Polizeistreife in einer Messehalle der Frankfurter Buchmesse.
Auch die Frankfurter Buchmesse setzt auf Sicherheit. Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)

Besucher der Frankfurter Buchmesse müssen sich in diesem Jahr wieder auf strenge Kontrollen am Eingang einstellen. Die Sicherheitsvorkehrungen bleiben laut Veranstalter und Polizei nach wie vor hoch.

Auch in diesem Jahr empfehlen die Organisatoren der Frankfurter Buchmesse Besucherinnen und Besuchern, möglichst wenig Gepäck mitzunehmen. Denn häufig sind die Buchmessen-Besucher der Frankfurter Messehallen voll bepackt: Viele schleppen riesige Rucksäcke mit, Fachbesucher kommen auch gerne gleich mit ihrem ganzen Koffer auf das Buchmessengelände.

"Unsere Sicherheitsstandards sind nach wie vor hoch. Es wird engmaschige Taschenkontrollen an allen Eingängen geben", sagte Buchmesssen-Sprecherin Kathrin Grün zu hessenschau.de. Taschenmesser und waffenähnliche Gegenstände werden aussortiert. Auch seien die Sicherheitskräfte speziell auf die Suche nach Abwehrspray angesetzt. Bei den Einlasskontrollen wird auch die Polizei dem Veranstalter zur Seite stehen.

Schon in den vergangenen zwei Jahren wurden die Besucher dazu angehalten, möglichst auf großes Gepäck zu verzichten. "Das gilt auch in diesem Jahr", sagte Grün. Besser sei es, das Gepäck in kleinere Behältnisse auf mehreren Rücken zu verteilen. Denn je größer eine Tasche ist, desto länger dauere es, sie richtig zu kontrollieren. Das gleiche gilt für Reisetrolleys, die gerne von den Fachbesuchern rumgeschoben werden. So könnten lange Schlangen bei den Kontrollen vermieden werden.

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So sparen Sie Zeit auf der Buchmesse

Fachbesucher:

  • Planen Sie ausreichend Zeit ein, Kontrollen können dauern
  • Koffer/Trolleys/Rucksäcke am besten im Hotel oder Schließfach lassen


Privatbesucher, Gruppen und Familien:

  • Kommen Sie mit so wenig Gepäck wie möglich
  • Verteilen Sie Gepäck auf mehrere kleine Taschen


Grundsätzlich gilt: Jeder wird mit seinem Gepäck eingelassen, mit strengen Kontrollen muss aber gerechnet werden.

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Besuchern, die gerne Give-Aways einsammeln oder am Sonntag Bücher kaufen wollen, rät die Buchmessen-Sprecherin, Stoffbeutel oder faltbare Papiertüten mitzubringen. Doch es bleibt nicht nur bei Taschenkontrollen. Im Foyer und in den Messehallen gilt weiterhin Kameraüberwachung. Erst im vergangenen Jahr wurden hier die Sicherheitsmaßnahmen ausgeweitet.

Alle Fahrzeuge, die während des Aufbaus und der Messetage auf das Gelände fahren, werden mit Unterstützung der Polizei kontrolliert, erklärte Polizeisprecherin Isabell Neumann vom Polizeipräsidium Frankfurt. Betonsperren und Betonpoller auf dem Gelände sollen die Zonen für Fußgänger schützen. Gleichzeitig sei die Polizei mit Fußstreifen auf dem Messegelände unterwegs.

Die Anzahl der Polizeistreifen bleibt laut Neumann allerdings auf dem Niveau des Vorjahres: "Eine konkrete Gefährungslage liegt nicht vor, doch die Gefahr ist wie bei allen anderen Großveranstaltungen generell abstrakt hoch." An zentraler Stelle auf dem Messegelände befindet sich das Lagezentrum, in dem Polizei, Messe Frankfurt, Ordnungsdienst, Feuerwehr und Rettungsdienste den Verlauf der Messe auch per Videokameras überwachen.

Das gilt für Cosplayer und ihre "Waffen"

Um auf der Messe eine Panik unter den Besuchern und Besucherinnen zu verhindern, hat die Buchmesse für die Cosplayer bestimmte Regeln aufgesetzt: Es sind nicht nur generell Waffen oder waffenähnliche Gegenstände auf dem Messegelände verboten, sondern auch sogenannte "Anschein-Waffen", die Cosplayer oftmals zu ihrem Outfit zählen.

Damit werden Gegenstände bezeichnet, die echten Waffen, insbesondere funktionsfähigen Schusswaffen, täuschend ähnlich sehen. Dazu zählen beispielsweise Softair-Waffen und Attrappen. Werden diese Waffen dennoch mitgenommen, müssen sie am Eingang abgegeben werden.

Cosplayer auf der Frankfurter Buchmesse
Für Cosplayer gehören "Waffen" einfach zur Verkleidung. Bild © Merlin Kraus (hessenschau.de)

Spezielle Cosplay-Waffen sind auf dem Gelände grundsätzlich erlaubt. Damit es allerdings beim Tragen dieser Waffen nicht zu Missverständnissen kommt, werden diese am Eingang mit einem auffälligen Aufkleber beklebt, der auf dem Gelände nicht entfernt werden darf.

Weitere Informationen für Buchmessen-Besucher rund um Öffnungszeiten, Preise und Anfahrt, gibt es hier.