Die Frankfurter Buchmesse 2022. Alles, was im Vorfeld der Messe passiert, erfahren Sie in unserem Ticker.

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  • Friedenspreis für Serhij Zhadan

    Der ukrainische Schriftsteller und Musiker Serhij Zhadan erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. "Wir ehren den ukrainischen Schriftsteller und Musiker für sein herausragendes künstlerisches Werk sowie für seine humanitäre Haltung, mit der er sich den Menschen im Krieg zuwendet und ihnen unter Einsatz seines Lebens hilft", begründet der Stiftungsrat seine Entscheidung. Der Friedenspreis wird zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse am 23. Oktober in der Paulskirche übergeben.

  • Was Spanien auf der Buchmesse bieten will

    Noch vier Monate bis zur Buchmesse in Frankfurt – für den Ehrengast beginnt die finale Planungsphase. Spanien will im Oktober "Kreativität versprühen" und verspricht den Auftritt von 200 Autorinnen und Autoren. Ach ja: Drinks und besondere Früchte hat der Ehrengast auch im Gepäck.

  • Friedenspreisträgerin Dangarembga vor Gericht

    Die Autorin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga steht seit Dienstag in ihrem Heimatland Simbabwe vor Gericht. Der Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels würden unter anderem ein Aufruf zur Gewalt und ein Verstoß gegen Corona-Auflagen auf einer Demonstration im Juli 2020 vorgeworfen, sagte eine Sprecherin von Dangarembgas deutschem Verlag Orlanda dem Evangelischen Pressedienst (epd).

    Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels äußerte sich besorgt. Der Antikorruptionsgerichtshof in Simbabwes Hauptstadt Harare unterstehe direkt dem autokratischen Präsidenten Emmerson Mnangagwa. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, drohten der 62-Jährigen mehrere Jahre Haft. Die Zeugenaussagen am ersten Prozesstag bezeichnete ein Sprecher des Börsenvereins als "skurril und schwammig".

  • Buchmesse unterstützt ukrainische Verlage

    Die Frankfurter Buchmesse ruft zur Unterstützung der ukrainischen Buchbranche auf und will ukrainischer Literatur weltweit Sichtbarkeit verleihen. Wie Buchmesse-Direktor Juergen Boos am Montag in Frankfurt mitteilte, können ukrainische Verleger und Autoren demnach beim Branchentreffen vom 19. bis 23. Oktober in Frankfurt kostenlos ihre Publikationen präsentieren.

    Um ukrainische Literatur und Kultur international mehr sichtbar zu machen, reise eine Kollektion von Büchern ukrainischer Autoren und Illustratoren, die auf Deutsch veröffentlicht wurden, um die Welt und werde auf Buchmessen ausgestellt, als nächstes in Warschau und Prag. Die Kollektion "Books from Ukraine" (Bücher aus der Ukraine) ist auch auf der gleichnamigen Internetseite zu sehen.

    Gemeinsam mit dem ukrainischen Verlags- und Buchhandelsverband (UPBA) haben die Unternehmen der Börsenvereinsgruppe den Angaben zufolge auch ein Hilfsprojekt für ukrainische Verlage, Buchhandlungen und Autoren gestartet und informieren über weitere Hilfen aus der Buchbranche.

    Menschen an einem Stand mit vielen Büchern und einigen Leuchten dazwischen.
  • Top-Thema

    Buchmesse zufrieden mit Anmeldungen

    Die Veranstalter der Frankfurter Buchmesse blicken positiv auf die weltweit größte Bücherschau im Oktober. Man sei mit dem Anmeldestand sehr zufrieden, teilte die Messe auf Anfrage des Fachmagazins "buchreport" mit. Die Halle für die deutschsprachigen Verlage sei fast ausgebucht und auch die Rückmeldungen der internationalen Verlage seien zufriedenstellend. Aktuell hätten sich Aussteller aus knapp 60 Ländern angemeldet.

    Man arbeite gemeinsam mit den Behörden an einem geeigneten Hygiene-Konzept, zitiert das Magazin die Verantwortlichen. Momentan gehe man aber davon aus, dass es bei der Durchführung vom 19. bis zum 23. Oktober keine nennenswerten Einschränkungen geben werde. 2020 war die Buchmesse wegen der Corona-Pandemie ausgefallen, 2021 fand sie in deutlich kleinerer Version statt. Ehrengast ist in diesem Jahr Spanien.

  • Kanada-Ausstellung der Schirn ausgezeichnet

    Die Ausstellung "Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910-1940" der Frankfurter Schirn ist am Mittwoch mit dem Preis "Ausgezeichnet Ausgestellt" der Dr. Marschner Stiftung ausgezeichnet worden. "Magnetic North" versammelte 2021 die Ikonen der kanadischen Moderne und präsentierte sie zusammen mit zeitgenössischen Indigenen Positionen.

    Die Jury lobte in ihrer Begründung die kulturhistorische Einordnung der kanadischen Landschaftsmaler der sogenannten Group of Seven und die Verknüpfung mit gegenwärtigen (post-)kolonialen Debatten um die First Nations. Die Schau gehörte zum Begleit-Programm des Buchmesse-Ehrengasts Norwegen, der seinen Gastauftritt wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschieben musste.

    Ausstellung "Magnetic North" in der Kunsthalle Schirn
  • Top-Thema

    Buchpreis: Neuer Rekord bei Einreichungen

    Der Deutsche Buchpreis verzeichnet das dritte Jahr in Folge einen Rekord bei der Zahl der Einreichungen. 124 deutschsprachige Verlage schickten insgesamt 202 Titel ins Rennen um den Roman des Jahres. Das sind fünf Titel mehr als im 2021, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Jeder Verlag konnte maximal zwei Titel einreichen, die zwischen Oktober 2021 und dem 20. September 2022 erschienen sind oder noch erscheinen.

    Die Jury des Deutschen Buchpreises entscheidet in einem mehrstufigen Auswahlverfahren über den Roman des Jahres. Am 23. August werden die 20 nominierten Titel der Longlist bekanntgegeben, am 20. September wird die Shortlist veröffentlicht. Die Preisverleihung findet am 17. Oktober statt. Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben.

  • Ein neues Image für den bösen Wolf

    Rotkäppchen trägt jetzt blau, und der böse Wolf ist eigentlich doch ein Guter: Im neuen Bilderbuch des Wiesbadener Bestseller-Autors Nico Sternbaum werden Märchenstereotype auf den Kopf gestellt. Warum das gut ist – und ein Psychologe die klassischen Märchen trotzdem verteidigt.

  • Top-Thema

    Frankfurter Buchmesse prüft früheren Termin ab 2023

    Traditionell findet die Frankfurter Buchmesse im Herbst statt. Doch in dieser Zeit steigt auch die Zahl der Corona-Infektionen. Deshalb könnte die Bücherschau künftig früher stattfinden.

  • "Gerechte Bildung funktioniert nur über die Sprache"

    Er kam selbst als Kind als Flüchtling aus dem Irak: Junis Sultan ist Lehrer und hat ein Buch über seine Fluchterfahrungen geschrieben. Er sagt im Interview: Die Sprache ist der Schlüssel zur Bildung. Auch für die Kinder, die jetzt aus der Ukraine nach Deutschland kommen.

  • Messe setzt Veranstaltungen in Russland aus

    Die Messe Frankfurt setzt wegen der russischen Invasion in die Ukraine bis auf Weiteres alle Veranstaltungen in Russland aus. Dies habe die Geschäftsführung entschieden, teilte das vom Land Hessen und der Stadt Frankfurt getragene Unternehmen am Dienstag mit. "Die Messe Frankfurt unterstützt alle Sanktionsmaßnahmen der Bundesregierung."

    Die Russlandgeschäfte laufen über die 2002 gegründete Tochter Messe Frankfurt RUS in Moskau mit rund 50 Beschäftigten. Vor wenigen Tagen hatte die Frankfurter Messegesellschaft mitgeteilt, dass in Russland 17 verschiedene Veranstaltungen organisiert werden, die in regulären, pandemiefreien Zeiten von 3.900 Ausstellern und 155.000 Besuchern genutzt würden.

    Auch Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse verurteilte den russischen Angriff am Dienstag scharf. Es sei eine Verletzung des Völkerrechts, schrieb er in einer Mitteilung. Die Zusammenarbeit mit staatlichen russischen Organisationen werde ausgesetzt. Gleichzeitig sicherte er ukrainischen Verlegern die volle Unterstützung zu.

  • Top-Thema

    Diese Jury entscheidet über Deutschen Buchpreis

    Alle Jahre wieder arbeiten sich sieben Literaturexpertinnen und -experten durch einen großen Bücherberg und küren am Ende den besten deutschsprachigen Roman. Eine Besonderheit beim Deutschen Buchpreis: Die siebenköpfige Jury wird in jedem Jahr neu besetzt. Die Akademie Deutscher Buchpreis hat diese Jury berufen: Erich Klein (freier Kritiker, Wien), Frank Menden (stories! Die Buchhandlung, Hamburg), Uli Ormanns (Agnes Buchhandlung, Köln), Isabelle Vonlanthen (Literaturhaus Zürich), Selma Wels (Kuratorin und Moderatorin, Frankfurt), Jan Wiele (FAZ), Miriam Zeh (Deutschlandfunk Kultur).

    Noch bis zum 25. März 2022 können Verlage jeweils zwei deutschsprachige Romane aus dem aktuellen oder geplanten Programm einreichen. Zusätzlich dürfen sie bis zu fünf weitere Titel empfehlen. Die Bücher müssen zwischen 1. Oktober 2021 und 20. September 2022 erschienen sein, bzw. erscheinen. Die Longlist mit 20 Titeln wird am 23. August bekannt gegeben. Daraus wählen die Jurymitglieder sechs Titel für die Shortlist, die am 20. September veröffentlicht wird. Die Buchpreis-Verleihung findet am 17. Oktober zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse statt.

    Buchpreis-Jury: V.l.n.r.: Selma Wels, Uli Ormanns, Erich Klein, Miriam Zeh, Frank Menden, Isabelle Vonlanthen, Jan Wiele
  • Die Buchmesse 2021 in der Rückschau

    Das war die Buchmesse 2021 - alle unsere Ticker-Einträge können Sie hier noch einmal nachlesen: