Gastrolle

Nach der unfreiwilligen Verlängerung hat Ehrengast Kanada von der Frankfurter Buchmesse Abschied genommen. Mit Spanien steht für 2022 ein Gastland in den Startlöchern, das mit seiner sprühenden Kreativität punkten will.

Die Übergabe der Gastrolle ist der traditionelle Abschluss der Frankfurter Buchmesse - in diesem Jahr von Ehrengast Kanada an Spanien. Und wie immer saßen am Sonntag zwei Teams in sehr unterschiedlichen emotionalen Zuständen in der Frankfurter Festhalle.

Zum einen die kanadische Delegation, die unter nicht-pandemischen Bedingungen deutlich größer ausgefallen wäre, als es in der aktuellen Situation möglich war. Lange Jahre hatte die Buchmesse um eine Teilnahme Kanadas gebuhlt. Dass es nun der Ehrengast werden würde, der unfreiwillig in eine Verlängerung geschickt wurde, konnte niemand ahnen.

"Am Ende war es doch wieder kompliziert und es ist ungewöhnlich, dass es uns gelungen ist", resümierte Caroline Fortin, Vorsitzende von Canada FBM2021.

Spanien verspricht sprühende Kreativität

Während die einen die Koffer packen, steht die spanische Delegation vor dem großen Aufbruch. "Wir fangen ja morgen an", sagte María José Gávez, Generaldirektorin für Buch und Leseförderung des Ministeriums für Kultur und Sport. Die Veranstaltungen, die sich über das ganze Jahr verteilen, würden bald starten. Und worauf dürfen die Gäste sich 2022 freuen?

"Sprühend kreativ" soll der Ehrengast-Auftritt 2022 werden, das hatte die spanische Delegation bereits bei der Pressekonferenz am Donnerstag versprochen. "Sprühend und sprudelnd, das ist etwas, was man nicht halten kann, was einfach rausspringt. So kreativ, so stark, dass man etwas nicht halten kann - das wollen wir zeigen", sagte Gávez bei der Abschiedszeremonie und der Übergabe der Gastrolle am Sonntag.

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Die Gastrolle, ein eigens für den Ehrengast-Auftritt geschaffenes Kunstobjekt, wird jedes Jahr um einen literarischen Beitrag des nachfolgenden Gastlandes erweitert. Spanien schreibt sich mit einem Beitrag mehrerer Autoren in die Rolle ein. "Wir haben beschlossen, Sätze einiger Autoren, Ana Maria Matute und anderer aufzuschreiben, als sie den Cervantes-Preis in Spanien erhalten haben", erklärte Gávez.

"Wir haben diese Sätze gewählt, weil sie über Bücher, über Sprache, über Worte, über die Liebe von Büchern und Kreativität sprechen." Mit dieser Botschaft und beschwingten Klängen von Spanish Brass endete die 73. Frankfurter Buchmesse.