Die Frankfurter Buchmesse wird im Corona-Jahr 2020 unter ganz besonderen Voraussetzungen stattfinden. Alles, was im Vorfeld der Messe passiert, erfahren Sie in unserem Ticker.

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    Buchmesse sendet "Signals of hope"

    Das Jahr 2020 ist mit der Corona-Pandemie ein Krisenjahr, wie es im Buche steht. Die Zeichen stehen auf Veränderung und "nur wenig ist noch so, wie es im Februar war", sagte Katja Böhne, Marketing-Chefin der Frankfurter Buchmesse bei einer digitalen Pressekonferenz am Montag. Die Buchmesse sei normalerweise der Ort, an dem Veränderungen diskutiert und Lösungsansätze gefunden werden. "Aber ausgerechnet in diesem Jahr der großen Veränderungen dürfen wir unsere Hallen nicht aufmachen."

    Doch aus Krisen können auch neue Dinge erwachsen und darum sendet die Buchmesse "Signale der Hoffnung - Signals of Hope". Die finden zum einen im fünftägigen "Hope-Salon" statt, in dem digitales Programm zu Themen wie Menschenrechte, Klima, Liebe und Freundschaft geboten wird. Außerdem können alle eigene Hoffnungssignale senden. Beim interaktiven Hoffnungssignale-Generator werden die Botschaften im maritimen Flaggenalphabet versendet. Der Hope-Salon, dessen detailliertes Programm in den kommenden Tagen veröffentlich wird, wird an jedem Messeabend mit den Hope Beats, einem DJ-Set, abgerundet. Denn auch in Corona-Zeiten lässt die Buchmesse sich - zumindest ein bisschen - Party am Abend nicht nehmen.

  • "Menschen zusammenbringen und das Buch feiern"

    Wie sieht die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr in der "Special Edition" aus? Die Buchmesse hat in einer Pressekonferenz am Montag Details verraten. Das große Ziel - auch ohne Hallenausstellung: "Wir wollen Menschen zusammenbringen und das Buch feiern", erklärte Buchmesse-Chef Juergen Boos. Um das zu erreichen, geht die Buchmesse neue Wege und erprobt neue Formate.

    Aktuell seien 2.800 digitale Aussteller aus 89 Ländern registriert, die auf buchmesse.de ihre Neuerscheinungen und Programme vorstellen. Auch Ehrengast Kanada, der seinen physischen Auftritt auf das kommende Jahr verschoben hat, wird mit 25 virtuellen Events am Start sein. Das Programm wird Ende der Woche bekannt gegeben.

    Herzstück der Messe vor Ort wird die ARD-Buchmessenbühne mit über 60 Veranstaltungen in der Frankfurter Festhalle sein. Dort ist auch Publikum zugelassen. Hinzu kommt das Bookfest, das in diesem Jahr aus zwei Teilen besteht. Zum einen aus dem Bookfest City mit 77 Veranstaltungen an fünf Tagen und 35 Orten in der Innenstadt. Am Buchmesse-Samstag, 17. Oktober, feiert das Bookfest Digital seine Premiere. Auf zwei Kanälen wird es insgesamt 28 Stunden Programm geben mit Live-Gästen im Studio und digitalen Gästen aus der ganzen Welt. Das Programm wird gerade festgezurrt - Details gibt es dann natürlich bei uns im Ticker.

    Noch mehr Buchparty gibt es beim städtischen Programm "Open Books" mit rund 100 Lesungen.

  • Ein Hauch von Kanada weht durch Frankfurter Museen

    Hätte Kanada in diesem Jahr - wie geplant - seinen Ehrengast-Auftritt bei der Frankfurter Buchmesse gehabt, dann wäre es in zahlreichen Frankfurter Museen über Wochen sehr kanadisch zugegangen. Nachdem Kanada seinen physischen Auftritt abgesagt hat, haben einige Museen ihre Ausstellungen verschoben, andere so lange an den Planungen geschraubt, bis sie ein Alternativprogramm anbieten konnten. Durch vier Frankfurter Ausstellungshäuser weht - trotz Ehrengastabsage - nun also doch ein Hauch von Kanada.

  • Kartenverkauf für ARD-Buchmessennacht gestartet

    Autorinnen und Autoren erleben - wenn auch nicht ganz so hautnah wie normalerweise - das geht bei der ARD-Buchmessennacht am Freitag, 16. Oktober, 20 Uhr. Die Frankfurter Festhalle ist so groß, dass dort Platz für 450 Gäste ist und die dürfen sich auf einen dreistündigen Abend mit spannenden Gesprächen freuen. Mit dabei sind Elke Heidenreich und Susanne Fröhlich, Max Czollek, Klaus Brinkbäumer, Alexa Hennig von Lange und Bas Kast, Ahmad Mansour, Richard David Precht und Stefanie Sargnagel.

    Per Schalte kommen dann noch Jan Böhmermann, Friedenspreisträger David Grossman und die Buchpreisträgerin oder der Buchpreisträger 2020 hinzu - wer das sein wird, erfahren wir erst bei der Preisverleihung am 12. Oktober. Außerdem liest Jan Weiler noch hinreißende Geschichten über junge Erwachsene und ihre "Ältern".

    ARD-Radionacht mit Alf Mentzer und Catherine Mundt

    Moderiert wird der Abend von Catherine Mundt und Alf Mentzer vom Hessischen Rundfunk. Tickets kosten 15 Euro und sind ab sofort erhältlich. Die ARD-Buchmessennacht wird als ARD-Radiokulturnacht der Bücher live in hr2-kultur und den anderen Kulturwellen der ARD übertragen sowie auf buchmesse.ard.de gestreamt.

  • Die Buchpreis-Finalisten im Literaturhaus

    Es ist schöne Tradition, dass die Finalistinnen und Finalisten im Rennen um den Deutschen Buchpreis Ende September im Literaturhaus zusammenkommen. In Gesprächen und Lesungen stellen sie sich dem Publikum vor. Im Corona-Jahr 2020 muss das ein bisschen anders laufen als sonst - das kennen wir mittlerweile.

    Und so läuft es diesmal. Die Livesendung aus dem Literaturhaus Frankfurt findet am 27. September ab 15 Uhr statt. Fünf der sechs Nominierten reisen an. Nur Christine Wunnicke wird nicht anwesend sein. Für die Livesendung kann man vorab Streaming-Tickets zum Preis von 5 Euro kaufen. Die Tickets sind 72 Stunden gültig und können bis 60 Minuten vor Beginn der Veranstaltung online gekauft werden.

    Alle Gespräche und Lesungen gibt es bei hr2-kultur auch ab dem 5. Oktober zu hören, jeweils um 9.04 Uhr und um 14.30 Uhr.

  • Preis für den besten Buchblog

    Sie heißen Literaturpalast, Papierstau oder Tollkühn - Ein Mittelerde Podcast und sie reden und schreiben über Bücher. Das machen sie so gut, dass einige von ihnen sich Hoffnung auf den Buchblog-Award 2020 #bubla20 machen können. Insgesamt 700 Buchbloggerinnen und -blogger hatten sich beworben. Viele sind auf Instagram unterwegs, andere schreiben Blogs, viele Podcaster sind dabei. Die digitale Welt der Bücherfreunde ist bunt und vielfältig.

    30 Finalisten in vier Kategorien sind jetzt noch im Rennen um den #bubla20. Gekürt werden "Bester Buchblog", "Bester Newcomer", "Bester Buchhandlungsblog" und "Bester Verlagsblog". Die Gewinner der beiden ersten Kategorien bestimmt eine Jury, über den besten Buchhandlungsblog und den besten Verlagsblog entscheidet das Onlinevoting. Die Preisverleihung findet als Teil des Digitalprogramms der Frankfurter Buchmesse am 18. Oktober 2020 um 18 Uhr statt.

    Mit dem Buchblog-Award zeichnen NetGalley Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels die besten deutschsprachigen Buchblogs aus, die Bücher im digitalen Raum sichtbar machen und Menschen für das Lesen begeistern. Der Buchblog-Award wird 2020 zum vierten Mal verliehen.

  • Trauer um Uwe Rosenfeld

    Uwe Rosenfeld ist tot. Der 64-Jährige hat über viele Jahre den S.Fischer Verlag mitgeprägt. "Er war ein sehr besonderer Mensch. Wir alle werden uns für immer an sein großzügiges Wesen, seine zugewandte Art erinnern", so Sabine Bischoff, die 2015 als Geschäftsführerin für Marketing und Vertrieb Rosenfelds Aufgaben bei den S. Fischer Verlagen übernahm.

    Uwe Rosenfeld habe den Verlag mit enormem Engagement, einer ungebrochenen Leidenschaft fürs Buch und großer Souveränität selbst durch schwieriges Fahrwasser gelotst, würdigte Ina Hartwig (SPD), Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, den Verstorbenen. "Uwe Rosenfeld stand auch immer für die Buch- und Literaturstadt Frankfurt, der er bis zu seinem viel zu frühen Tod verbunden war. Er wird sehr fehlen."

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    Open Books bietet rund 100 Lesungen

    Open Books, das Lesefest der Stadt Frankfurt zur Buchmesse, lässt sich auch von Corona nicht aufhalten. Wenn es nicht eng und kuschelig sein darf, dann müssen halt die Räume größer werden, damit dennoch möglichst viele Literaturfans in den Genuss von Lesungen und Diskussionen kommen können. Belletristik, Comic, Sachbuch, Kinderbücher - es ist für jeden was dabei.

    Der Eintritt ist frei - nur die Eröffnungsfeier kostet zehn Euro - , doch für alle Veranstaltungen sind personalisierte Tickets nötig, die vorab gebucht werden müssen. Pro Ticket fällt eine Servicegebühr in Höhe von 1,50 Euro an. Also, jetzt schon den 1. Oktober im Kalender anstreichen, denn ab dann sind die Tickets voraussichtlich erhältlich. Und wer kein Ticket bekommt, der kann viele der Veranstaltungen auch digital von daheim aus live mitverfolgen.

    Wie immer hochkarätig besetzt ist "Literatur im Römer", am Mittwoch und Donnerstag in den Römerhallen. Das Programm von Open Books Kids findet am Buchmesse-Wochenende, 17. und 18. Oktober, in der Deutschen Nationalbibliothek statt. Bei den Tickets für Open Book Kids entfällt die Servicegebühr.

    Logo von Open Books
  • Geistiges Eigentum soll besser geschützt werden

    Die Frankfurter Buchmesse und die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) wollen sich gemeinsam für den Schutz geistigen Eigentums in der Kreativbranche einsetzen. Wie die Buchmesse am Donnerstag mitteilte, vereinbarten beide jetzt eine Kooperation. Mit Veranstaltungen, Studien und Positionspapieren wollen sie demnach auf das Thema aufmerksam machen.

    Die Digitalisierung, neue Geschäftsfelder und Konzentrationsprozesse veränderten die Kreativbranche sehr stark, sagte Buchmesse-Direktor Juergen Boos. Es gelte, "das geistige Eigentum und die Kreativwirtschaft weltweit als wichtige Themen zu platzieren" und zu schützen. Bei der Buchmesse vom 14. bis 18. Oktober sollen zudem der jährliche Bericht zur Lage der Verlagsbranche sowie internationalen Trends und Entwicklungen vorgestellt werden.

  • Neuer Wiesbadener Literaturpreis für Maren Kames

    Die Autorin und Übersetzerin Maren Kames erhält den neu initiierten Literaturpreis der Stadt Wiesbaden. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Der "Literaturpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden" soll Arbeiten von Autoren würdigen, die intermedial gestaltet sind, Bezüge zu anderen Künsten, Medien oder Diskursen herstellen und durch komplexe Strukturen eine weitere Bedeutungsebene erzeugen.

    Maren Kames im Porträt

    Die 36-Jährige nutze in ihren Texten unterschiedliche Formate und setze Musik, Filmausschnitte, Radiofeatures oder Online-Elemente ein, betonte die Jury. "Ihre Werke übertreten die Grenzen zwischen literarischen Genres, medialen Formen und entfachen Feuer und Gegenfeuer auf unterschiedlichen Feldern der Kunst", hieß es. Der Preis wird am 3. November in Wiesbaden verliehen. Kames veröffentlichte bisher "Halb Taube, halb Pfau" sowie "Luna Luna".

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    Diese Gäste kommen auf die ARD-Buchmessenbühne

    Üblicherweise hetzen die Autoren und Autorinnen auf der Frankfurter Buchmesse mit ihren Neuerscheinungen von einer Bühne zur nächsten: Wer seinen Lieblingsautor oder seine Lieblingsautorin an einem Tag verpasst hat, kann sie oder ihn oftmals noch am nächsten Tag auf einer anderen Medienbühne in einer der Messehallen erleben. In diesem Jahr hingegen tummeln sich die begehrtesten Autoren und Autorinnen des Jahres während der Buchmessenwoche allesamt auf einer gemeinsamen Bühne - der ARD-Buchmessenbühne in der Frankfurter Festhalle. Sie wird von Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, zum physischen Herzstück der Messe.

    Literarisch, politisch und unterhaltsam: Sie können live vor Ort oder bequem im Livestream von zuhause aus Gästen wie Jan Böhmermann, dem Hongkong-Aktivisten Joshua Wong, Susanne Fröhlich, der Kult-Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke oder dem neuen Buchpreisgewinner 2020 zuhören. Einige der Gäste werden digital zugeschaltet, die meisten sind aber live in der Halle zu erleben. Auch die feministische Gesprächsreihe "Streiterinnen!" von ARD und Buchmesse geht in diesem Jahr in die nächste Runde. Alles Wissenswerte zur ARD-Buchmessenbühne lesen Sie hier.

    Welche Gäste wann auf die Bühne kommen, erfahren Sie in unserer Programmübersicht zu den einzelnen Messetagen - jeweils von 10 bis 14 Uhr und von 14 bis 18 Uhr:

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    Shortlist für den Deutschen Buchpreis steht fest

    Und so sieht sie aus, die Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2020: Geschafft haben es vier Autorinnen und zwei Autoren von B bis W. Bov Bjerg, "Serpentinen", Dorothee Elmiger "Aus der Zuckerfabrik", Thomas Hettche "Herzfaden", Deniz Ohde "Streulicht", Anne Weber "Annette, ein Heldinnenepos" und Christine Wunnicke "Die Dame mit der bemalten Hand". Warum sich die Jury für diese sechs Titel entschieden hat, erfahren Sie in unserem ausführlichen Artikel zur Shortlist.

    Zwei Details der Auswahl sind auffällig: Dicke Wälzer hatten in diesem Jahr bei der Jury keine guten Karten und die sechs Titel kommen aus sechs Verlagen - sonst durften sich große Verlage auch schon mal über drei heiße Eisen im Feuer freuen. Die vier Autorinnen und Autoren müssen sich nun bis zum 12. Oktober gedulden. Erst dann wird verraten, wer die Auszeichnung bekommt.

  • Atwood für Lebenswerk geehrt

    Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels hat Margaret Atwood schon, nun wird die kanadische Schriftstellerin auch noch mit dem Dayton Literatur-Friedenspreis für ihr Lebenswerk geehrt. Die 80-Jährige sei nicht nur eine erfolgreiche Autorin, sondern lehre ihre Leserinnen und Leser auch, auf soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz zu dringen, sagte die Gründerin und Vorsitzende der Dayton Literatur-Friedenspreis-Stiftung, Sharon Rab am Montag.

    Atwood zeige, was es bedeute, anders zu sein und könne gerade dadurch mehr Mitgefühl für Menschen wecken, die nicht genauso sind wie wir. Atwood ist besonders durch den Roman "Der Report der Magd" von 1985 bekannt geworden, den Volker Schlöndorff verfilmt hat. Darin beschreibt sie eine in den USA errichtete fundamentalistisch-christliche Diktatur, in der Frauen entrechtet sind und zum Kinderzeugen gezwungen sind.

    Margaret Atwood
  • Helena Adler findet Buchpreis-Nominierung "saugeil"

    Am Dienstag heißt es beim Deutschen Buchpreis wieder: "Aus 20 mach 6". Von den nominierten Autorinnen und Autoren der Longlist bleiben noch sechs übrig, die sich Hoffnung auf den Deutschen Buchpreis 2020 machen dürfen. Wer sind eigentlich die Nominierten? In 20 Kurzvideos stellt der Börsenverein alle vor. Darin verraten sie auch was der erste Gedanke war, als sie von der Nominierung erfahren haben. Helena Adler sagt dazu nur "saugeil".

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  • Börsenverein und Schriftsteller fordern Freiheitsrechte für Hongkong

    Einen Tag vor dem Welttag der Demokratie am 15. September hat der Börsenverein gemeinsam mit weiteren Vereinen und Verbänden aus der Autoren- und Publizistikbranche auf die prekäre Situation der Freiheitsrechte in Chinas Selbstverwaltungszone Hongkong aufmerksam gemacht. "Vor den Augen der Weltöffentlichkeit schränkt das totalitäre Regime Chinas in Hongkong fundamentale Menschen- und Freiheitsrechte vehement ein", heißt es in der schriftlichen Mitteilung des Börsenvereins, des Internationalen Literaturfestivals Berlin, des PEN-Zentrums Deutschland, der Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen und dem Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller.

    Durch das Ende Juni erlassene "Gesetz zur nationalen Sicherheit in Hongkong" sei die Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung, auf Publikations- und Versammlungsfreiheit inzwischen de facto in Hongkong unter Strafe gestellt. "Dutzende Menschen wurden auf der Grundlage des neuen Sicherheitsgesetzes bereits festgenommen, Redaktionsräume eines unabhängigen Medienhauses wurden durchsucht und Bücher aus Bibliotheken entfernt", lautet es im gemeinsamen Appell. Chinas Regierung müsse sich einem kritischen Dialog stellen. Zudem riefen sie Bund und die Europäische Union dazu auf, Konsequenzen für die Wirtschafts- und Außenpolitik mit China und anderen autokratischen Regierungen zu ziehen.

    Seit Juni 2019 gehen in Hongkong Tausende Menschen immer wieder gegen die chinesische Regierung auf die Straße. Auslöser der Proteste war eine umstrittene Gesetzesvorlage, die Auslieferungen an das chinesische Festland ermöglicht hätte. Einer der bekanntesten Anführer der Demokratiebewegung in Hongkong ist der Aktivist Joshua Wong. Er wird am Buchmesse-Samstag um 16 Uhr als Gast der ARD-Buchmessenbühne sprechen.

    Nathan Law
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    Buchmesse-Chef rechnet 2020 mit Millionenverlust

    Die Buchmesse wird nach der eingedampften Ausgabe dieses Jahres nie mehr dieselbe sein. "Die Messe wird sich dauerhaft verändern", sagte Buchmesse-Direktor Juergen Boos. Volle Messehallen, Gedränge in den Gängen, Besucherrekorde - "das werden wir so schnell nicht wieder erleben".

    In diesem Jahr wird die Messe wegen der Corona-Pandemie laut Boos einen Millionenverlust einfahren. Die Buchmesse hätte wegen der Corona-Pandemie ohnehin nur "in sehr reduziertem Maße" stattfinden können. Schon das hätte einen großen wirtschaftlichen Verlust bedeutet. In der vergangenen Woche wurde auch die Hallenausstellung abgesagt.

  • Solidarität der Friedenspreisträger mit Alexijewitsch

    Friedenspreisträger aus aller Welt unterstützen die belarussische Autorin Swetlana Alexijewitsch. In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung solidarisieren sie sich mit der Schriftstellerin. Zu den Unterzeichnern zählen Aleida und Jan Assmann, Carolin Emcke, David Grossman, Navid Kermani, Jaron Lanier, Wolf Lepenies, Liao Yiwu, Claudio Magris und Orhan Pamuk. Sie alle haben zuvor - wie auch Alexijewitsch - den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der diese Ehrung vergibt, unterstützt den Appell.

    Swetlana Alexijewitsch 2013

    "Sie hat nichts anderes getan als das, wofür sie mit dem Friedenspreis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels im Jahre 2013 ausgezeichnet worden ist: die Wahrheit auszusprechen und ihre Stimme all jenen zu leihen, die sich auflehnen gegen Erniedrigung", heißt es in der Erklärung. "Wir solidarisieren uns mit Swetlana Alexijewitsch und ihren Gefährt*innen vom Koordinationsrat und fordern die Einstellung der Einschüchterung, der Terrormaßnahmen gegen sie wie gegen die bisher so friedlich verlaufene Bewegung des belarussischen Volkes."

  • Hölderlinjahr wird um sechs Monate verlängert

    Ein Jahr, ist eigentlich ein Jahr - aber weil die Corona-Pandemie das Jubiläum zum 250. Geburtstags des Dichters Friedrich Hölderlin arg ramponiert hat, geht das Festjahr in die Verlängerung. Bis Juni 2021 sollen zahlreiche Veranstaltungen nachgeholt werden, teilte das Deutsche Literaturarchiv am Freitag in Marbach bei Ludwigsburg mit. Darauf haben sich die Hölderlin-Orte, zu denen auch Bad Homburg gehört, mit dem Literaturarchiv geeinigt.

    Insgesamt standen 700 Veranstaltungen auf dem Pogramm, das vom Literaturarchiv koordiniert wird. Zu den nächsten Ereignissen zählen die am 19. September beginnende Hölderlinfestwoche in Frankfurt sowie Ausstellungseröffnungen im Kurpfälzischen Museum Heidelberg (16. September) und in der Württembergischen Landesbibliothek (12. Oktober).

  • Jan Böhmermann und die Kraft von Twitter

    Seit elf Jahren ist Jan Böhmermann bei Twitter aktiv. Irgendwann kam ihm der Gedanke: Eigentlich ist Twitter Literatur. "Sie schreiben ein öffentliches, geheimes Tagebuch, was sie aber im Moment Ihres Eintrags auch einem Publikum präsentieren." Jetzt hat Jan Böhmermann eine Auswahl seiner bisher rund 25.000 Tweets als Buch veröffentlicht: Kalauer und skurrile Alltagsbeobachtungen, beißender Spott und politische Statements. Mit Twitter könne man die Welt verändern, so Böhmermanns Überzeugung. Wie er auf diesen Gedanken kommt und was seine "schmerzhafteste Aktion" war, erzählt er im Interview mit hr-iNFO.

  • "Open Books" plant knapp 100 Präsenz-Veranstaltungen

    Nach der Absage der physischen Hallenausstellung am Vortag hat das städtische Lesefest "Open Books" einen ersten Vorgeschmack auf das diesjährige Programm unter Corona-Bedingungen geliefert - und erste Namen auf der Gästeliste verraten. Knapp 100 Podien und Lesungen soll das kostenlose Programm in Frankfurts Innenstadt in diesem besonderen Jahr umfassen. Um die Präsenz-Veranstaltungen realisieren zu können, wird das Lesefest in diesem Jahr auch neue Locations beziehen.

    Open Books müsse in diesem Jahr einen "Spagat zwischen Lesungsnormalität und Gesundheitsschutz" schaffen, ergänzte Sonja Vandenrath, Leiterin von Open Books. Auch wenn Livestreams bei Open Books geplant seien, liege die Priorität darauf, vielen Menschen den Besuch der Lesungen zu ermöglichen.

    Neben jährlichen Veranstaltungen wie dem traditionellen Lesemarathon "Literatur im Römer" (in diesem Jahr am Buchmessemittwoch und -donnerstag) halte das Programm auch viele neue Formate bereit: So veranstaltet "Das Blaue Sofa" in diesem Jahr nicht nur die traditionelle Eröffnung, sondern lädt auch zu zwei Krimiabenden ein.

    Eröffnung Open Books mit Saša Stanišić

    Die DFB-Kulturstiftung plane einen Fußballabend, aber auch Formate wie die "3sat Buchzeit" und die "SWR-Bestenliste" stünden im Programm. Für die jüngeren Bücherfans werde es außerdem am Buchmessenwochenende in der Deutschen Nationalbibliothek Familienveranstaltungen geben.

    Auf der Gästeliste stehen unter anderem - von A bis Z: Jan Assmann, Zsuzsa Bánk, Zoë Beck, Christian Berkel, Katja Ebstein, Melisa Erkurt, Veit Etzold, Iris Hanika, Andrea Petković, Ijoma Mangold, Kristof Magnusson, Ralf König, Wladimir Klitschko, Wladimir Kaminer, Ursula Poznanski, Tilman Spreckelsen, Andreas Winkelmann, Klaus-Peter Wolf und Nell Zink.

    Das vollständige Programm wird ab Mitte September hier zu finden sein.

  • Boos hofft auf Lesefest für die ganze buchaffine Welt

    Die Frankfurter Buchmesse findet statt - das ist die Nachricht. Allerdings in einer Form, die eher einem Lesefest ähnelt. Keine Hallen, keine Aussteller. "Die Messe lebt von der persönlichen Begegnung und die wird es nicht geben", fasst Buchmesse-Chef Juergen Boos am Dienstag die Situation zusammen. Er hat dennoch die Hoffnung, dass in dieser Messewoche im Oktober "keiner dem Buch entgehen kann".

    Juergen Boos im Zoom-Gespräch mit Sabine van Endert vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

    Das Angebot: Die ARD-Buchmessenbühne in der Festhalle und im Livestream, das Bookfest mit rund 80 Veranstaltungen in der Stadt, dazu noch Open Books, außerdem noch viele digitale Angebote. "Wir hoffen, dass die ganze buchaffine Welt an der Buchmesse teilnimmt", betont Boos im Gespräch mit Sabine van Endert vom Deutschen Börsenblatt. Selbst ein digitales Partyformat soll es geben. "Aber da will ich noch nichts verraten."

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  • Hartwig: Lesefest öffnet wichtige Debattenräume

    Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) bedauert die Absage der physischen Buchmesse. "Umso erfreulicher ist es, dass die Begleitprogramme der Messe und der Stadt – insbesondere das städtische Lesefest 'Open Books' - stattfinden werden." Auf diese Weise würden Debattenräume geöffnet und gesellschaftliche Themen auf die Tagesordnung gesetzt. "Mit der Buchmesse, deren weltweite Strahlkraft in der Verteidigung von Presse- und Meinungsfreiheit besteht, bekräftigen wir in Frankfurt in einer stolzen Tradition die Demokratie." Die Stadt werde weiterhin alles dafür tun, dass eine Messe, die den Geist der Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit seit jeher in sich trage, auch in den kommenden Jahren der führende Treffpunkt des freien Wortes in der ganzen Welt bleibe, fügte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hinzu.

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    Frankfurter Buchmesse findet nur digital statt

    Die Frankfurter Buchmesse (14. bis 18. Oktober) wird nun doch ausschließlich als digitale Messe durchgeführt. Lange hatten die Organisatoren an einem Hybrid-Konzept festgehalten, das den Messebetrieb und digitale Angebote verbinden sollte. Breitere Gänge, größere Stände - das alles gehörte zu den Plänen, um Bücherfans ein Vor-Ort-Erlebnis zu ermöglichen. In den Hallen wird das nun nicht möglich sein. Dennoch wird es ein umfangreiches Liveprogramm geben.

    Das Programm auf der ARD-Buchmessenbühne in der Festhalle wird per Livestream übertragen. Hinzu kommen rund 80 Veranstaltungen im Rahmen des Bookfest in der Innenstadt und einem illustren Line-up beim digitalen Bookfest.

    Die klassische Hallenausstellung der Frankfurter Buchmesse wird in diesem Jahr pandemiebedingt ausgesetzt. "Aufgrund der aktuell geltenden Reisebeschränkungen können zahlreiche Länderstände nicht wie geplant umgesetzt werden. Auch macht die ab 1. Oktober 2020 in Kraft tretende Quarantäneverordnung die Teilnahme von europäischen Aussteller*innen und Fachbesucher*innen nahezu unmöglich", teilte die Buchmesse am Dienstag mit.

  • Cartoonist Uli Stein gestorben

    Cartoonist und Fotograf Uli Stein ist tot. Im Alter von 73 Jahren ist er in der vergangenen Nacht von Freitag auf Samstag in seinem Haus bei Hannover gestorben. Das teilte seine Stiftung "Tiere in Not" am Freitag mit. Stein litt den Angaben zufolge unter der Parkinson-Krankheit, sein Tod sei für sein Umfeld dennoch überraschend gekommen.

    Cartoonist Uli Stein

    Stein veröffentlichte ab Anfang der 80er Jahre seine ersten Zeichnungen, die ihn rasch vor allem durch einen frechen Humor bekannt machten. Die von Stein gezeichneten Mäuse, Katzen, Hunde und Pinguine sind nach Angaben der von ihm gegründeten Stiftung auf fast 200 Millionen Postkarten und in über 13 Millionen Büchern verewigt.

    Auf der Frankfurter Buchmesse war Stein regelmäßiger Gast und stürzte sich auch an den wuseligen Publikumstagen in mehrstündigen Signiermarathons für seine Fans ins Getümmel.

    Heißluftballon mit Uli-Stein-Maus vor blauem Himmel
  • Rap zu den Buchpreis-Nominierten

    Wer steht alles auf der 20-köpfigen Liste für den Deutschen Buchpreis? Die Namen und Titel kann man in eine Liste packen, das sieht dann ungefähr so aus. Man kann aber auch einen Beat drunterlegen und mit "Wir gratulieren den Nomi - no - no - nominierten" eine ganz eigene Version der Longlist kreieren. Das haben die Bookrappers gemacht. Warnung: Es bohrt sich in den Gehörgang und bleibt da auch ein Weilchen.

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