Ein Entwurf für den Neubau der Oper Frankfurt.
Ein Entwurf für den Neubau der Oper Frankfurt. Bild © Wentz & Co.

Neubau oder Sanierung? Darüber wird in Frankfurt schon lange gestritten. Denn in dem Gebäude, in dem Oper und Schauspiel untergebracht sind, gibt es großen Sanierungsbedarf. Eine Bürgerinitiative will den Prozess jetzt beschleunigen. Die Stadt begrüßt das.

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Oper Frankfurt

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Stiftung will Opern-Neubau in Frankfurt vorantreiben

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Schon lange wird über die Zukunft der Städtischen Bühnen in Frankfurt diskutiert. Jetzt wollen zwölf einflussreiche Frankfurter Bürger den Bau einer neuen Oper in Frankfurt vorantreiben. Sie haben dafür eine Stiftung gegründet und konkrete Pläne vorgelegt.

Zu den Mitgliedern der "Bürgerstiftung Neue Oper Frankfurt" zählen der frühere hessische Kunstminister Udo Corts, Frankfurts Ex-Planungsdezernent Martin Wentz, der Direktor des Senckenberg-Museums Volker Mosbrugger und WISAG-Gründer Claus Wisser.

Engagement Frankfurter Bürger hat Tradition

Die Idee knüpfe an die Tradition an, dass sich Frankfurter Bürger für große Projekte engagieren, so Architekt und Mit-Initiator Martin Wentz. Der Zoo sei so entstanden, der Palmengarten, der Eiserne Steg und eben auch die Oper Frankfurt.

So könnte der Ballsaal in einem Neubau der Oper Frankfurt aussehen.
So könnte der Ballsaal in einem Neubau der Oper Frankfurt aussehen. Bild © Wentz & Co.

Die Stiftung geht davon aus, dass ein Neubau der Oper 240 Millionen Euro kosten würde. Ihr Vorschlag: Sie übernimmt die Finanzierung, indem sie rund 50 Millionen Euro an Spenden und Zustiftungen sammelt und Darlehen für die Gebäude-Investition bei Banken aufnimmt.

Stiftungsvorhaben könnte Zeit und Kosten sparen

Eine Stiftung habe den großen Vorteil, außerhalb des öffentlichen Vergaberechts planen und bauen zu können. Das spare Zeit und Kosten, teilten die Initiatoren mit. Das Grundstück soll die Stadt stellen.

Die Bürgerstiftung schlägt vor, die Oper an einem neuen Standort zu bauen. Am jetzigen könnte dann ein neues Schauspielhaus entstehen. Bisher teilen sich Oper und Schauspiel am Willy-Brandt-Platz ein Gebäude. Die Stabsstelle "Zukunft der Städtischen Bühnen" will bis Ende März klären, ob eine Sanierung der Doppelanlage möglich wäre und wie viel sie kosten würde.

Kulturdezernentin Hartwig: "Freue mich über dieses Engagement"

Nach Angaben der Stiftung wurden schon zahlreiche Gespräche mit den kulturpolitisch Verantwortlichen der Stadt und den Bühnen geführt. Und bei der Stadt stoßen die Pläne durchaus auf offene Ohren. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) erklärte, sie freue sich über so viel Engagement und begrüße die Idee der Stiftung, "einen Teil der möglichen Kosten über Spenden zu tragen". Der Vorschlag sei interessant und könne als eine mögliche Option in den Prüfungsprozess der Stabsstelle eingebracht werden.