Jussi Adler-Olsen auf der Frankfurter Buchmesse

Was war am Donnerstag auf der Frankfurter Buchmesse los? Der Ticker zum Nachlesen.

+++ Der Buchmesse-Donnerstag im Zeitraffer +++

19:50 Uhr: So, das war der Buchmesse-Donnerstag auf der Frankfurter Buchmesse. Für heute beenden wir den Ticker, am Freitag früh geht's weiter. Im Video können Sie den Tag jetzt nochmal im Zeitraffer Revue passieren lassen.

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Timelaps-Video von der Frankfurter Buchmesse
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+++ Wie eine Künstlerin Opfer von Revenge Porn wurde +++

Lena Chen

19:45 Uhr: Eine der spannendsten Künstlerinnen der B3 Biennale in Frankfurt ist die Amerikanerin Lena Chen. Chen war eines der ersten Opfer des so genannten Revenge Porn: Als sich die Bloggerin und Harvard-Studentin von ihrem damaligen Freund trennte, stellte dieser Nacktfotos von ihr ins Netz - eine Aktion, für die sich inzwischen der Begriff "Revenge Porn" (dt. so viel wie "Racheporno") etabliert hat. Inzwischen hat Chen ihre ganz eigene Strategie gefunden, damit umzugehen, wie sie im Interview erzählt.

+++ LiBeraturpreis für Krimiautorin Rosende +++

19:30 Uhr: Die Autorin Mercedes Rosende aus Uruguay ist am Abend in Frankfurt mit dem LiBeraturpreis 2019 ausgezeichnet worden. Die 1958 geborene Schriftstellerin erhielt den mit 3.000 Euro dotierten Preis für ihren Krimi "Krokodilstränen" über eine Gang glückloser Kleinkrimineller, die einen Geldtransporter überfallen wollen. In seiner Laudatio sagte der Literaturkritiker Thomas Wörtche, Rosendes tief ironisch-paradoxer Umgang mit Religion gehöre zu den ganz großen Qualitäten des raffinierten, beinahe klassisch anmutenden Kriminalromans. Die Preisträgerin lebt in Uruguays Hauptstadt Montevideo.

LiBeraturpreis Nominierte 2019

Der LiBeraturpreis wird jährlich an Autorinnen aus Entwicklungsländern für ein neu auf Deutsch erschienenes Buch vergeben. Die Auszeichnung wurde 1987 von der Frankfurter Initiative LiBeraturpreis ins Leben gerufen. 2013 übernahm der Verein Litprom die Vergabe, der eng mit der Frankfurter Buchmesse kooperiert.

Liberaturpreis 2019 - Krokodilstränen - Mercedes Rosende

+++ "Sea-Watch"-Kapitänin prangert Menschenrechtsverletzungen an +++

18:25 Uhr: Die deutsche "Sea-Watch"-Kapitänin Pia Klemp hat den westlichen Industrienationen eine Mitschuld bei der weltweiten Missachtung der Menschenrechte gegeben. Sie stelle bei ihren Einsätzen immer wieder fest, "dass die Erklärung zu den Menschenrechten niemals für alle Menschen gedacht" gewesen sei, sagte sie heute auf der ARD Bühne auf der Frankfurter Buchmesse. Man habe nie daran gedacht, "was mit Ländern ist, die durch den imperialistischen Kapitalismus ausgebeutet werden, oder wo Menschen durch den Klimawandel zur Flucht gezwungen" seien.

Pia Klemp

Zugleich gebe es auch in Europa Staaten, in denen Menschenrechte mit Füßen getreten würden. "Dort, wo Aktivisten zu unbequem werden, greifen Staaten und Systeme ein, um das einzudämmen - das hat der italienische Staat nicht neu für uns Seenotretter erfunden, aber es wird dort angewandt", sagte sie. In Italien muss sich die Seenotretterin derzeit vor Gericht verantworten - ähnlich wie ihre Kollegin Carola Rackete.

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Pia Klemp und Luisa Neubauer
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+++ Dirk Nowitzki von eigener Biografie gerührt +++

Zwei Ausgaben von Dirk Nowitzkis Biografie "The Great Nowitzki"

18:00 Uhr: Tausende Fans weltweit haben getrauert, als Dirk Nowitzki im April sein Karriereende verkündete. Seine 500 Seiten starke Biografie "The Great Nowitzki" könnte ein kleiner Trost sein. Am Rande der Buchmesse hat der NBA-Star jetzt in Frankfurt erzählt, dass er so ein ganzes Buch über sich selbst eigentlich gar nicht wollte.

Doch der Autor Thomas Plentzinger habe ihn schließlich überzeugt. Sieben Jahre lang begleitete Plentzinger den Top-Basketballer dafür. Mit dem Ergebnis ist auch Nowitzki hoch zufrieden: "Er hat das super gemacht." Als er die Passagen über die Wochen seiner letzten NBA-Saison und das Karriereende gelesen habe, sei ihm das nahe gegangen: "Da hatte ich schon die eine oder andere Träne im Auge."

+++ Jussi Adler-Olsen präsentiert "Opfer 2117" +++

17:45 Uhr: Auch der Topstar unter den Thriller-Autoren hat mal wieder auf der Buchmesse vorbeigeschaut. Im Gepäck hatte der Däne Jussi Adler-Olsen sein neustes Buch: Den achten Fall seines Kommissars Carl Moerck, "Opfer 2117". Bei einem Gläschen Weißwein verriet er nicht viel mehr, als auch auf dem Buchcover steht: Im neusten Fall erfahren wir endlich mehr über Moercks Assistenten, den Syrer Assad. Dafür macht Adler-Olsen das ganz große Fass auf: Es geht um Flüchtlinge, Gamer, Sensationsjournalismus und Terror.

Jussi Adler-Olsen auf der Frankfurter Buchmesse

+++ Ministerin Dorn pflückt virtuelles Obst +++

17:15 Uhr: Bei einem Rundgang auf der B3 Biennale hat Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) heute auf der Buchmesse aktuelle Virtual-Reality-Kunst erkundet. Erst pflückte sie virtuelles Obst, dann betrat sie über eine VR-Brille eine virtuelle verlassene Schule, begleitet von Geräuschen von Ballspielen, Unterricht und Chorprobe. "Gymnasia" heißt das filmische Projekt und ist eine Kombination aus 3D-360-Grad-Video, Stop-Motion und Computeranimation. Die Ministerin zeigte sich beeindruckt.

Angela Dorn

+++ Einhunderttausend Wörter suchen einen Autor +++

17:05 Uhr: Schreiben und zählen: Das Projekt "Einhunderttausend Wörter suchen einen Autor" ruft dazu auf, Texte einzureichen. Die einzige Bedingung: Sie müssen in Ich-Form geschrieben sein und exakt 1.000 Wörter zählen. Auf der Webseite 100000words.net werden die Werke dann - egal in welcher Sprache - ohne Nennung des Autors veröffentlicht. Die Organisatoren sprechen von einem "spielerischen, höchst produktiven Experiment": "Ob fiktionale oder autofiktionale Erzählungen: Im besten Sinne große Literatur in kürzester Form."

Projekt "Einhunderttausend Wörter suchen einen Autor"

+++ Pater Anselm Grün spricht über eigene Glaubenszweifel +++

15:45 Uhr: Benediktinerpater Anselm Grün (74) kennt selbst Glaubenszweifel. Der Bestsellerautor sagte am Donnerstag auf der Frankfurter Buchmesse: "Ich kenne die Erfahrung, dass - wenn ich bete - der Zweifel kommt: Ist das alles Einbildung? Mache ich mir nur etwas vor, damit es mir einigermaßen gut geht? Ist das nur eine Selbstberuhigung?" Doch dann frage er sich: "Wenn alles nur Einbildung ist, wem kann man dann überhaupt trauen?" Erst wenn er Zweifel zulasse, spüre er einen Effekt. "Dann kommt in mir nicht im Kopf, sondern mehr im Bauch das Gefühl: Ich traue der Bibel, ich traue dem Glauben, ich setze auf diese Karte."

Pater Anselm Grün

+++ TV-Star-Trio aus der Wunschmaschine +++

15:30 Uhr: Ein Besuch der Zeichenmaschine Illumat ist ein klassisches "Muss man gemacht haben" der Buchmesse. Auf geheimnisvolle Weise erfüllt die wundersame Kiste die Wünsche der Besucher. Auf einem Zettel notiert, gerne auch mit einer kleinen Münze durch einen Schlitz gesteckt, verwandelt sich der geschriebene Wunsch in eine einmalige Zeichnung. Wir haben es mal ausprobiert und einen Zettel mit folgendem Wunsch eingeworfen: "Die ARD-Crew: Sandmännchen, Maus & Onkel Otto". Das kam dabei heraus. Schön, oder?

Illumat
Illuminat

+++ Rafik Schami spricht mit seiner Familie in Syrien nicht über Politik +++

15:00 Uhr: Bestseller-Autor Rafik Schami spricht am Telefon mit seinen Geschwistern in Syrien nicht über die politische Situation in seiner Heimat. "Meine Familie ist viel zu ängstlich. Wir reden über Kochen, Besuche, Scheidungen oder Betrug", sagte der deutsch-syrische Schriftsteller am Donnerstag auf der ARD Bühne. Notwendige Hintergrund-Informationen für seine Romane beziehe er daher meist von Oppositionellen, die Syrien gerade erst verlassen haben. "Die können etwas mutiger reden mit mir - und dann weiß ich schon Bescheid", sagte der 73-Jährige, der seit Jahrzehnten im Exil in Deutschland lebt.  

"Ich habe das Glück, in Deutschland zu leben und in Freiheit zu schreiben", sagte er. So könne er sich von seinen Romanen "die Ereignisse diktieren lassen" und brauche sich nicht danach zu richten, "was die Sippe erlaubt oder was die Diktatur erlaubt". Schamis vor wenigen Wochen erschienener Krimi "Die geheime Mission des Kardinals" schildert den Mord an einem Kardinal in der italienischen Botschaft von Damaskus kurz vor Ausbruch des Bürgerkriegs.

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buchmesse171019
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+++ Mit Regenschirmen für die Meinungsfreiheit +++

14:45 Uhr: "Free The Words!" war auf den schwarzen, gelben und roten Regenschirmen zu lesen, mit denen mehrere Dutzend Menschen am Nachmittag auf der Agora für Meinungsfreiheit demonstriert haben. Zu der Mahnwache mit den aufgespannten Regenschirmen - dem Symbol der Hongkonger Freiheitsbewegung - hatten der Börsenverein des Deutschen Buchhandels gemeinsam mit Amnesty International, dem PEN-Zentrum und anderen Organisationen aufgerufen. Die Redner, darunter der chinesische Autor und Friedenspreisträger Liao Yiwu, riefen zu Solidarität mit dem seit 2015 inhaftierten schwedisch-hongkonger Autor, Verleger und Buchhändler Gui Minhai auf. Unter die Demonstranten mischten sich auch einige Menschen, die mit Plakaten für ein unabhängiges Katalonien eintraten.

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Mahnwache auf der Frankfurter Buchmesse
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Mahnwache "Regenschirme für die Meinungsfreiheit"
Demonstranten auf der Frankfurter Buchmesse

+++ Kanada feiert die Vielfalt +++

13:50 Uhr: Von Ahornsirup und Muffins hatten wir es ja schon. Jetzt wissen wir auch, was Kanada noch als Buchmesse-Gastland 2020 nach Frankfurt bringen will: Literatur-Schwergewicht Margaret Atwood, indigene Autoren und eine reichhaltige Kreativszene. Das Motto des Kulturauftritts laute "Singular Plurality" - oder "Singularité Plurielle" (dt. Einzigartige Vielfalt) in der zweiten Landessprache Französisch, sagte die stellvertretende Ministerin für kanadisches Kulturerbe, Hélène Laurendeau, auf der Pressekonferenz in Frankfurt. Kanada als Gastland zu gewinnen, sei schon länger geplant gewesen, verriet Buchmesse-Chef Juergen Boos. 30 Jahre, um genau zu sein. Nun hat es also geklappt. Hier finden Sie unseren ausführlichen Beitrag zum Thema.

+++ Yücel über seine Haft: "Man darf sich nicht ergeben" +++

13:35 Uhr: Der Journalist Deniz Yücel hat sich nach eigenen Worten auch während seiner einjährigen Haft in der Türkei die persönliche Freiheit nicht völlig nehmen lassen. "Man darf sich nicht ergeben", sagte Yücel heute auf der Frankfurter Buchmesse. "Auch den schlimmsten Verhältnissen kann man ein Stück Freiheit, ein Stück Menschlichkeit abringen." Dies sei aber umso schwerer, "je brutaler die Umstände sind". In der Türkei herrsche weiter "ein Unrechtsregime" unter Präsident Recep Tayyip Erdogan, sagte Yücel. Viele dort lebende Menschen, die politisch verfolgt würden, verließen inzwischen das Land. Die Zerstörung, die das Regime in der Gesellschaft und in Institutionen angerichtet habe, werde lange andauern. "Das ist entsetzlich für dieses Land", sagte Yücel.

Deniz Yücel auf der Frankfurter Buchmesse

+++ Wenn der nölige Mistkäfer zum Freiheitskämpfer wird +++

12:35 Uhr: Die Wiesbadener Biologin Verena Reinhardt schreibt Kinderbücher - und führt ihre Leser in eine fantastische Insektenwelt. Hauptfigur ihres neuen Buches ist der griesgrämige Mistkäfer "Herr Schnettelbeck", den man am Ende dennoch mögen muss. Zusammen mit dem frechen Mädchen Tinea macht er sich auf die Suche nach den plötzlich verschwundenen Sternen. Auf der abenteuerlichen Reise fast bis ans Ende der Welt wird einem "Schnettelbeck" immer sympathischer, wie unsere Redakteurin Charlotte Jacobsohn schreibt. Sie hat mit Verena Reinhardt darüber gesprochen, wie viel "echte Biologie" in dem Buch steckt.

+++ Mitmach-Aktionen auf der Buchmesse +++

12:20 Uhr: Abtauchen in virtuelle Welten, Selfie-Ecken und Fotoboxen: Auf der Frankfurter Buchmesse gibt es viele Dinge zum Ausprobieren. Wir haben einiges schon mal getestet.

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Ein Mädchen auf dem Smoothie-Fahrrad auf der Frankfurter Buchmesse
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+++ Kanada bringt Ahornsirup und Muffins mit +++

11:00 Uhr: Gerade hat die Pressekonferenz begonnen, auf der sich Kanada, das Gastland der Frankfurter Buchmesse im kommenden Jahr, vorstellt. Unsere Reporterin Sonja Fouraté ist vor Ort - und hat als kleinen Vorgeschmack schonmal zwei Fotos geschickt: Die Kanadier haben offenbar Ahornsirup und Muffins mitgebracht. Mit was Kanada in Frankfurt noch überzeugen will, erfahren Sie nach der Pressekonferenz bei uns.

Ahornsirup
Muffins

+++ Märchenhafter Spaß in der ARD Fotobox +++

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zur Bildergalerie Schnappschüsse aus der ARD Fotobox

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10:50 Uhr: Lesen, zuhören, diskutieren - oder einfach mal Spaß haben: Auf der Buchmesse gibt es viele Mitmach-Aktionen. Eine von ihnen ist die ARD Fotobox. Ein kurzer Griff in die Verkleidungskiste, und mit wenigen Handgriffen verwandeln Sie sich in sagenhafte Märchenfiguren. Das märchenhafte Erinnerungsfoto können Sie auch gleich als Ausdruck mit nach Hause nehmen. Auch hr-Intendant Manfred Krupp hat bereits mitgemacht. Finden Sie ihn in unserer Bildergalerie?

Manfred Krupp

+++ Mathe lernen ist Scheiße? Ja!  +++

10:20 Uhr: Ein dicker, goldener Kot-Haufen macht diesen japanischen Stand zum Hingucker. Präsentiert wird hier ein japanisches Workbook, mit dem Grundschüler Mathe lernen sollen. Zum Beispiel so: „Es liegen fünf Kot-Haufen im Sandkasten. Dein Schulleiter kommt hinzu und macht drei Kot-Haufen dazu. Wie viele Kot-Haufen liegen jetzt im Sandkasten?“ Für uns klingt das höchst seltsam - in Japan ist diese Methode zum Mathe-Lernen aber beliebt.

Das Poop-Mathebuch

+++ Was Knausgård Autoren mit Schreibblockade rät +++

10:15 Uhr: Seine autobiografischen Werke sind umfangreich und in kurzer Zeit entstanden - dennoch litt der norwegische Schriftsteller Karl-Ove Knausgård zeitweise unter Schreibblockaden. Bevor er die sechs Bände "Sterben", "Lieben", "Spielen", "Leben", "Träumen" und zuletzt "Kämpfen" niederschrieb, habe er vier Jahre nicht schreiben können, berichtete Knausgård im Gespräch mit Buchmesse-Direktor Juergen Boos. "Ich war total blockiert. Ich wollte über den Tod meines Vaters schreiben, aber ich konnte keinen Weg finden, an den ich hätte glauben können. Können Sie sich vorstellen: Sie gehen vier Jahre lang zur Arbeit und versagen jeden Tag. Das ist schrecklich." Im Nachhinein habe er aber erkannt, dass diese Zeit nötig war. Es habe sich "etwas angesammelt". Seither wisse er: "Einen Roman zu schreiben ist einfach. Das Schwierige ist, dahin zu kommen, wo es einfach ist." Als er schließlich mit dem Schreiben begann, sei es nur so aus ihm herausgeflossen. Und was rät er Kollegen, die eine Schreibblockade haben? "Der einzige Rat, den ich geben kann ist: nie aufgeben."

Juergen Boos und Karl Ove Knausgård

+++ Übersetzer als "literarische Alltagshelden" +++

10:00 Uhr: "Übersetzer, die so oft übersehen werden, sind meine literarischen Alltagshelden", sagte die norwegische Schriftstellerin Erika Fatland am Dienstagabend bei der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse. Aber weder Bezahlung noch Wertschätzung literarischer Übersetzer seien ausreichend, beklagt der Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) - und trommelt auf der Buchmesse für seine Mitglieder. Auf der "Weltlesebühne" kann man live erleben, wie schwer das Ringen um die richtige Übersetzung ist. Übersetzer arbeiten dort vor Publikum öffentlich an einer Übersetzung und diskutieren mit den Zuhörern über mögliche Lösungen. Außerdem wird auf der Messe der mit 20.000 Euro dotierte Paul-Celan-Preis verliehen - in diesem Jahr an die Italienisch-Übersetzerin Annette Kopetzki.

Und was verdient ein Übersetzer? Die "Grundvergütung" pro "Normseite" liegt bei 19 Euro, Minimum sind 15 Euro, Maximum für besonders anspruchsvolle Übersetzungen 23 Euro. In der Praxis wird das aber nicht immer eingehalten. Eine Umfrage hat ergeben: Der durchschnittliche Jahresgewinn 2017 und 2018 lag unter 20.000 Euro - rund die Hälfte des Durchschnittseinkommens. Die Chinesisch-Übersetzerin Karin Betz fasst es so zusammen: "Je mehr Mühe man sich gibt, desto schlechter ist die Bezahlung, denn man wird pro Seite bezahlt und nicht nach Zeit."

Übersetzerin Karin Betz

+++ Buchmesse-Gastland 2020 stellt sich vor +++

9:05 Uhr: Kaum hat die Frankfurter Buchmesse begonnen, blickt sie schon aufs nächste Jahr. Während die Fachbesucher sich am zweiten Messetag den diesjährigen Ehrengast Norwegen ansehen, stellt sich heute schon das Gastland des nächsten Jahres vor: Kanada, ein Land mit mehreren Sprachen.

Frau im norwegischen Pavillon

+++ Jo Nesbø präsentiert brandneuen Thriller +++

8:30 Uhr: Norwegen ist Gastland der diesjährigen Buchmesse, deshalb heben wir einen Autor, der heute in Frankfurt zu sehen und zu hören ist, in unserem Ticker hervor: Der norwegische Krimiautor Jo Nesbø präsentiert am Abend seinen brandneuen Harry-Hole-Thriller "Messer". Für die Lesung des Bestsellerautors müssen die Besucher allerdings extra in die Tasche greifen. Die Veranstaltung findet im Saal Harmonie um 20 Uhr statt. Kurz kann man ihn am Nachmittag aber auch von 14.30 bis 15 Uhr in Halle 3.0, D56 erleben. Bereits gestern am Abend hatte Nesbø die Besucher im Ehrengast-Pavillon in seinen Bann gezogen.

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Jo Nesbø auf der Frankfurter Buchmesse
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+++ Gäste auf der ARD Bühne am Donnerstag +++

8:25 Uhr: Auch auf der ARD Bühne geht es heute wieder Schlag auf Schlag: Dort können Sie unter anderem Rafik Schami, Eugen Ruge, Denis Scheck, Steffen Kopetzky, Rita Falk, Hajo Seppelt oder auch Luisa Neubauer erleben. Und das geht sogar von Zuhause aus oder unterwegs, denn alle Talks können Sie auch im Livestream sehen. Hier geht's zum heutigen Überblick: 10 bis 14 Uhr und 14 bis 18 Uhr.

+++ Diese Promis kommen heute auf die Buchmesse +++

8:20 Uhr: Buchmesse-Tag Nummer zwei beginnt! Und der bringt nicht nur jede Menge Literatur, sondern natürlich auch wieder viele Promis. Erstmal zur Literatur: Da stehen heute unter anderem Bestsellerautor Jo Nesbø, Rafik Schami, Shortlist-Autorin Jackie Thomae, Longlist-Autorin Nora Bossong, Jussi Adler Olsen und Jan Weiler auf dem Programm. Aus der Rubrik Promis sind heute hervorzuheben: Basketball-Star Dirk Nowitzki (er hat seine Biografie im Gepäck), Moderatorin und Schauspielerin Ruth Moschner und Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Hier ist unser ausführlicher Überblick zum Buchmesse-Donnerstag.

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