Collage mit vier Bildern zu Ausstellungen, die im 2. Quartal 2019 starten.
Bild © Museum Wiesbaden/Bernd Fickert / Modanisa/ Mathematikum Gießen / VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Picasso im Städel, eine heiß diskutierte Schau über muslimische Mode oder ein märchenhafter Ausflug über finstere Pfade - in Hessens Museen starten lohnende Ausstellungen. Unsere Auswahl.

April | Mai | Juni

In der Mitmachausstellung "Mein Geld" im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt dreht sich vom 2. April bis 15. Oktober alles ums liebe Geld. Wie kann man sich Geld einteilen? Welche Bezahlmöglichkeiten gibt es und wie kann ich Geld anlegen oder mir welches leihen? Die Sonderausstellung richtet sich besonders an Familien mit Kindern.

Kinder/Jugendliche in der Sonderausstellung des Geldmuseums Frankfurt.
Sonderausstellung im Geldmuseum mit vielen Mitmachstationen. Bild © Deutsche Bundesbank

Eine Schau im Frankfurter Städel Museum widmet sich vom 3. April bis 30. Juni der Erfindungsfreude von Pablo Picasso. Scheinbar mühelos bediente Picasso sich aller Gattungen, Techniken und Materialien. Am Beispiel der Druckgrafik zeigt die Graphische Sammlung des Städel rund 60 Werke, die in der Neugierde des Künstlers ihren Ursprung haben. Radierung, Kaltnadel, Lithografie oder Linolschnitt - Picasso probierte alles aus und beschritt damit neue Wege.

Der blinde Minotaurus von einem Mädchen durch die Nacht geführt, 1934,
Der blinde Minotaurus von einem Mädchen durch die Nacht geführt, 1934, Bild © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Die Ausstellung "Contemporary Muslim Fashion" entfacht Diskussionen. Im Fine Arts Museum in San Francisco sorgte die Schau für Furore, ihre erste Europa-Station ist im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt (5. April bis 15. September). Es ist die erste große Ausstellung, die sich mit dem Phänomen zeitgenössischer muslimischer Mode auseinandersetzt - von Haute Couture über Streetwear bis zu Sportbekleidung. Die Ansichten sind geteilt: Momentaufnahme aktueller muslimischer Kleidungsstile oder Werbung für die weibliche Verschleierung? Da hilft nur: Anschauen! Eigene Meinung bilden.

Audiobeitrag
Zeina Nassar: boxer, for Nike Pro Hija

Podcast

Zum Artikel Muslim Fashion. Mehr als ein Kopftuch.

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"deadline" - unter diesem Titel zeigt das Museum für Sepulkralkultur in Kassel Arbeiten des Bildhauers Stephan Balkenhol (6. April bis 14. Juli). Es ist Balkenhols erste thematische Ausstellung, die frühere und neue Arbeiten zum Tod zeigt - dabei setzt er sich in seinen Skulpturen, Reliefs und Druckgrafiken seit Jahren mit der Endlichkeit auseinander. Höchste Zeit also für eine Schau im Museum für Sepulkralkultur.

Videobeitrag
hsk1645_050419

Video

zum Video Totenskulpturen im Museum für Sepulkralkultur

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"Round about" heißt die mathematische Kunstausstellung, die das Mathematikum in Gießen vom 6. April bis 5. Mai zeigt. Die 65 Skulpturen von Friedhelm Kürpig und Koos Verhoeff drehen sich allesamt um Ecken und Kanten, es sind "Rundreisen" auf mathematischen Figuren. Das Museum verspricht einen "Augenschmaus, der zum Mitdenken und Rätseln anregt."

Werke der Ausstellung "round about"
Bild © Mathematikum Gießen

Im Vulkaneum in Schotten ist vom 6. April bis 26. Mai eine Bilderausstellung über Orchideen im Vogelsberg zu sehen. Wer mit offenen Augen durch die Natur wandert, kann das rote oder weiße Waldvögelein, das blasse Knabenkraut oder die grünliche Waldhyazinthe entdecken.

Blasses Knabenkraut
Blasses Knabenkraut Bild © picture-alliance/dpa

Die Bilder vom Mauerfall in Berlin sind uns allen im Gedächtnis. Die Ausstellung "Kleine Mauerfälle", die der Hessenpark in Neu-Anspach vom 7. April bis 1. Dezember zeigt, ist den vielen kleinen Mauerfällen im Grenzabschnitt zwischen Hessen und Thüringen im November und Dezember 1989 gewidmet. Film- und Fotodokumente berichten von der Wiedersehensfreude, dem Interesse an der anderen Seite und dem neuen Umgang mit den alten, fremd gewordenen Nachbarn.

Die Bildkombo zeigt Menschen, die im Dezember 1989 an der Werrabrücke von Vacha (Thüringen) nach Philippsthal (Hessen) gehen, die Mauer ist an dieser Stelle abgerissen, ein weißer Strich markiert die Grenze und den Blick auf die Brücke des Friedens an derselben Stelle, aufgenommen am 19.10.2014
Die Bildkombo zeigt Menschen, die im Dezember 1989 an der Werrabrücke von Vacha (Thüringen) nach Philippsthal (Hessen) gehen, die Mauer ist an dieser Stelle abgerissen, ein weißer Strich markiert die Grenze und den Blick auf die Brücke des Friedens an derselben Stelle. Bild © picture-alliance/dpa

"Wissen Sie noch wer ich bin?" Diese Frage stellt das Sara Nussbaum Zentrum in Kassel in einer Sonderausstellung (7. April bis 5. Mai) über die Kasseler Musikmäzenin Emmy Rubensohn. Rubensohn (1884-1961) lebte in Kassel, Shanghai und New York und wo immer sie wirkte, setzte sie sich für Musikerinnen und Musiker ein. Die als Wanderausstellung konzipierte Schau porträtiert Rubensohns Leben und ihre Lebensstationen. Der Eintritt ist frei.

Foto von Emmy und Ernst Rubensohn
Emmy und Ernst Rubensohn. Schenkung von Fortunatus Schnyder-Rubensohn an das Jüdische Museum Berlin Bild © Jüdisches Museum Berlin

Das Museum Gotisches Haus in Bad Homburg zeigt vom 7. April bis 7. Juli die Sonderausstellung "In neuem Licht". Zu sehen sind frühe Arbeiten des Bad Homburger Malers Carl Stolz (1894-1978), die vom späten Impressionismus und der "Neuen Sachlichkeit" geprägt waren - und die eine bislang unbekannte Seite des Künstlers zeigen .

Blick auf Bad Homburg
Blick auf Bad Homburg Bild © Gotisches Haus Bad Homburg

In der Grimmwelt Kassel wird es zappenduster. Vom 10. April bis 6. Oktober gilt es, in der Schau "FinsterWald" einen Weg durch den Märchenwald zur magischen Lichtung zu finden, vorbei an Hexen und anderen Gruselgestalten. In der multimedialen Installation sollen Besucher nachempfinden, wie sich die Helden aus Grimms Märchen gefühlt haben. Der finstere Wald ist bedrohlich und doch lockt er mit unermesslichen Schätzen und Glück bis ans Ende aller Tage.

Finsterwald - Die Umrisse eines Bären, entstanden aus Buchstaben.
Um sich durch die Dunkelheit zu trauen, braucht es eine ordentliche Portion Mut. Bild © Grimmwelt

Das Hessische Landesmuseum in Darmstadt zeigt vom 11. April bis 14. Juli rund 60 Exponate unter dem Titel "bauhausPositionen", darunter die "Meistermappe des Staatlichen Bauhauses 1923", die damals in einer Auflage von 100 Exemplaren erschien.

Wassily Kandinsky, Abstrakte Komposition "Fröhlicher Aufstieg", 1923, Blatt 2 aus der Meistermappe des Staatlichen Bauhauses
Wassily Kandinsky, Abstrakte Komposition "Fröhlicher Aufstieg", 1923, Blatt 2 aus der Meistermappe des Staatlichen Bauhauses Bild © HLMD, Wolfgang Fuhrmannek

In Kassel ist die Schau "Kassel ... verliebt in Saskia" einer der Ausstellungshöhepunkte des Jahres. Vom 12. April bis 11. August dreht sich im Schloss Wilhelmshöhe alles um Liebe und Ehe in der Zeit von Rembrandt. Rembrandt heiratete 1634 Saskia Uylenburgh, die große Liebe seines Lebens - die viel zu früh starb. Mit eindrucksvollen Gemälden, kostbaren Hochzeitsgeschenken und liebevollen Erinnerungsstücken wird eine wundervolle Liebesgeschichte erzählt. Wie sah ein Dating im 17. Jahrhundert aus? Wie wurde geheiratet und wie ging man mit Schicksalsschlägen um?

Hochzeitsschild von Albert Sybrand van Eminga und Maria thoe Schwartzenberg, 1642
Hochzeitsschild von Albert Sybrand van Eminga und Maria thoe Schwartzenberg, 1642 Bild © Fries Museum Leeuwarden, Sammlung Koninklijk Fries Genootschap

Um die lange Geschichte des stillen Örtchens geht es in der Ausstellung "Drauf geschissen!", die vom 12. April bis 20. Oktober im Römerkastell Saalburg in Bad Homburg gezeigt wird. Wie ging man in der Antike eigentlich aufs Klo? Welche Lösungen fand man, um Fäkalien zu entsorgen? Antike römische Städte hatten erstaunlich ausgeklügelte Kanalsysteme. Auf Burgen im Mittelalter ging es deutlich unhygienischer zu - der Weg zum Wasserklosett war noch weit. Auf der Saalburg gibt es einen historischen Überblick, Augenzwinkern inklusive.

Antiker Toilettenstuhl - Sella cacatoria
Toilettenstuhl - Sella cacatoria Bild © Peter Knierriem

Das Institut für Stadtgeschichte in Frankfurt widmet der Komponistin und Pianistin Clara Schumann eine Ausstellung und zeigt sie als moderne Frau im Frankfurt des 19. Jahrhunderts (16. April bis 10. November). Nach dem frühen Tod ihres Mannes Robert Schumann, sorgte sie mit Konzertreisen durch halb Europa für den Unterhalt ihrer vielköpfigen Familie. Frankfurt erlebte damals einen beispiellosen Aufschwung - die Schau zeigt Schumanns bewegtes Leben im Wechselspiel mit den Geschicken der sich wandelnden Stadt.

Opernhaus um 1900
Opernhaus um 1900 Bild © Institut für Stadtgeschichte

Im Deutschen Goldschmiedehaus in Hanau starten im April gleich zwei Ausstellungen. Vom 22. April bis 5. Januar sind Highlights aus der Sammlung zu sehen. Einen Einblick, wie Goldschmuck entsteht, bekommt man vom 28. April bis 15. August. Gezeigt werden Arbeiten der Goldschmiede-Künstlerinnen Dagmar Stühler und Dorothea Förster. Die Besucher bekommen nicht nur die fertigen Schmuck-Ergebnisse zu sehen, sondern erfahren Details zu Inspiration und Entstehungsprozess.

Dorothea Förster. Halsschmuck - MM. Gold, Farbe/Lack, Schnur. 2008/09/ Dagmar Stühler, Halsreif,  Gold und Bergkristall, 2008
Arbeiten von Dorothea Förster und Dagmar Stühler Bild © Eva Jünger

Wann haben Sie zuletzt durch einen View-Master geschaut? Die kleinen Stereobetrachter, die einen als Kind in andere Welten entführten, werden in diesem Jahr 80 Jahre alt. Grund genug für das Freilichtmuseum Hessenpark, den Vor-Vorgängern der Virtual Reality-Brillen heutiger Generation, eine Ausstellung zu widmen (28. April bis 5. April 2020). Für Erwachsene dürften Kindheitserinnerungen wach werden, Kindern dürften die Gerätschaften wie eine Zeitreise vorkommen.

View-Master und BIlder, die man in den Guck-Geräten sehen kann.
Klick, nächstes Bild. Klick, noch ein Bild. Bild © Freilichtmuseum Hessenpark

Mai

Faszination Architektur: Alle zwei Jahre wird der Europäische Architekturfotografie-Preis vergeben. Nutzbarkeit, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit - Architektur hat an vielen Fronten zu kämpfen. Dass sie auch Spaß machen kann und darf, zeigen die Gewinnerfotos in der Ausstellung "Joyful architecture" im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt (4. Mai bis 28. Juli 2019).

Foto aus der Gewinner-Bildserie von Dirk Härle
Foto aus der Gewinner-Bildserie von Dirk Härle Bild © Dirk Härle

Zwischen 2008 und 2014 haben Archäologen auf dem Burgberg der slowakischen Hauptstadt Bratislava sensationelle Entdeckungen gemacht, die die Beziehungen von Kelten und Römern in ein neues Licht rücken. Im Archäologischen Museum Frankfurt sind die Neuentdeckungen erstmals außerhalb der Slowakei zu sehen (9. Mai bis 1. Dezember). Zusätzlich geht die Schau der Frage nach: Wie sah die historische Situation zur gleichen Zeit eigentlich in der Region Frankfurt aus?

Tetradrachme ohne Aufschrift , Avers, Hort von der Žilinská Straße, Bratislava, 1942
Tetradrachme ohne Aufschrift , Avers, Hort von der Žilinská Straße, Bratislava, 1942 Bild © Ľudmila Mišúrová

Im Hessischen Landesmuseum Darmstadt geht es ab 10. Mai im wahrsten Sinne des Wortes schmuck zu. Bis zum 11. August ist dort das "Who is Who" des deutschen und österreichischen Schmuckdesigns aus den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zu sehen. Bei "Alltagstauglich! Schmuck von Jugendstil bis Art déco" handelt es sich um die 350 Stücke umfassende Privatsammlung von Astrid Ratz-Coradazzi, die schon im Alter von sieben Jahren ihr Taschengeld für ein erstes Jugendstilschmuckstück ausgab.

Fred Dunn & Co, München, Gürtelschließe um 1903/04
Fred Dunn & Co, München, Gürtelschließe um 1903/04 Bild © HLMD, Wolfgang Fuhrmannek

Nach dem großen Erfolg seiner "Happy Show" kehrt Grafikdesign-Superstar Stefan Sagmeister zurück ins Museum Angewandte Kunst in Frankfurt. Gemeinsam mit Jessica Walsh liefert er mit "Beauty" (11. Mai bis 15. September) ein Plädoyer für die Lust am Schönen. Das Designerduo will sich auf eine sinnlich-vergnügliche Suche nach dem Wesen der Schönheit machen. Die These: Schönheit macht die Welt zu einem besseren Ort.

Stefan Sagmeister und Jessica Walsh
Stefan Sagmeister und Jessica Walsh Bild © John Madere

100 Jahre Bauhaus, das feiern einige Museen in Hessen mit großen Sonderausstellungen. Das Historische Museum Frankfurt fragt in seiner Reihe Stadtlabor unterwegs: "Wie wohnen die Leute?" Dafür waren sie in den Ernst-May-Siedlungen unterwegs. Wie lebt es sich dort heute? Die Ergebnisse werden von 16. Mai bis 15. September gezeigt.

Ein Haus in der Ernst-May-Siedlung in Frankfurt
Museum Ernst-May-Haus in der Römerstadt in Frankfurt. Bild © picture-alliance/dpa

Den 500. Todestag von Leonardo da Vinci nimmt das Mathematikum in Gießen zum Anlass für eine interaktive Leonardo-Schau (18. Mai bis Frühjahr 2020). Die Mechanismen von Leonardos Maschinen können erforscht und ausprobiert werden. Welche seiner Flugmaschinen würden tatsächlich durch die Luft schweben? Eine Mitmach-Ausstellung für kleine und große Neugierige.

Leonardo im Mathematikum - eine Frau steht vor der Abbildung des vitruvianischen Menschen - den idealisierten Proportionen
Leonardo im Mathematikum - eine interaktive Ausstellung zu Ideen da Vincis Bild © Mathematikum Gießen

Gleich zwei Ausstellungen finden vom 22. Mai bis zum 11. August in den Opelvillen Rüsselsheim statt. Die Konzeptkünstlerin Bethan Huws rückt in ihren Wort-Vitrinen Sprache in den Mittelpunkt. Aber auch Objekte und Filme gehören zu ihren Arbeiten. Die Opelvillen versprechen ein "feinfühliges Werk voller Humor und Poesie".

Bethan Huws, Filmstill aus ZONE, 2013
Bethan Huws, Filmstill aus ZONE, 2013 Bild © Bethan Huws / VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Mit digitalen Fotocollagen arbeitet Christiane Feser. "Relative Varianten" heißt ihre Schau, für die sie mit Papiermodellen zweidimensionale Fotografien zu reliefartigen Werken verwandelt.

Christiane Feser, Falten 10, Fotoobjekt, 2008
Christiane Feser, Falten 10, Fotoobjekt, 2008 Bild © Christiane Feser

Das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt nimmt uns vom 23. Mai bis 22. September mit in eine japanische Wunderkammer. "Sieben Schätze" heißt die Schau, in der 400 Werke japanischer Cloisonné-Arbeiten zu sehen sind. Dabei handelt es sich um eine besondere Email-Technik, die auf Vasen, Teller und Schalen umgesetzt wird.

Chrysanthemenförmiges Räuchergefäß aus Japan, Meiji-Zeit ca. 1890 bis 1910
Chrysanthemenförmiges Räuchergefäß aus Japan, Meiji-Zeit ca. 1890 bis 1910 Bild © Museum Angewandte Kunst/Uwe Dettmar

In Kassel setzt die Schau "Bauhaus/documenta" das Bauhaus und die documenta als etablierte Kulturmarken zueinander in Beziehung. In der Neuen Galerie (24. Mai bis 8. September) geht es um Ideen, Ideale und Visionen. Massenartikel zum Alltagsgebrauch treffen auf einzigartige Kunstwerke.

Ausstellungs-Plakat und Ausstellungsansicht mit Werken von Oskar Schlemmer, documenta 1 (1955)
Ausstellungs-Plakat und Ausstellungsansicht mit Werken von Oskar Schlemmer, documenta 1 (1955) Bild © documenta archiv / Foto: Günther Becker

Ist es von Vorteil giftig zu sein? Und wie wirken Gifte eigentlich? Das Naturkundemuseum Ottoneum in Kassel zeigt vom 25. Mai bis 13. Oktober die ungeahnte Vielfalt der Gifttiere. Große, raumfüllende Regenwald und Wüsteninszenierungen bilden die Kulisse für eine große Zahl von Terrarien und Aquarien. Das Museum betont, dass alle lebenden Gifttiere durchgehend von Experten betreut werden. Das ist beruhigend.

Afrikanische Buschotter - eine grüne Giftschlange
Ihr sollte man nicht zu nahe kommen: Afrikanische Buschotter Bild © picture-alliance/dpa

Happy Birthday, Hans Traxler! Zum 90. Geburtstag widmet die Caricatura Frankfurt dem Titanic-Gründer eine umfassende Ausstellung, die vom 28. Mai bis 22. September gezeigt wird. Mit 17 Jahren verkaufte er seine erste Karikatur und zeichnet seither ohne Unterlass. An Material dürfte es den Ausstellungsmachern also nicht mangeln.

Hans Traxler vor einigen seiner Illustrationen im Museum für Karikatur und Zeichenkunst "Wilhelm Busch" in Hannover.
Hans Traxler vor einigen seiner Illustrationen im Museum für Karikatur und Zeichenkunst "Wilhelm Busch" in Hannover. Bild © picture-alliance/dpa

Juni

Die Architekturlandschaft in Bangladesch ist Masala - ein berauschendes Miteinander der Kontraste. Das Deutsche Architekturmuseum Frankfurt gibt vom 7. Juni bis 20. Oktober mit der Schau "Bengal Stream", einen Einblick in die vibrierende Architekturszene von Bangladesch.

Foto aus der Ausstellung "Bengal Stream" - Webstuhl-Halle in Gazipur
Die Webstuhl-Halle in Gazipur ist preisgekrönt. Bild © Iwan Baan

Der Schweizer Konzept-, Performance- und Objektkünstler John M. Armleder wird mit der Ausstellung "Circa, Circa" (7. Juni bis 1. September) eigens eine raumfüllende Installation für die Frankfurter Schirn Kunsthalle entwickeln. Parallel dazu widmet sich eine große Ausstellung dem Sound in der zeitgenössischen Kunst. "Big Orchestra" heißt es vom 19. Juni bis 8. September. Gezeigt werden Kunstwerke, die gleichzeitig Musikinstrumente sind.

Installation: Carsten Nicolai, bausatz noto ∞ (color version), 1998/2015
Installation: Carsten Nicolai, bausatz noto ∞ (color version), 1998/2015 Bild © VG Bild-Kunst, Bonn 2018 Foto: Julija Stankeviciene

Wann haben Sie zuletzt eine Feder gefunden? Das Museum Wiesbaden das Vogelkleid in seiner Schau "Mit fremden Federn" (16. Juni bis 8. März 2020) genauer unter die Lupe. Mehr als zehntausend Arten von Federn gibt es - sie sind Schutz, ermöglichen das Fliegen und dienen der Kommunikation. Und auch der Mensch nutzt sie gerne - als Schmuck, Schreibfeder oder wärmende Decke.

Maske der Tapirapé aus Brasilien (Mato Grosso) genannt „Cara Grande“, Leihgabe Thomas Rosenbauer
Maske der Tapirapé aus Brasilien (Mato Grosso) genannt "Cara Grande" Bild © Museum Wiesbaden/Bernd Fickert

Das Städel in Frankfurt geht dem "Geheimnis der Materie" auf den Grund (26. Juni bis 13. Oktober). Es geht um die Wechselbeziehungen zwischen Holzschnitt und Holzplastik im Werk von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Karl Schmitt-Rottluff. Mit dem Holzschnitt konnten die Brücke-Künstler ihrer Experimentierfreude am deutlichsten ihren Lauf lassen.

Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), Selbstbildnis, 1919
Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), Selbstbildnis, 1919 Bild © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

2017 hat das Museum Wiesbaden eine spektakuläre Schenkung bekommen: Der Mäzen Ferdinand Wolfgang Neess überließ dem Haus 570 Kunstwerke des Jugendstils und des Symbolismus, die er in mehr als 40 Jahren gesammelt hat. Vom 29. Juni 2019 an wird diese bedeutende europäische Privatsammlung als Dauerausstellung präsentiert. Der Wert der größten Schenkung in der Geschichte des Landesmuseums beträgt mehr als 41 Millionen Euro. Sie umfasst unter anderem 80 Gemälde, rund 100 Möbelstücke sowie viele Vasen und Lampen.

Alphonse Mucha, La Nature, 1899-1900, F.W. Neess Sammlung
Alphonse Mucha, La Nature, 1899-1900, F.W. Neess Sammlung Bild © Museum Wiesbaden / Bernd Fickert