Die Frankfurter Buchmesse findet unter ganz besonderen Voraussetzungen statt. Alles, was rund um die Messe passiert, erfahren Sie in unserem Ticker.

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  • 11.111 Euro und 111 Flaschen Wein für Annette Pehnt

    Es ist der süffigste Preis, der im Literaturbetrieb vergeben wird: Der Rheingau Literatur Preis ist nicht nur mit 11.111 Euro Preisgeld, sondern auch mit 111 Flaschen Rheingau-Riesling verbunden. Am Sonntag, 27. September, wird die Hildesheimer Professorin und Schriftstellerin Annette Pehnt mit dem Rheingau Literatur Preis 2020 geehrt.

    Annette Pehnt

    Sie bekommt die Auszeichnung für ihren Roman "Alles was sie sehen ist neu". Darin erzählt Pehnt von der Reise einer Gruppe deutscher Kulturbürger in ein fiktives fernöstliches Land namens Kirthan. Sie kommen mit festen Erwartungen, doch sie finden einen Staat in tiefer Ambivalenz zwischen Tradition und Moderne. Alle westlichen Wahr- und Weisheiten kommen an ein Ende, und auch dem Reiseprogramm droht der Abbruch. "Das Buch ist ein Schlüsselroman, denn es öffnet die Welt", heißt es in der Begründung der Jury.

  • 15-Jähriger schreibt Action-Thriller während Corona-Zeit

    Und hier haben wir gleich einen Kandidaten, der gut beim Wettbewerb "Frankfurt Young Stories" mitmachen könnte. Wobei - er müsste sein Werk ordentlich eindampfen, denn da sind nur Kurzgeschichten und Lyrik gefragt.

    Shadi Rassiane aus Darmstadt trug die Idee für einen Action-Thriller schon lange in sich, doch zum Aufschreiben fehlte ihm die Zeit. Dann kam Corona und während andere sich langweilten, haute der Teenager in die Tasten.

  • Wettbewerb für schreibenden Nachwuchs

    Junge Autorinnen und Autoren (13 bis 25 Jahre) können beim Schreibwettbewerb "Frankfurt Young Stories" zeigen, welches Talent in ihnen steckt. Der Wettbewerb geht in diesem Jahr über traditionelle Texte hinaus und schließt auch digitale Erzählformate ein.

    Noch bis zum 30. September können selbstverfasste Kurzgeschichte (Länge ca. 5.000 Zeichen bzw. zwei DIN A4-Seiten), drei selbstverfasste Gedichte oder Videos (z. B. von Poetry Slams), Audiodateien oder Social-Media-Posts per Mail an youngstories@buchmesse.de eingereicht werden. Die Jury vergibt Preise in den Alterklassen 13 bis 18 und 19 bis 25 Jahre. Es wird je ein Preis für Kurzgeschichten und für Lyrik vergeben. Der Preis in der Kategorie "digitale Erzählformate" wird genre- und altersübergreifend vergeben.

    Und das gibt es zu gewinnen: Preisgeld in Höhe von 500 Euro, eine Einladung zu einem Schreibworkshop oder zu einem Coaching für das Medium der Wahl. Bei der Preisverleihung am Samstag, 17. Oktober 2020, werden im Areal Frankfurt Authors auf der Frankfurter Buchmesse ihre Werke präsentiert. Alle Preisträgerinnen und Preisträger werden zudem zu einem virtuellen Meet & Greet mit der Schirmherrin des Wettbewerbs, Kinder- und Jugendbuchautorin Cornelia Funke, eingeladen.

  • Top-Thema

    Buchmesse sendet "Signals of hope"

    Das Jahr 2020 ist mit der Corona-Pandemie ein Krisenjahr, wie es im Buche steht. Die Zeichen stehen auf Veränderung und "nur wenig ist noch so, wie es im Februar war", sagte Katja Böhne, Marketing-Chefin der Frankfurter Buchmesse bei einer digitalen Pressekonferenz am Montag. Die Buchmesse sei normalerweise der Ort, an dem Veränderungen diskutiert und Lösungsansätze gefunden werden. "Aber ausgerechnet in diesem Jahr der großen Veränderungen dürfen wir unsere Hallen nicht aufmachen."

    Doch aus Krisen können auch neue Dinge erwachsen und darum sendet die Buchmesse "Signale der Hoffnung - Signals of Hope". Die finden zum einen im fünftägigen "Hope-Salon" statt, in dem digitales Programm zu Themen wie Menschenrechte, Klima, Liebe und Freundschaft geboten wird. Außerdem können alle eigene Hoffnungssignale senden. Beim interaktiven Hoffnungssignale-Generator werden die Botschaften im maritimen Flaggenalphabet versendet. Der Hope-Salon, dessen detailliertes Programm in den kommenden Tagen veröffentlich wird, wird an jedem Messeabend mit den Hope Beats, einem DJ-Set, abgerundet. Denn auch in Corona-Zeiten lässt die Buchmesse sich - zumindest ein bisschen - Party am Abend nicht nehmen.

  • "Menschen zusammenbringen und das Buch feiern"

    Wie sieht die Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr in der "Special Edition" aus? Die Buchmesse hat in einer Pressekonferenz am Montag Details verraten. Das große Ziel - auch ohne Hallenausstellung: "Wir wollen Menschen zusammenbringen und das Buch feiern", erklärte Buchmesse-Chef Juergen Boos. Um das zu erreichen, geht die Buchmesse neue Wege und erprobt neue Formate.

    Aktuell seien 2.800 digitale Aussteller aus 89 Ländern registriert, die auf buchmesse.de ihre Neuerscheinungen und Programme vorstellen. Auch Ehrengast Kanada, der seinen physischen Auftritt auf das kommende Jahr verschoben hat, wird mit 25 virtuellen Events am Start sein. Das Programm wird Ende der Woche bekannt gegeben.

    Herzstück der Messe vor Ort wird die ARD-Buchmessenbühne mit über 60 Veranstaltungen in der Frankfurter Festhalle sein. Dort ist auch Publikum zugelassen. Hinzu kommt das Bookfest, das in diesem Jahr aus zwei Teilen besteht. Zum einen aus dem Bookfest City mit 77 Veranstaltungen an fünf Tagen und 35 Orten in der Innenstadt. Am Buchmesse-Samstag, 17. Oktober, feiert das Bookfest Digital seine Premiere. Auf zwei Kanälen wird es insgesamt 28 Stunden Programm geben mit Live-Gästen im Studio und digitalen Gästen aus der ganzen Welt. Das Programm wird gerade festgezurrt - Details gibt es dann natürlich bei uns im Ticker.

    Noch mehr Buchparty gibt es beim städtischen Programm "Open Books" mit rund 100 Lesungen.

  • Ein Hauch von Kanada weht durch Frankfurter Museen

    Hätte Kanada in diesem Jahr - wie geplant - seinen Ehrengast-Auftritt bei der Frankfurter Buchmesse gehabt, dann wäre es in zahlreichen Frankfurter Museen über Wochen sehr kanadisch zugegangen. Nachdem Kanada seinen physischen Auftritt abgesagt hat, haben einige Museen ihre Ausstellungen verschoben, andere so lange an den Planungen geschraubt, bis sie ein Alternativprogramm anbieten konnten. Durch vier Frankfurter Ausstellungshäuser weht - trotz Ehrengastabsage - nun also doch ein Hauch von Kanada.

  • Kartenverkauf für ARD-Buchmessennacht gestartet

    Autorinnen und Autoren erleben - wenn auch nicht ganz so hautnah wie normalerweise - das geht bei der ARD-Buchmessennacht am Freitag, 16. Oktober, 20 Uhr. Die Frankfurter Festhalle ist so groß, dass dort Platz für 450 Gäste ist und die dürfen sich auf einen dreistündigen Abend mit spannenden Gesprächen freuen. Mit dabei sind Elke Heidenreich und Susanne Fröhlich, Max Czollek, Klaus Brinkbäumer, Alexa Hennig von Lange und Bas Kast, Ahmad Mansour, Richard David Precht und Stefanie Sargnagel.

    Per Schalte kommen dann noch Jan Böhmermann, Friedenspreisträger David Grossman und die Buchpreisträgerin oder der Buchpreisträger 2020 hinzu - wer das sein wird, erfahren wir erst bei der Preisverleihung am 12. Oktober. Außerdem liest Jan Weiler noch hinreißende Geschichten über junge Erwachsene und ihre "Ältern".

    ARD-Radionacht mit Alf Mentzer und Catherine Mundt

    Moderiert wird der Abend von Catherine Mundt und Alf Mentzer vom Hessischen Rundfunk. Tickets kosten 15 Euro und sind ab sofort erhältlich. Die ARD-Buchmessennacht wird als ARD-Radiokulturnacht der Bücher live in hr2-kultur und den anderen Kulturwellen der ARD übertragen sowie auf buchmesse.ard.de gestreamt.

  • Die Buchpreis-Finalisten im Literaturhaus

    Es ist schöne Tradition, dass die Finalistinnen und Finalisten im Rennen um den Deutschen Buchpreis Ende September im Literaturhaus zusammenkommen. In Gesprächen und Lesungen stellen sie sich dem Publikum vor. Im Corona-Jahr 2020 muss das ein bisschen anders laufen als sonst - das kennen wir mittlerweile.

    Und so läuft es diesmal. Die Livesendung aus dem Literaturhaus Frankfurt findet am 27. September ab 15 Uhr statt. Fünf der sechs Nominierten reisen an. Nur Christine Wunnicke wird nicht anwesend sein. Für die Livesendung kann man vorab Streaming-Tickets zum Preis von 5 Euro kaufen. Die Tickets sind 72 Stunden gültig und können bis 60 Minuten vor Beginn der Veranstaltung online gekauft werden.

    Alle Gespräche und Lesungen gibt es bei hr2-kultur auch ab dem 5. Oktober zu hören, jeweils um 9.04 Uhr und um 14.30 Uhr.

  • Preis für den besten Buchblog

    Sie heißen Literaturpalast, Papierstau oder Tollkühn - Ein Mittelerde Podcast und sie reden und schreiben über Bücher. Das machen sie so gut, dass einige von ihnen sich Hoffnung auf den Buchblog-Award 2020 #bubla20 machen können. Insgesamt 700 Buchbloggerinnen und -blogger hatten sich beworben. Viele sind auf Instagram unterwegs, andere schreiben Blogs, viele Podcaster sind dabei. Die digitale Welt der Bücherfreunde ist bunt und vielfältig.

    30 Finalisten in vier Kategorien sind jetzt noch im Rennen um den #bubla20. Gekürt werden "Bester Buchblog", "Bester Newcomer", "Bester Buchhandlungsblog" und "Bester Verlagsblog". Die Gewinner der beiden ersten Kategorien bestimmt eine Jury, über den besten Buchhandlungsblog und den besten Verlagsblog entscheidet das Onlinevoting. Die Preisverleihung findet als Teil des Digitalprogramms der Frankfurter Buchmesse am 18. Oktober 2020 um 18 Uhr statt.

    Mit dem Buchblog-Award zeichnen NetGalley Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels die besten deutschsprachigen Buchblogs aus, die Bücher im digitalen Raum sichtbar machen und Menschen für das Lesen begeistern. Der Buchblog-Award wird 2020 zum vierten Mal verliehen.

  • Trauer um Uwe Rosenfeld

    Uwe Rosenfeld ist tot. Der 64-Jährige hat über viele Jahre den S.Fischer Verlag mitgeprägt. "Er war ein sehr besonderer Mensch. Wir alle werden uns für immer an sein großzügiges Wesen, seine zugewandte Art erinnern", so Sabine Bischoff, die 2015 als Geschäftsführerin für Marketing und Vertrieb Rosenfelds Aufgaben bei den S. Fischer Verlagen übernahm.

    Uwe Rosenfeld habe den Verlag mit enormem Engagement, einer ungebrochenen Leidenschaft fürs Buch und großer Souveränität selbst durch schwieriges Fahrwasser gelotst, würdigte Ina Hartwig (SPD), Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, den Verstorbenen. "Uwe Rosenfeld stand auch immer für die Buch- und Literaturstadt Frankfurt, der er bis zu seinem viel zu frühen Tod verbunden war. Er wird sehr fehlen."

  • Top-Thema

    Open Books bietet rund 100 Lesungen

    Open Books, das Lesefest der Stadt Frankfurt zur Buchmesse, lässt sich auch von Corona nicht aufhalten. Wenn es nicht eng und kuschelig sein darf, dann müssen halt die Räume größer werden, damit dennoch möglichst viele Literaturfans in den Genuss von Lesungen und Diskussionen kommen können. Belletristik, Comic, Sachbuch, Kinderbücher - es ist für jeden was dabei.

    Der Eintritt ist frei - nur die Eröffnungsfeier kostet zehn Euro - , doch für alle Veranstaltungen sind personalisierte Tickets nötig, die vorab gebucht werden müssen. Pro Ticket fällt eine Servicegebühr in Höhe von 1,50 Euro an. Also, jetzt schon den 1. Oktober im Kalender anstreichen, denn ab dann sind die Tickets voraussichtlich erhältlich. Und wer kein Ticket bekommt, der kann viele der Veranstaltungen auch digital von daheim aus live mitverfolgen.

    Wie immer hochkarätig besetzt ist "Literatur im Römer", am Mittwoch und Donnerstag in den Römerhallen. Das Programm von Open Books Kids findet am Buchmesse-Wochenende, 17. und 18. Oktober, in der Deutschen Nationalbibliothek statt. Bei den Tickets für Open Book Kids entfällt die Servicegebühr.

    Logo von Open Books
  • Geistiges Eigentum soll besser geschützt werden

    Die Frankfurter Buchmesse und die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) wollen sich gemeinsam für den Schutz geistigen Eigentums in der Kreativbranche einsetzen. Wie die Buchmesse am Donnerstag mitteilte, vereinbarten beide jetzt eine Kooperation. Mit Veranstaltungen, Studien und Positionspapieren wollen sie demnach auf das Thema aufmerksam machen.

    Die Digitalisierung, neue Geschäftsfelder und Konzentrationsprozesse veränderten die Kreativbranche sehr stark, sagte Buchmesse-Direktor Juergen Boos. Es gelte, "das geistige Eigentum und die Kreativwirtschaft weltweit als wichtige Themen zu platzieren" und zu schützen. Bei der Buchmesse vom 14. bis 18. Oktober sollen zudem der jährliche Bericht zur Lage der Verlagsbranche sowie internationalen Trends und Entwicklungen vorgestellt werden.

  • Top-Thema

    Cartoonpreis wird verschoben

    Üblicherweise wird der Deutsche Cartoonpreis jedes Jahr auf der Buchmesse verliehen. Doch nicht im Corona-Jahr. 2020 wird der Preis erst zur Ausstellungseröffnung von "Beste Bilder 11" am 20. November in der Caricatura in Kassel überreicht, wie die Veranstalter auf ihrer Homepage verkünden.

    Gemeinsam mit der Buchmesse habe der Lappan Verlag über mehrere Corona-konforme Alternativkonzepte einer Preisverleihung beraten, erklärte eine Verlagssprecherin. "Letztendlich haben wir uns für eine Lösung entschieden, die dem feierlichen Charakter der Veranstaltung sicher am nächsten kommt, und bei der wir die diesjährigen Preisträger*innen in einem persönlichen Rahmen vor Publikum am besten würdigen können."

    Schon vor der Zeremomie werde bekannt sein, wer es auf das Treppchen schaffe, sagte die Sprecherin. Die Preisträger und Preisträgerinnen würden bereits im dazu gehörigen Buch "Beste Bilder 11", das zuvor am 29. Oktober erscheint, verraten werden. Für die sonst übliche Cartoon-Ausstellung auf der Agora, die erste Einblicke in das bis dahin noch nicht erschienene Buch gewährte, planen die Veranstalter eine digitale Alternative zur Buchmesse.

    Zur Einstimmung ein kleiner Rückblick auf die Top-20-Cartoons des Vorjahres: