Die Frankfurter Buchmesse findet unter ganz besonderen Voraussetzungen statt. Alles, was rund um die Messe passiert, erfahren Sie in unserem Ticker.

  • Hartwig: Lesefest öffnet wichtige Debattenräume

    Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) bedauert die Absage der physischen Buchmesse. "Umso erfreulicher ist es, dass die Begleitprogramme der Messe und der Stadt – insbesondere das städtische Lesefest 'Open Books' - stattfinden werden." Auf diese Weise würden Debattenräume geöffnet und gesellschaftliche Themen auf die Tagesordnung gesetzt. "Mit der Buchmesse, deren weltweite Strahlkraft in der Verteidigung von Presse- und Meinungsfreiheit besteht, bekräftigen wir in Frankfurt in einer stolzen Tradition die Demokratie." Die Stadt werde weiterhin alles dafür tun, dass eine Messe, die den Geist der Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit seit jeher in sich trage, auch in den kommenden Jahren der führende Treffpunkt des freien Wortes in der ganzen Welt bleibe, fügte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hinzu.

  • Top-Thema

    Frankfurter Buchmesse findet nur digital statt

    Die Frankfurter Buchmesse (14. bis 18. Oktober) wird nun doch ausschließlich als digitale Messe durchgeführt. Lange hatten die Organisatoren an einem Hybrid-Konzept festgehalten, das den Messebetrieb und digitale Angebote verbinden sollte. Breitere Gänge, größere Stände - das alles gehörte zu den Plänen, um Bücherfans ein Vor-Ort-Erlebnis zu ermöglichen. In den Hallen wird das nun nicht möglich sein. Dennoch wird es ein umfangreiches Liveprogramm geben.

    Das Programm auf der ARD-Buchmessenbühne in der Festhalle wird per Livestream übertragen. Hinzu kommen rund 80 Veranstaltungen im Rahmen des Bookfest in der Innenstadt und einem illustren Line-up beim digitalen Bookfest.

    Die klassische Hallenausstellung der Frankfurter Buchmesse wird in diesem Jahr pandemiebedingt ausgesetzt. "Aufgrund der aktuell geltenden Reisebeschränkungen können zahlreiche Länderstände nicht wie geplant umgesetzt werden. Auch macht die ab 1. Oktober 2020 in Kraft tretende Quarantäneverordnung die Teilnahme von europäischen Aussteller*innen und Fachbesucher*innen nahezu unmöglich", teilte die Buchmesse am Dienstag mit.

  • Cartoonist Uli Stein gestorben

    Cartoonist und Fotograf Uli Stein ist tot. Im Alter von 73 Jahren ist er in der vergangenen Nacht von Freitag auf Samstag in seinem Haus bei Hannover gestorben. Das teilte seine Stiftung "Tiere in Not" am Freitag mit. Stein litt den Angaben zufolge unter der Parkinson-Krankheit, sein Tod sei für sein Umfeld dennoch überraschend gekommen.

    Cartoonist Uli Stein

    Stein veröffentlichte ab Anfang der 80er Jahre seine ersten Zeichnungen, die ihn rasch vor allem durch einen frechen Humor bekannt machten. Die von Stein gezeichneten Mäuse, Katzen, Hunde und Pinguine sind nach Angaben der von ihm gegründeten Stiftung auf fast 200 Millionen Postkarten und in über 13 Millionen Büchern verewigt.

    Auf der Frankfurter Buchmesse war Stein regelmäßiger Gast und stürzte sich auch an den wuseligen Publikumstagen in mehrstündigen Signiermarathons für seine Fans ins Getümmel.

    Heißluftballon mit Uli-Stein-Maus vor blauem Himmel
  • Rap zu den Buchpreis-Nominierten

    Wer steht alles auf der 20-köpfigen Liste für den Deutschen Buchpreis? Die Namen und Titel kann man in eine Liste packen, das sieht dann ungefähr so aus. Man kann aber auch einen Beat drunterlegen und mit "Wir gratulieren den Nomi - no - no - nominierten" eine ganz eigene Version der Longlist kreieren. Das haben die Bookrappers gemacht. Warnung: Es bohrt sich in den Gehörgang und bleibt da auch ein Weilchen.

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  • Preis für grotesken Humor für Felicitas Hoppe

    Felicitas Hoppe räumt in diesem Jahr ab. Ende Juli wurde bereits bekannt, dass die Autorin in diesem Jahr den "Großen Preis des Deutschen Literaturfonds" (ehemals Kranichsteiner Literaturpreis) erhalten wird.

    Seit Donnerstag steht fest: Auch der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2021, dotiert mit 10.000 Euro, wandert in die Hände der Schriftstellerin. Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) gab die bereits Anfang März getroffene Wahl der Jury bekannt.

    Grotesker Humor sei in Hoppes Werken zentral, betonte die Jury in ihrer Entscheidung: "Das Grotesk-Komische und mit ihm Verfremdung und Verrätselung bescheren dem Lesepublikum eine entschleierte und erfrischte Wahrnehmung, ein waches Staunen bei der Erkundung von Fiktionen und Wahrheiten." Hoppes grotesker Humor eröffne auf ausgesprochen zugewandte Weise einen neuen Zugang zur Lebenskunst, erklärte die Jury.

    Die Preisverleihung soll am 27. Februar 2021 im Kasseler Rathaus stattfinden.

  • Ticketverkauf mit Neuerungen gestartet

    Die Frankfurter Buchmesse wird in diesem Jahr als Special-Edition stattfinden - das zeigt sich auch im Ticketverkauf, der am Mittwoch gestartet ist. Die Besucherinnen und Besucher können sich auf einige Neuerungen einstellen. So dürfen Privatbesucher in diesem Jahr auch an den Fachbesuchertagen von Mittwoch bis Freitag auf das Gelände - allerdings erst ab 15 Uhr. Die Tickets dafür werden als "Special-Edition-Tickets" zum Preis von 12 Euro verkauft. Neu ist auch, dass alle Tickets die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel des RMV beinhalten.

    Der Ticketverkauf läuft nach diesen Regeln:

    • Das Ticketkontingent ist begrenzt.
    • Tickets sind nur im Online-Vorverkauf verfügbar. Es gibt keine physischen Verkaufsstellen.
    • Die Eintrittskarten sind personalisiert und nicht übertragbar.
    • Es gibt in diesem Jahr ausschließlich Tagestickets.
    • Im Ticketshop wird ein Formular zur Kontaktnachverfolgung mit einer verpflichtenden Selbsterklärung zu COVID-19 zur Verfügung gestellt. Das Formular muss ausgefüllt und beim Zutritt zum Messegelände vorgelegt werden.

    Und das kosten die Eintrittskarten: Privatbesucherkarte für Samstag oder Sonntag: 22 Euro, ermäßigt (Schüler, Studenten, Rentner etc.): 9 Euro. Die Special-Edition-Tickets, gültig an den Fachbesuchertagen ab 15 Uhr kosten 12 Euro. Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt. Es muss aber auch eine Eintrittskarte im Shop bestellt werden.

  • Top-Thema

    Leipziger Buchmesse 2021 auf Ende Mai verlegt

    Die Leipziger Buchmesse soll im kommenden Jahr wegen der Corona-Pandemie rund zwei Monate später stattfinden als üblich. Buchmesse-Beirat und Messe verständigten sich auf den Zeitraum 27. bis 30. Mai 2021, wie die Leipziger Messe am Mittwoch auf Twitter mitteilte.

    Die Leipziger Buchmesse 2021 findet vom 27. bis 30. Mai 2021 auf dem Leipziger Messegelände statt. Wir freuen uns! 💛☀️ #lbm21 #buchmesse #leipzig

    [zum Tweet mit Bild]

    Gewöhnlich wird das große Frühjahrstreffen der Buchbranche im März ausgerichtet. In diesem Jahr war die Leipziger Buchmesse wegen der Pandemie ausgefallen. "Eine Leipziger Buchmesse im Mai gewährt uns mehr Flexibilität bei der Durchführung der Veranstaltung", sagte Buchmesse-Direktor Oliver Zille. Durch die zusätzliche Nutzung des Außengeländes entstünden weitere Möglichkeiten für das begleitende Lesefest "Leipzig liest" und die traditionell auf der Buchmesse beheimatete Comic-Ausstellung Manga-Comic-Con.

    2022 soll die Buchmesse demnach wieder im März stattfinden. Um die Folgen der Corona-Krise für die Branche abzumildern, stellt Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) der Messe eine Million Euro bereit. Das Geld soll unter anderem den Ausstellern und digitalen Projekten zugutekommen.

  • Top-Thema

    Cartoonpreis wird verschoben

    Üblicherweise wird der Deutsche Cartoonpreis jedes Jahr auf der Buchmesse verliehen. Doch nicht im Corona-Jahr. 2020 wird der Preis erst zur Ausstellungseröffnung von "Beste Bilder 11" am 20. November in der Caricatura in Kassel überreicht, wie die Veranstalter auf ihrer Homepage verkünden.

    Gemeinsam mit der Buchmesse habe der Lappan Verlag über mehrere Corona-konforme Alternativkonzepte einer Preisverleihung beraten, erklärte eine Verlagssprecherin. "Letztendlich haben wir uns für eine Lösung entschieden, die dem feierlichen Charakter der Veranstaltung sicher am nächsten kommt, und bei der wir die diesjährigen Preisträger*innen in einem persönlichen Rahmen vor Publikum am besten würdigen können."

    Schon vor der Zeremomie werde bekannt sein, wer es auf das Treppchen schaffe, sagte die Sprecherin. Die Preisträger und Preisträgerinnen würden bereits im dazu gehörigen Buch "Beste Bilder 11", das zuvor am 29. Oktober erscheint, verraten werden. Für die sonst übliche Cartoon-Ausstellung auf der Agora, die erste Einblicke in das bis dahin noch nicht erschienene Buch gewährte, planen die Veranstalter eine digitale Alternative zur Buchmesse.

    Zur Einstimmung ein kleiner Rückblick auf die Top-20-Cartoons des Vorjahres:

  • Wissenswertes für den Buchmesse-Besuch

    Die Frankfurter Buchmesse wird deutschlandweit eine der ersten Messeveranstaltungen sein, die unter Corona-Bedingungen wieder stattfinden wird - allerdings als Corona "Special Edition" und auf Grundlage eines umfassenden Hygienekonzepts. Doch: Wie funktioniert eine Messe mit Besucherströmen in Corona-Zeiten? Die wichtigsten Fakten - soweit sie bereits bekannt sind - für Ihren Buchmesse-Besuch erfahren Sie in unserem Artikel.

  • Promis verraten im Netz ihre Lieblingsbücher

    Sie wollten immer schon wissen, welche Bücher bei Prominenten wie Otto Waalkes, dem Fußballtorwart Timo Hildebrand oder der Schauspielerin Meret Becker auf dem Nachttisch liegen? Das ist nun möglich: Denn auf der Webseite www.aufeinbuchmit.de verraten bekannte Personen aus Kultur, Kirche, Politik, Sport, Entertainment und Gesellschaft ihre Lieblingsbücher.

    Romane, Science-Fiction, politische oder wissenschaftliche Sachbücher genauso wie Kochbücher und Klassiker stehen auf den Leselisten. Inspiriert ist die Aktion "Auf ein Buch mit ...", von der Initiative "Jetzt ein Buch!" der deutschen Buchbranche, von den jährlichen Leselisten des früheren US-Präsidenten Barack Obama. Unter der Rubrik "Mein Lieblingskinderbuch" empfehlen Promis auch ihre Lieblinge aus Kindertagen - oder die Lieblingswerke ihrer Kinder.

  • Top-Thema

    Buchmesse soll weiterhin stattfinden

    Die Stadt Frankfurt hält weiterhin an der Buchmesse fest. "Bei der Buchmesse fahren wir auf Sicht", sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Freitag. Aktuell sei geplant, die Messe unter den vereinbarten Corona-Maßnahmen stattfinden zu lassen. Eventuell müssten die Vorgaben aber noch einmal verschärft werden. Details nannte Feldmann nicht. Zuvor hatte das Land das Verbot von Großveranstaltungen in Absprache mit dem Bund bis Jahresende verlängert.

    Die Buchmesse soll vom 14. bis 18. Oktober stattfinden. Die Veranstalter haben in Absprache mit dem Frankfurter Gesundheitsamt ein Hygienekonzept erarbeitet. So finden etwa viele Veranstaltungen in diesem Jahr digital statt, um große Besucherströme auf dem Messegelände zu vermeiden.

  • Top-Thema

    Bloß rund 750 Aussteller kommen zur Messe

    Dass die Buchmesse 2020 eine Messe unter Pandemie-Bedingungen ist, zeigt sich wohl am deutlichsten an der geringen Zahl der Aussteller, die sich für das diesjährige Messegeschehen in den Frankfurter Messehallen angemeldet haben. Lediglich rund 750 Verlage und andere Branchenunternehmen hätten sich für eine physische Präsenz auf der Buchmesse in der "Corona Edition" entschieden, schreibt das Börsenblatt.

    Das seien bloß etwa zehn Prozent der Aussteller, die 2019 mit einem Stand auf der Messe waren. Bis Mitte August hatten Interessierte noch die Möglichkeit, sich als Aussteller auf der Buchmesse zu registrieren oder aber ihren zuvor angemeldeten Stand zu stornieren. Ursprünglich habe Buchmessedirektor Juergen Boos trotz der Corona-Umstände gehofft, 20 bis 30 Prozent der Vorjahresaussteller für die Präsenz-Messe gewinnen zu können, wie das Börsenblatt mitteilt.

    Während große Verlagskonzerne wie Ullstein, Piper, Carlsen, Holtzbrinck und Random House gar nicht erst zur Messe kommen, haben sich einige hessische Verlage entschieden, zusammen auf der Messe aufzutreten: Bramann, Büchner, Vittorio Klostermann und das Verlagshaus Römerweg bilden in diesem Jahr einen hessischen Gemeinschaftsstand.

  • Top-Thema

    Longlist für den Deutschen Buchpreis steht fest

    Es ist die wohl wichtigste Auszeichnung für deutschsprachige Literatur: der Deutsche Buchpreis vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Jedes Jahr vergibt eine jährlich wechselnde Jury aus Literaturexperten in einem mehrstufigen Auswahlprozess den begehrten Preis für die Romane, die seit Oktober 2019 erschienen sind oder noch bis September 2020 erscheinen.

    Bloß 20 Romane schaffen die erste Etappe - und werden für die Longlist nominiert. In diesem Jahr prominent vertreten: Biographisches Erzählen, historische Themen, alles in allem überwiegend "realistisch angelegte Romane", wie die Jury bei der Bekanntgabe der 20 Nominierten mitteilte. Welche Autoren und Autorinnen es mit welchen Titeln unter die Top 20 geschafft haben, lesen Sie hier. Am 15. September wird die Shortlist mit den letzten sechs Romanen im Rennen um den Buchpreis bekannt gegeben.

  • Open Books und Literatur im Römer werden geplant

    Das Literaturfest Open Books und Literatur im Römer sollen auch 2020 über die Bühne geht. "Sofern die Dinge sich so entwickeln wie aktuell, findet das Lesefest auch in diesem Jahr mit Publikum live vor Ort statt." Um möglichst vielen Interessierten den Besuch der Veranstaltungen zu ermöglichen, werden zusätzlich neue und größere Räume bespielt, teilte das Kulturamt der Stadt Frankfurt mit. Darüber hinaus sollen ausgewählte Veranstaltungen gestreamt werden. Das Programm wird voraussichtlich im September veröffentlicht.

  • Top-Thema

    ARD-Buchmessenbühne in der Festhalle

    An der ARD Bühne auf der Frankfurter Buchmesse steppt in normalen Buchmesse-Jahren der Bär. Zuschauer drängen sich dicht zusammen, um Autoren und Prominente zu erleben. Das ist 2020 undenkbar.

    Damit das Publikum dennoch in den Genuss spannender Gesprächsrunden kommt, gibt es nur eine Lösung: viel Platz. Den gibt es in der Festhalle und deshalb zieht die ARD Buchmessebühne dorthin um. Das Bühnenprogramm wird zu einem großen Teil von der ARD geplant und präsentiert, mit im Boot sind weitere Medienpartner, wie 3sat und arte. Das Programm wird per Livestream übertragen. Die Bühne in der Festhalle wird auch für Abendveranstaltungen genutzt. Ein Höhepunkt wird die ARD Buchmessennacht am Freitag, den 16. Oktober 2020, sein.

    "Lochmanns" auf der ARD Bühne der Frankfurter Buchmesse
  • Top-Thema

    Preis des Deutschen Literaturfonds für Felicitas Hoppe

    Großer Preis des Deutschen Literaturfonds? Huch, was ist das denn für eine Auszeichnung? Dahinter verbirgt sich der ehemalige Kranichsteiner Literaturpreis. Der war bislang mit 30.000 Euro auch schon ziemlich gut dotiert, doch der Preis des Deutschen Literaturfonds legt noch einen drauf. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung wird in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen und zwar an die Schriftstellerin Felicitas Hoppe.

    Und so begründet die Jury ihre Entscheidung: "Felicitas Hoppe stellt Fragen an Sein und Wirklichkeit und lässt uns über den Horizont unserer alltäglichen Wahrnehmung hinausblicken." Weitgereist teile die Büchner-Preisträgerin ihren neugierigen Blick, aufgeschlossen begegne sie der Welt und der Literatur. Ihrer Leserschaft wie auch ihren Zuhörerinnen und Zuhörern gebe sie immer wieder neue Schlüssel zum Verständnis in die Hand, wenn sie so klug wie amüsant über ihre eigenen wie die Werke anderer Auskunft gebe.

    Felicitas Hoppe

    Der Deutsche Literaturfonds hat seinen Sitz in Darmstadt. Die Preisverleihung findet jedoch in Berlin statt und zwar am 7. Oktober.

  • Hermann Kesten-Preis für Günter Wallraff

    Für sein Eintreten für die Meinungsfreiheit erhält der Autor Günter Wallraff den mit 10.000 Euro dotierten Hermann Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums. "Mit Günter Wallraff ehren wir einen der engagiertesten deutschen Autoren der letzten Jahrzehnte", sagte der Vizepräsident der Schriftstellervereinigung, Ralf Nestmeyer, zur Begründung. Mit bewundernswertem Mut und großem persönlichen Einsatz habe er sich immer wieder für die Meinungsfreiheit sowie für politisch verfolgte Autorinnen und Autoren wie beispielsweise Salman Rushdie oder Julian Assange eingesetzt. Der Preis soll am 19. November in Darmstadt verliehen werden. Die Laudatio soll der Grünen-Politiker Cem Özdemir halten.

    Günter Wallraff
  • Buchmesse-Chef Boos sieht Messe als Zeichen der Hoffnung

    Großveranstaltungen sind abgesagt. Auch das Oktoberfest in München findet nicht statt. Einzig die Buchmesse hält, dem berühmten gallischen Dorf nicht unähnlich, dagegen. Buchmesse-Direktor Juergen Boos berichtet im Kulturcafé von hr2-kultur wie die Buchmesse 2020 aussehen wird.

    Audiobeitrag

    Audio

    Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Buchmesse soll ein Zeichen der Hoffnung sein"

    Juergen Boos
    Ende des Audiobeitrags
  • Bookfest digital und vor Ort

    Das Bookfest findet in diesem Jahr am Messesamstag, 17. Oktober, statt. Geplant ist ein 16-stündiges, digitales Live-Programm mit internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf verschiedenen Bühnen. Frühmorgens soll es mit Beiträgen vornehmlich für den asiatischen Raum losgehen, es folgen die europäischen Events, bis in Amerika das Programm am späten Abend komplettiert wird. Der Plan: Kulturinteressierte auf der ganzen Welt miteinander zu verbinden.

  • Top-Thema

    Buchmesse wird im Corona-Jahr zur "Special Edition"

    Eigentlich sollten vom 14. bis 18. Oktober Tausende Menschen auf das Frankfurter Messegelände strömen, doch nicht in diesem Jahr: Die Corona-Pandemie zwingt die Frankfurter Buchmesse dazu, ihre Schaubühne ins Internet zu verlegen. Dort allerdings kann die Messe kostenlos besucht werden. Ein Großteil der Bücherschau wird sich also auf der Webseite der Buchmesse abspielen.

    Die zwei Besuchertage am Wochenende wird es dennoch geben - also so richtig, vor Ort. Und von Mittwoch bis Freitag darf das Fachpublikum in die Hallen - fast so wie in jedem Jahr.

  • Top-Thema

    Bund fördert Buchmesse mit vier Millionen Euro

    Der Bund unterstützt die Frankfurter Buchmesse mit vier Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm Neustart Kultur. Damit solle möglichst vielen Ausstellern aus dem In- und Ausland die Teilnahme in Zeiten der Corona-Pandemie ermöglicht werden, erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). "Gerade die kleinen und mittleren Verlage, die so viel zur unvergleichlichen literarischen Vielfalt in Deutschland beitragen, werden von unseren Fördergeldern profitieren. Und indem wir die Digitalisierung der Messe fördern, kann der weltweite Rechtehandel trotz Corona auch virtuell stattfinden", betonte Grütters.

    Die Frankfurter Buchmesse werde die Fördermittel dazu nutzen, in diesem Jahr die Standgebühren für kleine und mittlere Aussteller um bis zu 50 Prozent zu reduzieren. Dies betreffe Stände in einer Größe von bis zu 48 Quadratmeter, teilte die Buchmesse mit. "Darüber hinaus werden die Mittel eingesetzt für umfassende digitale Präsentations- und Beteiligungsmöglichkeiten für Aussteller."

  • Top-Thema

    Kanada verschiebt Ehrengast-Auftritt um ein Jahr

    Der Auftritt Kanadas als Ehrengastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse wird "physisch" auf 2021 verschoben. Lediglich an den digitalen Veranstaltungen der Buchmesse 2020 werde Kanada vertreten sein. Der große Auftritt jedoch, mit vielen Autoren vor Ort in Frankfurt und dem großen Ehrengastpavillon wird um ein Jahr verschoben.

    Das betrifft auch die Gastländer, die für die kommenden Jahre vorgesehen sind. Spanien, Slowenien und Italien, sie alle verschieben ihre Ehrengast-Präsenz jeweils um ein Jahr.

  • Top-Thema

    Amartya Sen erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

    Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht in diesem Jahr an den indischen Ökonomen und Philosophen Amartya Sen. Damit werden seine Forschungen zu sozialer Ungleichheit gewürdigt. Die Friedenspreis-Verleihung werde "unter den dann geltenden Gesundheitsbestimmungen" stattfinden und auch live im Fernsehen übertragen, teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit. Traditionell wird der Preis am Sonntag zum Abschluss der Buchmesse verliehen, das ist in diesem Jahr der 18. Oktober.

  • Rekord bei Deutschem Buchpreis

     Katharina Borchardt, Hanna Engelmeier, David Hugendick, Chris Möller, Maria-Christina Piwowarski, Felix Stephan, Denise Zumbrunnen

    Die Jury für den Deutschen Buchpreis 2020 hat gut zu tun. 120 Verlage haben 187 Romane eingereicht - das ist ein neuer Rekord. Es sind 13 Titel und zehn Verlage mehr als in den vorherigen Rekordjahren. Jeder Verlag konnte maximal zwei Titel einreichen, die zwischen Oktober 2019 und September 2020 erschienen sind oder noch erscheinen. Außerdem darf jeder Verlag noch bis zu fünf weitere Titel für eine Empfehlungsliste vorschlagen. Auf dieser Liste sind in diesem Jahr 96 Bücher gelandet. Die Buchpreis-Jury darf von dieser Liste auch noch Titel anfordern. Jetzt liest die Jury erst einmal und am 18. August stellt sie die Longlist vor, die dann noch 20 Titel umfasst. Am 15. September wird die Shortlist mit dann nur noch sechs Titeln verkündet.