Haakon, Kronprinz von Norwegen, im Literaturzug

Was war am Dienstag auf der Frankfurter Buchmesse los? Der Ticker zum Nachlesen.

Die Meldungen im Überblick:

Damit beenden wir die Berichterstattung von der Frankfurter Buchmesse am Eröffnungstag. Mittwoch früh sind wir wieder für Sie da.

+++ Diese Promis kamen zur Eröffnungsfeier +++

19:20 Uhr: Nicht nur das norwegische Kronprinzenpaar und zahlreiche Politiker sind heute zur Eröffnungsfeier der Buchmesse nach Frankfurt gekommen. Auch Blogger, Schauspieler und und andere Promis liefen auf dem roten Teppich auf. Wer? Sehen Sie selbst.

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+++ Die Buchmesse ist eröffnet +++

19:15 Uhr: Die Frankfurter Buchmesse ist eröffnet. Die Auftaktveranstaltung stand im Zeichen politischer und gesellschaftlicher Umbrüche und rechtsextremistischer Bedrohungen. "Erschütterung allein reicht nicht mehr", sagte Außenminister Maas (SPD). "Unser 'Nie wieder' klingt nach jeder neuen Tat hohler." Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Heinrich Riethmüller, mahnte ebenfalls, Freiheitsrechte seien "zunehmend Angriffen ausgesetzt". Antidemokratische Strömungen nähmen zu, "ausgrenzende, rechtsextremistische und antisemitische Haltungen" würden lauter, wie der Anschlag von Halle zeige.

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Der norwegische Bestseller-Autor Karl Ove Knausgard verwies in seiner Eröffnungsrede auf die "Langsamkeit" und die lang andauernde Wirkung von Literatur. Diese habe das Phänomen, dass technologische Errungenschaften wie das Auto und gut gemeinte Taten wie die Veränderung der Erbmasse in ein unkontrollierbares Übel umschlagen könnten, schon seit langem beschrieben, sagte Knausgård.

+++ Riechen, gucken, fantasieren: Der norwegische Ehrengast-Pavillon +++

17:40 Uhr: Es ist jedes Jahrs aufs Neue eine spannende Aufgabe für das Gastland der Frankfurter Buchmesse: Ein große, leere Ausstellungshalle will gefüllt werden mit dem, was das Land ausmacht - literarisch, kulturell, menschlich. Norwegen hat seinen Ehrengast-Pavillon unter das Motto "Der Traum in uns" gestellt. Dort gibt es Tische und Gestänge, die Segelboote, Rentiere oder ganze Landschaften darstellen sollen. Da braucht der Besucher jede Menge Fantasie, meint unsere Redakteurin Tanja Stehning, die sich den Pavillon heute schon angeguckt hat. Auch eine gute Nase ist gefragt. Lesen Sie selbst.

+++ Schrauben, schleppen, sägen: Der Buchmesse-Aufbau läuft +++

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16:45 Uhr: Gleich wird die Frankfurter Buchmesse offiziell eröffnet, aber in den Messehallen wird noch ganz schön geschuftet. Da muss noch so manch ein Regal bestückt oder gar erst aufgebaut werden. Wir haben einen Blick in die eigentlich noch geschlossenen Hallen geworfen und ein paar Schnappschüsse mitgebracht.

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+++ PEN-Zentrum fordert Abzug der türkischen Armee aus Nordsyrien +++

16:15 Uhr: Das Präsidium des deutschen PEN-Zentrums und die von ihm betreuten Exil-Autoren fordern den Abzug der türkischen Armee aus Nordsyrien und den sofortigen Stopp der Kampfhandlungen. "Unsere Solidarität und unser Mitgefühl gelten den Menschen, die aus dem Kriegsgebiet flüchten müssen. Unser Zorn richtet sich gegen die Verursacher dieser humanitären Katastrophe: Den Machthaber aus Ankara, seine Minister und Militärs", heißt es in einer am Dienstag in Darmstadt verbreiteten Erklärung. Die Türkei habe eine völkerrechtswidrige Invasion begonnen. Gefangene würden gefoltert und hingerichtet. "Diese Kriegsverbrechen müssen verfolgt, aufgeklärt und geahndet werden."

Außerdem müssten alle wegen ihrer Kriegsgegnerschaft inhaftierten Menschen in der Türkei und alle anderen Dissidenten, Journalisten, Künstler und Schriftsteller freigelassen werden. Weitere Forderungen des PEN-Präsidiums sind unter anderem ein Waffenembargo, eine Erklärung der Nato, die den Bündnisfall ausschließt, sowie die Einrichtung eines internationalen Gerichtshofes zur Aufklärung möglicher Kriegsverbrechen der türkischen Armee.

+++ Kronprinz Haakon ist ein langsamer Leser +++

16:10 Uhr: Norwegens Kronprinz Haakon zählt sich selbst nicht zu den Menschen, die regelmäßig ein Buch nach dem anderen verschlingen. Er sei "ein langsamer Leser", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. "Aber ich höre Hörbücher." Er lese ab und an auch Bücher, "aber - das muss ich zugeben - auch viele Dokumente".

Haakon, Kronprinz von Norwegen, im Literaturzug

+++ Polizeihund im hr-Buchmessebüro +++

15:50 Uhr: Eine Dreiviertelstunde lang mussten wir eben die Arbeit unterbrechen - Sicherheit geht vor. Die Polizei untersuchte unsere Redaktionsräume auf der Buchmesse bis in die letzte Ecke. Mit dabei: ein Spürhund. Gefunden haben die Spezialisten nichts, wir können also wieder weiterarbeiten.

Spürhund in den hr-Räumen auf der Frankfurter Buchmesse

+++ Kulturredakteurin als Promifotografin +++

15:40 Uhr: Ins täglich Brot von Promifotografen konnte unsere Kollegin Sonja Fouraté heute kurz reinschnuppern. Ziemlich kurz. Um 14 Uhr war das norwegische Kronprinzenpaar mit dem Literaturzug in Frankfurt angekündigt. Dafür hieß es, sich eine Stunde vorher einen guten Platz am roten, Pardon, grünen Teppich zu suchen. Dann warten. Und warten. Und warten. Und dann war es auch ganz schnell vorbei: Kaum waren Haakon und Mette-Marit angekommen, Gedränge, Geschubse und Gebrüll: "Hierher gucken", "Hoheiten, hier links!", "Drehen Sie sich doch mal!" Alle wollten nur das eine gute Foto. Keine zehn Minuten, dann waren Blumen überreicht, die Hände von Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) oder Buchmessen-Chef Juergen Boos geschüttelt und in die Kameras gelächelt. Aber immerhin: einmal eine Prinzessin fotografiert.

Kronprinzessin Mette-Marit

+++ Norwegisches Kronprinzenpaar in Frankfurt angekommen +++

14.25 Uhr: Angekommen! Das norwegische Kronprinzenpaar ist mit seinem Literaturzug in den Frankfurter Hauptbahnhof eingefahren. Zur Begrüßung von Kronprinz Haakon und seiner Frau Mette-Marit standen Hessens Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) und der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos, bereit. Außerdem gab's schöne Sträuße von den zwei Blumenkindern Annabel und Leander.

Norwegisches Kronprinzenpaar am Frankfurter Hauptbahnhof

+++ Sicherheitschecks: Besser nur kleines Gepäck mitnehmen +++

14:15 Uhr: Sicherheit wird auf der Frankfurter Buchmesse groß geschrieben - und daher möglichst kleines Gepäck empfohlen. Besucher müssen sich auf Taschenkontrollen an allen Eingängen zum Messegelände einstellen, wie die Veranstalter betonen. "Wir empfehlen, Rucksäcke oder Trolleys zuhause zu lassen, da dies die Wartezeiten am Eingang verlängern kann", sagte Gabi Rauch-Kneer vom Messemanagement. Es könne zeitweise zu "Staus" an den Eingängen kommen. Möglicherweise selbstverständlich, aber vielleicht doch nochmal erwähnenswert ist dieser Hinweis: Taschenmesser, Waffen, Nachbildungen von Waffen und auch Reizsprays sind auf dem Messegelände verboten. Für den einen oder anderen Cosplayer könnte dies allerdings ein Problem darstellen. "Verbindlichen Auskünfte zu Sonderfällen" könnten nicht erteilt werden, sagt die Messeleitung, die endgültige Entscheidung liege beim Sicherheitspersonal vor Ort.

+++ Warten auf den Literaturzug am Frankfurter Hauptbahnhof +++

13:20 Uhr: Journalisten und Fans des norwegischen Kronprinzenpaares knubbeln sich bereits am Frankfurter Hauptbahnhof. Hier soll gleich der Literaturzug eintreffen, mit dem der norwegische Kronprinz Haakon und seine Frau Mette-Marit gerade unterwegs zur Buchmesse sind. Norwegen ist in diesem Jahr Gastland der Messe. Mit an Bord des Zugs sind viele bekannte norwegische Schriftsteller.

Warten auf den Literaturzug am Frankfurter Hauptbahnhof
Kronprinzessin Mette-Marit im Literaturzug

+++ Nobelpreisträgerin Tokarczuk über "Bad Girls" und den PiS-Sieg +++

13:00 Uhr: Die neue polnische Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk ist "nicht besonders glücklich" über den Sieg der Nationalkonservativen bei der Parlamentswahl in Polen am Sonntag. "Mich beunruhigt der Versuch einer historischen Erinnerungspolitik", sagte die Autorin am Dienstag bei der Eröffnungspressekonferenz der Frankfurter Buchmesse. Sie sehe die Auswirkungen einer zweiten Legislaturperiode mit absoluter Mehrheit für die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) vor allem als bedrohlich für Theater und Museen, die häufig in staatlicher Hand seien. Die Lage für Schriftsteller werde dadurch weniger verändert. "Wir brauchen nur einen Computer oder sogar nur einen Bleistift, und die meisten Verlage sind in privater Hand." Eine Zensur für Schriftsteller gebe es nicht in Polen. Allerdings beobachte sie einen Hang zur Selbstzensur bei einigen ihrer Kollegen, die mit schwierigen Themen nicht anecken wollten. "Ich hoffe, dass das nicht weiter fortschreitet."

Tokarczuk war vergangenen Donnerstag der nachgeholte Literaturnobelpreis für das Jahr 2018 zugesprochen worden, der Österreicher Peter Handke mit dem Preis für 2019 geehrt worden. Zur Diskussion über Handke könne sie noch nicht viel sagen, da sie während ihrer Lesereise kaum dazu komme, alle Kommentare zu lesen. Handke der Bad Guy, sie das Good Girl - ob ihr diese Aufteilung gefalle, wollte ein Journalist wissen. "Normalerweise bin ich das Bad Girl, das ist die Rolle, mit der ich vertraut bin. Darum kann ich das jetzt gerade genießen."

Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk

+++ Norwegisches Kronprinzenpaar nimmt Kurs auf Frankfurt +++

11:15 Uhr: Der norwegische Kronprinz Haakon und seine Frau Mette-Marit sind soeben am Kölner Hauptbahnhof mit ihrem Literaturzug in Richtung Frankfurt gestartet. Ihr Ziel: die Buchmesse, auf der Norwegen in diesem Jahr das Gastland ist. Der Zug war am Montag in Berlin losgefahren und hatte in Köln Zwischenstation gemacht. Mit an Bord sind neben dem Kronprinzenpaar zwei Dutzend der bekanntesten norwegischen Autoren. In Frankfurt wird das Kronprinzenpaar unter anderem von Hessens Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) und dem Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos empfangen. Und unsere hr-Reporter sind auch dabei und werden berichten.

Kronprinzenpaar am Kölner Hauptbahnhof

+++ Kunst auf der Buchmesse +++

10:20 Uhr: Das ist eine Premiere auf der Frankfurter Buchmesse 2019: Erstmals arbeiten das Kunstfestival "The Arts+" und das Multimediafestival "B3 Biennale" zusammen. Unsere Reporterin Sonja Fouraté hat für Sie fünf Highlights aus dem Programm herausgesucht.

+++ Buchmesse: fünf Messetage zwischen Literatur und Party +++

10:00 Uhr: Die weltgrößte Bücherschau in Frankfurt wird heute Nachmittag eröffnet. Derzeit laufen noch die letzten Aufbauarbeiten. Die rund 7.450 Aussteller kommen aus 104 Ländern. Die Messe steht in den ersten drei Tagen nur Fachbesuchern offen, am Wochenende sind dann alle Bücherfreunde willkommen. Die Buchmesse hat sich längst zu einem multimedialem Spektakel entwickelt. Was die Besucher in diesem Jahr alles erwartet, können Sie hier nachlesen. Und die praktischen Tipps finden Sie hier.

Den Buchmesse-Ticker der Vortage gibt's hier zum Nachlesen.