Die Frankfurter Buchmesse 2021 - kleiner als sonst, aber wieder mit Publikum. Alles, was rund um die Messe passiert, erfahren Sie in unserem Ticker.

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  • Top-Thema

    Kebekus: "Bei Komikerinnen ging das Publikum früher lieber Bier holen"

    Ein Comedy-Abend mit mehreren Komikern, aber nur eine davon durfte weiblich sein: Weil die Veranstalter glaubten, Frauen seien "eh alle gleich und quatschen dasselbe". Diese Sexismus-Erfahrungen musste Carolin Kebekus zu Beginn ihrer Karriere als Komikerin machen. Ihr wurde damals schon der Eindruck vermittelt, dass es pro Show nur "Platz für eine" gebe, erklärte sie im ARD-Interview auf der Buchmesse.

    "Wenn Frauen einfach nur das gleiche Geschlecht haben, werden wir schon in denselben Topf geworfen." Daraus sei eine gewisse Rivalität unter Frauen entstanden. Über dieses Problem schreibt Kebekus auch in ihrem Buch "Es kann nur eine geben".

    Aber auch ihr Publikum habe diese Vorurteile gegenüber Komikerinnen geteilt. "Als ich angefangen habe zu spielen, war es ganz oft so, dass das Publikum bei dem Satz 'Und der nächste Gast ist eine Gästin' lieber Bier holen gegangen ist".

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    zum Video Diese Sexismus-Erfahrungen hat Carolin Kebekus gemacht

    Carolin Kebekus im Video
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  • Das war die ARD-Buchmessennacht

    Sie haben die ARD-Buchmessennacht verpasst? Hier nochmal die Aufzeichnung der Veranstaltung.

    Gäste waren unter anderem Marina Weisband, Eva Menasse, Buchpreisgewinnerin Antje Rávik Strubel, Stefan Aust, Sven Regener, Volker Kutscher und Kat Menschik, Johanna Adorján, Armin Nassehi, John von Düffel, Helen Macdonald und Bülent Ceylan.

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    Buchmessennacht
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  • Jugendliteraturpreis für Asterix-Übersetzerin

    Gudrun Penndorf, die Übersetzerin von "Asterix" und "Lucky Luke", ist am Freitagabend auf der Buchmesse für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden. "Penndorfs phänomenale sprachschöpferische Leistung" könne gar nicht genug gepriesen werden, erklärte die Sonderpreisjury. "Ihre kreativen Umbenennungen des Comicpersonals, ihr akribischer Rechercheeifer, ihre treffenden Wortspiele setzen bis heute Maßstäbe für das Übersetzen – nicht nur von Comics."

    Gudrun Penndorf mit einer Asterix-Plüschfigur

    Sieger in der Sparte Bilderbuch wurde "Unsichtbar in der großen Stadt" (Aladin) des kanadischen Autors und Illustrators Sydney Smith. Als bestes Kinderbuch überzeugte Marianne Kaurins Roman "Irgendwo ist immer Süden" (Woow Books). In der Sparte Jugendbuch konnte sich die Graphic Novel "Sibiro Haiku" (Baobab Books) durchsetzen. Gewinner beim Sachbuch war "100 Kinder" (Gabriel) von Christoph Drösser, illustriert von Nora Coenenberg. Die Jugendjury prämierte "After the Fire" (dtv Reihe Hanser). Der Sonderpreis "Neue Talente" ging an Lena Dorn. Die Jury attestierte der Übersetzerin aus dem Tschechischen eine beeindruckende sprachspielerische Begabung.

  • Emotionale Töne von Vivek Shraya

    Das Ehrengast-Motto "Singular Plurality - Singulier Pluriel", die einzigartige Vielfalt Kanadas, vereint die Autorin, Künstlerin und Sängerin Vivek Shraya in einer Person. Ihr Auftritt bildete den musikalischen Abschluss der Canada-Night in der Frankfurter Festhalle.

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    zum Video Der Auftritt von Vivek Shraya

    Vivek Shraya beim Auftritt im Rahmen der Canada Night
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  • Jugendliteraturpreis im Livestream

    Auf der Frankfurter Buchmesse werden ab 17.30 Uhr die Gewinnerinnen und Gewinner des Deutschen Jugendliteraturpreises 2021 bekanntgegeben. Die Preisverleihung kann im Livestream verfolgt werden.

    Ausgezeichnet werden das beste Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbuch. Außerdem werden die Sonderpreise "Neue Talente" und "Gesamtwerk" an deutsche Übersetzerinnen und Übersetzer vergeben.

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    Tickets für Samstag ausverkauft

    Nach zwei Jahren coronabedingtem Entzug darf das allgemeine Publikum seit Freitagnachmittag wieder aufs Messegelände. Und die Besucherinnen und Besucher kommen in Strömen. Für den Besuchersamstag ist das Ticketkontingent der Buchmesse bereits ausgeschöpft. Nun können nur noch Einlasskarten für den letzten Messetag am Sonntag online gekauft werden, wie die Frankfurter Buchmesse am Freitag mitteilte.

    Anders als in den vergangenen Jahren mussten sich Lesefans in diesem Jahr bereits vorher um ihre Tickets kümmern, ein spontaner Besuch ist wegen der Corona-Pandemie nicht möglich. Pro Tag sind auch nur 25.000 Menschen zugelassen, alle müssen geimpft, genesen oder getestet sein (3G).

    Publikumsmasse beim Einlass zur Buchmesse. Blick in die Hallem aus der Vogelperspektive fotografiert.
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    Sven Regener: "Wie herrlich ist der Mensch"

    Der Autor Sven Regener lässt sich beim Schreiben von seinen eigenen Figuren leiten. "Diese Leute inspirieren mich. Ich hab die zwar selbst erfunden, aber sie haben für mich ein eigenes Leben und einen eigenen Charakter", sagte der Autor und Musiker am Freitag auf der Frankfurter Buchmesse. Daher schreibe er auch gern über die immer gleichen Personen.

    In seinem jüngsten Buch "Glitterschnitter" taucht auch "Herr Lehmann" wieder auf, der Titelheld seines gleichnamigen Erfolgsromans. Auf die Frage, worum es in seinen Büchern gehe, finde er nie eine befriedigende Antwort, gab Regener auf dem "Blauen Sofa" zu: "Das ist ja mein großes Problem, immer schon eigentlich." Wenn man die Handlung zusammenfasse, mache sie wenig Sinn. "Es kommt aber mehr darauf an, wie man die Geschichten erzählt." Was die Personen denken, sei wichtiger als das, was sie tun. "Darum geht's eigentlich in all meinen Büchern: Wie herrlich ist der Mensch."

    Sven Regener ist um 15 Uhr zu Gast auf der ARD-Buchmessenbühne.

    Sven Regener
  • 10 Aktionen, die Sie nicht verpassen sollten

    Seit 14 Uhr darf das allgemeine Publikum auf das Messegelände und ab sofort dürfen auch Bücher gekauft werden. Und wenn Sie schon mal da sind, hier einige Dinge, die man auf dem Gelände aber auch in der Stadt ausprobieren, anschauen und anfassen kann.

  • Hoop-Dance-Weltmeister zeigt seine Kunst

    Bei der Canada-Night in der Frankfurter Festhalle ging es in erster Linie um die kanadische Literatur. Der Ehrengast hatte jedoch auch musikalische Gäste und einen tänzerischen Act im Programm. Den Auftritt des Hoop-Dance-Weltmeisters Dallas Arcand wollen wir Ihnen sehr empfehlen.

    Der Hoop-Dance ist eine Form des Geschichtenerzählens. In dem Tanz fließen eine tiefe Verbundenheit und Hingabe an die Erde, die Natur, die Sprache, den Gesang, die Tradition ineinander.

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    zum Video Erleben Sie den Weltmeister im Hoop-Dance

    Weltmeister im Hoop Dance bei seinem Auftritt bei der Canada-Night in Frankfurt.
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    Wie die Feministin Adichie zur Ikone wurde

    Eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen Afrikas, Chimamanda Ngozi Adichie, hat Feminismus in den Mainstream und Pop-Olymp gebracht. Ihre Definition: "Feminist(in) ist: Eine Person, die an die politische, soziale und wirtschaftliche Gleichheit der Geschlechter glaubt". Das hat auch Beyoncé in ihrem Song "Flawless" gesampled. Dann gingen diese Worte um die Welt, schon die Kleinsten haben dazu getanzt. Unlängst war Adichie in Deutschland, dort traf sie sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

    Nun hat Adichie, die aus Nigeria stammt, ein neues Buch veröffentlicht: "Trauer ist das Glück, geliebt zu haben". Sie beschreibt darin den Verlust ihres Vaters. "Er ist der Grund, warum ich keine Angst davor habe, was Männer denken. Ich habe keine Angst vor der Missbilligung von Männern. Und ich glaube, es liegt an meinem Vater", sagte sie gegenüber hauptsache kultur. Er habe ihr ermöglicht, anderer Meinung zu sein. Das Patriarchat kicken - das sollten ihrer Meinung nach auch die Männer.

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    zum hr-fernsehen.de Video „We Should All Be Feminists!“ - Wie Chimamanda Ngozi Adichie zur Ikone wurde

    hk
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    Die Buchmesse im Zeitraffer

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    Buchmesse Eindrücke
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    Es ist nicht so viel los wie in Vor-Corona-Zeiten, aber die Frankfurter Buchmesse kann in diesem Jahr zumindest wieder mit Publikum stattfinden. Coronabedingt sind pro Tag nur 25.000 Menschen zugelassen, es gilt die 3G-Regel. Um Gedränge zu vermeiden, wurden die Eingangsbereiche vergrößert und die Gänge zwischen den Messeständen verbreitert.

    In diesem Jahr gibt es bereits ab Freitag um 14 Uhr einen allgemeinen Besuchertag - das ist neu. Normalerweise darf das Lesepublikum immer erst samstags und sonntags auf das Messegelände. Es sind rund 2.000 Aussteller aus 80 Ländern und etwa 300 Autorinnen und Autoren vor Ort. 2020 fand die Frankfurter Buchmesse ausschließlich digital statt.

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    Darum lohnt sich am Freitag ein Buchmesse-Besuch

    Das Fachpublikum huscht schon wieder durch die Gänge und um 14 Uhr öffnet die Frankfurter Buchmesse auch für das allgemeine Publikum. Ab dann dürfen auch Bücher gekauft werden. Zudem liefert der Messe-Freitag zur Halbzeit zwei beliebte Veranstaltungen: die Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises und die ARD-Buchmessennacht. Und es tummeln sich bekannte Gesichter in der Stadt und auf der Messe. Hier bekommen Sie einen Überblick, was am Freitag auf der Messe passiert.

  • hr2-Hörbuchnacht aus der Festhalle

    Sie haben die hr2-Hörbuchnacht live aus der Festhalle verpasst? Nicht schlimm, es gibt zwei Möglichkeiten, das nachzuholen. Entweder hier im Video oder am Samstag, 23. Oktober, um 20.04 Uhr, in hr2-kultur als reiner Hörgenuss. Gäste waren unter anderem Elke Heidenreich, Gesine Cukrowski und Jens Wawrczeck.

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    hr2 Hörbuchnacht
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  • Roland Kaiser bereut nur eine Sache

    Schlagersänger Roland Kaiser (69) zieht eine positive Bilanz seines bisherigen Lebens. Er würde es ganz genau noch einmal so leben, sagte der Sänger am Donnerstag auf der Frankfurter Buchmesse. Dort stellte der Entertainer seine Autobiografie "Sonnenseite" vor.

    "Das einzige, das ich nicht wieder machen würde, ist anzufangen zu rauchen", sagte Kaiser. "Gesundheit geht für mich über alles", fügte der Sänger hinzu, der vor vielen Jahren an der chronischen Lungenkrankheit COPD erkrankt war. Eine Lungentransplantation im Februar 2010 habe ihm zu einem neuen Leben verholfen.

    Roland Kaiser auf der Frankfurter Buchmesse
  • Ex-Häftling Söring hat vor fast nichts mehr Angst

    Der in den USA wegen Doppelmordes verurteilte Ex-Häftling Jens Söring sieht seinem Leben recht unerschrocken entgegen. "Ich habe vor fast nichts mehr Angst", sagte der 55-Jährige am Donnerstag in Frankfurt auf der ARD-Buchmessenbühne. "Ich bin einer der ganz wenigen Menschen, die sagen können: Das Schlimmste liegt hinter mir."

    Söring saß 33 Jahre im US-Gefängnis. Der deutsche Diplomatensohn war wegen Mordes an den Eltern seiner damaligen Freundin Elizabeth Haysom zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte die Morde aus dem Jahr 1985 zunächst gestanden, später aber das Geständnis widerrufen.

    Das Leben im Gefängnis sei ein permanenter Alarmzustand. Man dürfe keine Gefühle zeigen, müsse das Kreuz durchdrücken und dürfe nicht ängstlich gucken. "Jedes Zeichen der Schwäche führt zu einem Angriff", sagte Söring. "Das Wichtigste innerhalb der Gefängnishierarchie ist, dass andere Menschen in einem nicht das Opfer sehen."

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    Jens Söhring im Gespräch
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    Autorinnen bemängeln Streitkultur in sozialen Netzwerken

    Nach der Debatte um rechte Verlage sagten mehrere Autorinnen und Autoren ihre Auftritte auf der Frankfurter Buchmesse ab. In den sozialen Netzwerken ist darüber eine hitzige Debatte entbrannt. Einige Autorinnen fühlen sich dadurch unter Druck gesetzt.

  • Frauen-Literaturpreis geht an Mely Kiyak

    Die Berliner Autorin und Publizistin Mely Kiyak erhält für ihr Buch "Frausein" den Literaturpreis "Christine". Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben, wie das Netzwerk "BücherFrauen" am Donnerstag auf der Buchmesse bekanntgab. Das Buch habe durch seine inhaltliche Ausrichtung und durch seine gesellschaftliche Relevanz überzeugt, heißt es in der Begründung der Jury. "Frausein" mache Mut, den eigenen Weg zu gehen, "eigenständig und unabhängig."

    Kiyak trage mit ihrem Buch zur Gleichstellung der Geschlechter und zur Stärkung von Frauen und Mädchen bei. Die 45-jährige Publizistin und Schriftstellerin wurde unter anderem bereits mit dem Kurt-Tucholsky-Preis und dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Der Literaturpreis "Christine" wird am 5. November im Berliner Literaturhaus verliehen.

    Schriftstellerin Mely Kiyak
  • Was es beim Buchmesse-Besuch zu beachten gilt

    Online-Tickets, 3G-Regelung, Maskenpflicht - was Sie beachten müssen, wenn Sie die Frankfurter Buchmesse besuchen. Kurz gefasst in einer Minute.

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    Eine Frau mit einem Buch in der Hand. Aufschrift auf dem Foto: So geht Buchmesse
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    Autor Eulberg im Interview: Was wir von Tieren lernen können

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    Autor Eulberg
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    "Mikroorgasmen" entstehen für Autor Dominik Eulberg, wenn er in der Natur unterwegs ist und sich an ihr erfreut. Wenn zum Beispiel ein Eisvogel an ihm vorbeifliegt – "dann jubelt jede Zelle in mir". Mit seinem Buch "Mikroorgasmen überall" will der Biologe die Artenvielfalt vor unserer Haustür feiern. Seine Leserschaft möchte er dabei über ein kindliches Staunen abholen. "Das Lustvolle ist der Motor der Evolution, nicht die Angst", sagt er.

    Zugleich bezeichnet Eulberg die Naturschutzbestrebungen als Katastrophe. Würden Insekten aussterben, blieben auch der Menschheit nur noch wenige Monate. Bekannt ist der Autor auch als DJ, der Tierlaute und Naturgeräusche zu Minimal Techno sampelt.

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    Spanien gibt Vorgeschmack auf Ehrengast-Auftritt 2022

    Spanien will als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse im kommenden Jahr unter dem Motto "Creatividad Desbordante - Sprühende Kreativität" auf die Vielfalt seiner Literatur aufmerksam machen. In der Festhalle hat der Direktor der Buchmesse, Juergen Boos, am Mittwoch eine Delegation aus dem künftigen Ehrengastland begrüßt. Spanien werde im kommenden Jahr nicht nur an fünf Tagen präsent sein, sondern das ganze Jahr über, kündigte Boos an.

    "Es ist eine große Freude für mich", sagte Miguel Iceta, der Spanische Minister für Kultur und Sport. Spanien sei heute ein modernes kosmopolitisches Land mit einem starken Literaturbetrieb und einer Verlagsindustrie, die man der Welt vorstellen wolle - "in Bezug auf die Vitalität unserer Kulturszene und ihr Bekenntnis zur Innovation."

    Miguel Iceta

    Am Sonntag wird der aktuelle Ehrengast Kanada die Gastrolle in einer feierlichen Zeremonie an Spanien übergeben. Spanien ist dann nach 31 Jahren zum zweiten Mal Ehrengast der Buchmesse.

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    Darum lohnt sich am Donnerstag ein Buchmesse-Besuch

    Endlich wieder Buchmesse mit Lesungen, Preisverleihungen, Gesprächen und vor allem mit Menschen vor Ort auf dem Messegelände! Hier bekommen Sie einen Überblick, was am zweiten Buchmesse-Tag auf der Messe passiert. Der Donnerstag ist noch kein Publikumstag, aber viele Veranstaltungen werden in Livestreams übertragen.

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    Auch Krauthausen kommt nicht zur Messe

    Nach Riccardo Simonetti, Annabelle Mandeng und Nikeata Thompson hat auch Raul Krauthausen seinen Besuch auf der Buchmesse kurzfristig abgesagt. Dies teilte er am Mittwochabend dem hr mit. Der Autor und Aktivist für Inklusion hatte bereits bei der Pressekonferenz zur Buchmesse-Eröffnung vor "zu viel Toleranz gegenüber den Intoleranten" gewarnt und betont, dass es auf der Messe "Raum für rechtes Gesinnungsgut" gebe. "Wir finden es wichtig, dass man dafür Verantwortung übernimmt und sich nicht nur auf die Meinungsfreiheit beruft", erklärte er.

    Er hatte Buchmesse-Direktor Juergen Boos und die Börsenverein-Vorsteherin Karin Schmidt-Friderichs bei der Pressekonferenz mit der Absage der Autorin Jasmina Kuhnkes konfrontiert - und sie auf den "Elefanten im Raum" angesprochen. Kuhnke hatte am Tag zuvor mitgeteilt, wegen der Präsenz rechter Verlage auf den Buchmesse-Besuch zu verzichten. Die Buchmesse pocht auf Meinungsfreiheit. Krauthausen ist einer von acht Akteurinnen und Akteuren, die einen Tag lang eine Zukunftsvision für eine Arte-Dokumentation zum Thema "Wie wollen wir leben?" entworfen haben.

    Raul Krauthausen
  • Petra Gerster: Der "alte weiße Mann" ärgert sich übers Gendern

    Die Fernsehjournalistin und ehemalige "Heute"-Moderatorin Petra Gerster (66) hat heftige Zuschauerreaktionen auf ihr mit hörbarer Sprechpause vorgetragenes Gendern erhalten. "Ich habe so viele Briefe bekommen wie noch nie, und es waren keine Liebesbriefe", sagte Gerster auf der ARD-Buchmessenbühne. Darunter seien "bitterböse Briefe" gewesen.

    "Es waren 90 Prozent Männer, und davon, würde ich sagen, waren rund 90 Prozent über 65 Jahre." Es sei eine bestimmte Klientel, die auf das Gendern besonders empfindlich reagiere. "Es ist tatsächlich der alte weiße Mann, der um den letzten Rest seiner Privilegien fürchtet und seine Felle davonschwimmen sieht", sagte Gerster.

    Dabei gewännen auf lange Sicht alle durch das Gendern - also das geschlechtergerechte Schreiben und Sprechen, auch die Männer. Das Gendern werde "die Gesellschaft öffnen und bunter machen", gab sich Gerster überzeugt.

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    zum Video Politische Bühne: Gendern. Wie Sprache elegant für alle gelingt | #fbm21

    Politische Bühne: Gendern. Wie Sprache elegant für alle gelingt | #fbm21
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  • Eindrücke vom ersten Fachbesuchertag

    Nachdem die Buchmesse am Dienstag eröffnet wurde, besuchte am Mittwoch erstmals Fachpublikum die Veranstaltung. Nach der langen Corona-Pause kehrt somit auch ein wenig Normalität zurück. Das freut nicht nur Bücherwürmer und Leseratten, sondern auch die Branche.

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    hs
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  • Eva Menasse schaut als Ausgleich zum Schreiben Netflix

    Autorin Eva Menasse schaut während ihrer Schreibphasen Serien. Wenn man an einem Buch arbeite, könne man oft keine Literatur lesen, "weil einen der Sound von dem anderen stört", berichtete die Österreicherin am Mittwoch auf der ARD-Buchmessenbühne. Während der Arbeit an ihrem jüngsten Roman "Dunkelblum" (Kiepenheuer & Witsch) habe sie sich ein Netflix-Abo angeschafft. Seit der Roman beendet ist, schaut sie kaum noch. "Das ist offenbar so ein Ausgleich gewesen."

    Was ihr an Serien wie "Breaking Bad" besonders gefallen habe, sei die Schnitttechnik: Man begleitet eine Figur, dann kommt ein Schnitt, man will aber unbedingt wissen, wie es weitergeht. Solche Cliffhanger funktionierten toll, sagte Menasse. Die Technik sei aber alles andere als neu: "Das hat die Literatur schon lange gemacht."

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    Eva Menasse im Gespräch | #fbm21
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