Buchmesse-Gastland Kanada

Literatur-Schwergewicht Margaret Atwood, indigene Autoren, eine reichhaltige Kreativszene: Wenn Kanada im kommenden Jahr Gastland der Frankfurter Buchmesse wird, präsentiert es sich selbstbewusst und vor allem vielfältig.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Kanada wird Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2020

Gastland Kanada
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Was lange währt, wird endlich gut. Klingt abgegriffen, soll sich im kommenden Jahr auf der Frankfurter Buchmesse aber bewahrheiten - dann nämlich, wenn Kanada Buchmesse-Gastland wird. Seit 1990 gebe es Gespräche mit kanadischen Verlegern, verriet Buchmesse-Chef Juergen Boos bei der Vorschau-Pressekonferenz am Donnerstag.

"Es hat ja dann nur 30 Jahre gedauert", fügte er mit einem Schmunzeln an. Er freue sich auf die Vielfalt Kanadas, sagte er an die stellvertretende Ministerin für kanadisches Kulturerbe gewandt: "Ihre Literatur ist ein Spiegel Ihrer pluralen Gesellschaft", und an dieser Gesellschaft sehe man die Vorteile und die Stärke, die Vielfalt mitbringe.

Motto: Einzigartige Vielfalt

Und so zog sich das Motto des kanadischen Auftritts 2020 wie ein roter Faden durch die Vorschau: "Singular Plurality" wird es lauten oder "Singularité Plurielle" in der zweiten Landessprache Französisch (dt. Einzigartige Vielfalt).

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Kanada

Das mehrsprachige nordamerikanische Land zählt um die 37 Millionen Einwohner, der Buchmarkt umfasst rund 300 Verlage. Die kommende Frankfurter Buchmesse findet vom 14. bis 18. Oktober 2020 statt.

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Kanada will die Reichhaltigkeit seiner Kultur präsentieren, sagte die stellvertretende Ministerin Hélène Laurendeau. Sie beglückwünschte Vorgänger-Gastland Norwegen zum gelungenen Auftritt: "Diese Qualität wollen wir auch erreichen, wenn nicht toppen", sagte sie. Wie beim Eishockey könne ein gewisser Wettbewerb ja nicht schaden.

"Grundlage Demokratie und Meinungsfreiheit"

Im Zentrum des kanadischen Programms stehe, die Vielfalt an Kulturen und Religionen darzustellen, die das Land ausmachen. Da seien die indigenen Einwohner, "großartige Geschichtenerzähler", da seien die vielen Migranten, die ihre Sprache und Kultur mitgebracht haben und dennoch die kollektive Identität Kanadas geformt hätten. "Gemeinsame Grundlage dieser Identität sind Demokratie und Meinungsfreiheit", sagte Laurendeau, "und unsere Verbundenheit mit der Natur."

Margaret Atwood

Im kommenden Jahr gebe es unbekanntere Autoren und eine reiche Kreativszene aus Filmemachern, Musikern und Künstlern zu entdecken. Besonders stolz sei das Land aber auf die international renommierte und vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin Margaret Atwood, die schon am Samstag zur Literaturgala Gast der Buchmesse ist: "Sie ist ein nationales Kulturgut, wir werden stolz sein, sie dabei zu haben."

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Sendung: hr2, 17.10.2019, 16:45 Uhr