notlösung, die die Buchbranche nicht glücklich macht. Was bedeutet diese Corona-Buchmesse und dieses Corona-Jahr für Schriftstellerinnen und Schriftsteller?

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    zum Video Notlösung - die digitale Buchmesse

    hessenschau vom 15.10.2020
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  • Top-Thema

    Sen: Corona vergrößert Kluft zwischen Arm und Reich

    Friedenspreisträger Amartya Sen fürchtet, dass sich durch die Corona-Pandemie die Kluft zwischen Arm und Reich weiter öffnen wird. "Entscheidend ist, wie die Regierungen Fragen von Gleichheit und Gerechtigkeit bei der Bewältigung einbeziehen", sagte Sen in einem digitalen Pressegespräch am Donnerstagabend.

    Amartya Sen im Zoom-Chat mit Journalisten

    Der 86-Jährige, der 1998 mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet wurde, erhält am Sonntag den mit 25.000 Euro dotierten Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

    Der in den USA lebende Wissenschaftler nimmt die Auszeichnung allerdings wegen der Corona-Pandemie nicht persönlich entgegen. Er wird zur Preisverleihung live in die Paulskirche zugeschaltet.

  • Minister Müller fordert Kampf gegen Hunger

    Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat sich fassungslos über mangelnde Bereitschaft der Weltgemeinschaft zur Bekämpfung der Kindersterblichkeit in armen Ländern gezeigt. "Heute, jeden Tag, sterben 15.000 Kinder", sagte Müller am Donnerstag bei einem digitalen Gespräch im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. "Wir könnten das ändern, warum machen wir es nicht?"

    Gerd Müller

    Auch eine "Welt ohne Hunger" sei möglich, sagte er. Dafür bräuchte man jährlich etwa 14 Milliarden Dollar, die die Weltgemeinschaft in den nächsten zehn Jahren in Landwirtschaft und ländliche Entwicklung in den Hungerregionen investieren müsste. "Dann haben wir 2030 eine Welt ohne Hunger", sagte Müller. Das sei "kein Märchen", dies zeigten wissenschaftliche Studien.

    Müller stellte bei einem Digital-Gespräch auf dem Blauen Sofa sein Buch "Umdenken. Überlebensfragen der Menschheit" vor.

  • Und Writer geht’s – mit Doris Dörrie!

    Was war die dümmste Idee, die sie je hatte und was ist die goldene Regel beim Schreiben? Das haben wir Regisseurin und Autorin Doris Dörrie gefragt. Hier sehen Sie die zweite Buchmesse-Folge von "Und Writer geht's".

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    Und WRITER geht's Doris Dörrie
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  • Buchmesse-Besuch mit Popcorn und Laptop

    Rechner an und rein ins digitale Buchmesse-Gewimmel. Ganz so einfach ist das allerdings nicht, denn das Angebot ist riesig. So funktioniert der Buchmesse-Besuch vom Sofa aus und diese Hürden gilt es zu überwinden.

  • Waschbär grüßt an der Messe

    Mal wieder was aus der Kategorie: "Das war anders geplant." Seit über 30 Jahren gibt es zwischen Frankfurt und dem kanadischen Toronto eine Städtepartnerschaft. Zur Frankfurter Buchmesse mit dem Ehrengast Kanada sollte der kanadische Streetart-Künstler Alexander Lazich, bekannt als Bacon, in der U-Bahn-Station Messe ein Wandgemälde anfertigen, das dann alle Messebesucher begrüßt.

    Kunstwerk von Streetart-Künstler Alexander Lazich

    Der Entwurf, den Bacon für Frankfurt erstellt hat, steht unter dem Motto der Stadt Toronto "Diversity our Strength" und dem Europa-Motto "In Vielfalt vereint". Zu sehen sind zwei Wappentiere - der Adler steht für Frankfurt, der Waschbär für Toronto. Entstanden ist das Wandgemälde in rund zehn Nächten immer zwischen 23.30 und 3 Uhr.

    Der Waschbär ist - ganz nebenbei bemerkt - auch ein Vorbild in Corona-Zeiten. Wäscht sich immer die Pfoten und trägt stets Maske. Das könnte an seinem Namen liegen. Waschbär = engl. racoon - wenn man die Buchstaben nur lange genug schüttelt ... huch, Corona.

  • Top-Thema

    Petković: "Ein Buch über meinen Ehrgeiz"

    "Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht" heißt der Debütroman der Tennisspielerin Andrea Petković. Sie erzählt darin Geschichten aus ihrer Kindheit und Jugend in Darmstadt - als Flüchtlingskind aus dem ehemaligen Jugoslawien, von Begegnungen auf und neben dem Tennisplatz, von weiblichen Körpern im Leistungssport – und von ihrer großen Liebe zur Literatur und zur Musik. "Das ganze Buch ist eine Erklärung dafür, woher eigentlich mein Ehrgeiz kommt", sagte die 32-Jährige am Donnerstag auf der ARD-Buchmessenbühne.

    Im Gespräch mit Bärbel Schäfer plauderte sie auch aus dem Nähkästchen: "Wenn man beim Tennis nicht weiter wusste, konnte man rennen, schwitzen, brüllen. Beim Schreiben ist das natürlich anders", stellte Petković fest. Man habe viel mehr Zeit und ja sogar die Möglichkeit, einen Absatz einfach nochmal neu zu schreiben. "Ich habe mich ganz klischeehaft vier Wochen lang in eine kleine Hütte zurückgezogen, um mich nur dem Buch zu widmen." Sie habe sogar eine Flasche Whiskey dabei gehabt, der aber grauenhaft geschmeckt habe.

    Die frühere Top-Ten-Spielerin will auch in Zukunft Bücher schreiben. "Mein Traum wäre es, irgendwann auch komplette Fiktion zu schreiben und nicht nur angedeutete Fiktion, aber dafür bin ich bei weitem noch nicht gut genug, dafür brauche ich noch einige Schritte." Petkovic arbeitet auch als Moderatorin für das ZDF und schrieb bereits für das "SZ-Magazin" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

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  • Top-Thema

    Autor Sherwan: "Ich weiß, dass ich als Ungläubiger nicht alleine bin"

    Vor sechs Jahren ist Amed Sherwan als unbegleiteter Minderjähriger nach Deutschland geflohen. Jetzt hat der inzwischen 21-Jährige ein Buch über seine Geschichte herausgebracht: "Kafir. Allah sei Dank bin ich Atheist". Sherwan kam damals aus dem Irak, weil er sich dort öffentlich als Atheist geoutet hatte. Zunächst verbrannte er heimlich seinen Koran, später veröffentlichte er unter seinem Klarnamen auf Facebook islamkritische Beiträge. Als sein Vater durch Nachbarn und Freunden davon erfuhr, zeigte er seinen eigenen Sohn bei der Polizei an. Da war Sherwan 15 Jahre alt.

    Sherwan wurde daraufhin festgenommen und verbrachte eine Nacht auf der Polizeiwache. Dort wurde er gefoltert. Sein Fall erregte damals im Irak viel mediale Aufmerksamkeit. "Ich wurde als Verbrecher behandelt. Ich habe Morddrohungen bekommen, viele Hassnachrichten." Deswegen kam Sherwan damals nach Deutschland. Er teilt jetzt seine Geschichte, weil es vielen anderen auch so gehe wie ihm. "Ich weiß, dass ich als Kafir (übersetzt "Ungläubiger") nicht alleine bin." Aber viele würden sich nicht trauen ihre Geschichte zu erzählen.

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  • Top-Thema

    Anne-Sophie Monrad: "Ich hatte keine Lebensfreude mehr"

    Anne-Sophie-Monrad

    Zehn Jahre lang war Anne-Sophie Monrad auf den Laufstegen der Welt zu Hause und lief für Givenchy, Gaultier, Karl Lagerfeld. Bis sie im Herbst 2018 mit einem Instagram-Post und einem FAZ-Artikel gegen die unmenschlichen Zustände hinter den Kulissen des Model-Business protestierte und ihrem Leben eine neue Richtung gab. "Früher war ich bekannt für meinen grimmigen Look", sagte Topmodel Monrad am Donnerstag im Gespräch mit Claudia Schick auf der ARD-Buchmessenbühne. Heute lächele sie gerne.

    In ihrem Buch "Fashion Victim - Licht und Schatten des Modelbusiness" hat sie aufgeschrieben, was der "Traumberuf" mit sich bringt: Magerwahn, finanzielle Ausbeutung, Konkurrenzdruck und sexuelle Belästigung. "Ich hatte keine Lebensfreude mehr mit meinem Gewicht", so Monrad. Sie sei mit ihren 1,80 cm Größe sehr untergewichtig gewesen, aber das sei das Schönheitsideal in der Branche.

    Die Menstruation sei ausgeblieben, die Lebensweise mit viel Druck und wenig Essen sei sehr ungesund gewesen. "Ich habe verlernt zu essen", so Monrad. Vor zwei Jahren sei ihr bewusst geworden: "Das halte ich jetzt nicht mehr aus." Sie machte eine Fortbildung zur Ernährungsberaterin - und entschloss sich, ein Buch zu schreiben.

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  • Top-Thema

    Buchmesse mit Resonanz auf Online-Angebot zufrieden

    Die Frankfurter Buchmesse hat ihre Verlegung ins Internet nach dem ersten Messetag positiv bewertet. Die Branche habe das digitale Angebot insgesamt "sehr gut angenommen", sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Verlage und Aussteller hätten mehr als 6.700 Themenkacheln mit Neuerscheinungen online gestellt. Die Teilnehmerzahlen der im Internet ausgerichteten Fachkonferenzen lagen den Angaben zufolge teilweise weit über denen, die in der Vergangenheit bei vergleichbaren Tagungen vor Ort erreicht wurden.

    Festhalle in Frankfurt

    Das Programm für die Fachbesucher war von Anfang an nur in Form digitaler Konferenzen geplant. Die Hallenausstellung - der Kern der Messe seit sieben Jahrzehnten - und die Publikumstage waren Anfang September abgesagt worden.

  • Einige Tipps für den Buchmesse-Donnerstag

    Tennisspielerin Andrea Petković, Model Anne-Sophie Monrad, Komiker Max Giermann, der nun auch zeichnet - das sind nur einige der Gäste, die man heute in Frankfurt - oder vom Sofa aus - erleben kann. Hier eine kleine Auswahl für den Besuch der (digitalen) Buchmesse.