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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Die Longlist für den Deutschen Buchpreis steht fest

Ein Bücherstapel - oben rechts das Logo 2019 Deutscher Buchpreis

Wer erhält den Deutschen Buchpreis 2019? Darüber darf ab sofort spekuliert werden. 20 Namen haben es auf die illustre Longlist geschafft.

Es ist ein ordentlicher Bücherberg, durch den sich die Jury für den Deutschen Buchpreis 2019 gewühlt hat. 105 Verlage hatten 173 Romane ins Rennen geschickt. Jeder Verlag durfte maximal zwei Titel einsenden. Außerdem konnten bis zu fünf Titel pro Verlag empfohlen werden, das waren noch einmal 104 Bücher, aus denen die Jury weitere auswählen durfte.

Das hat sie auch getan - und am Ende 203 Romane bewertet. Aus diesem Füllhorn hat sich die Jury auf eine Longlist von 20 Romanen geeinigt.

Die nominierten Romane in alphabetischer Reihenfolge:

  • Nora Bossong, Schutzzone (Suhrkamp, September 2019)
  • Jan Peter Bremer, Der junge Doktorand (Berlin Verlag, September 2019)
  • Raphaela Edelbauer, Das flüssige Land (Klett-Cotta, August 2019)
  • Andrea Grill, Cherubino (Paul Zsolnay, Juli 2019)
  • Karen Köhler, Miroloi (Carl Hanser, August 2019)
  • Miku Sophie Kühmel, Kintsugi (S. Fischer, August 2019)
  • Angela Lehner, Vater unser (Hanser Berlin, Februar 2019)
  • Emanuel Maeß, Gelenke des Lichts (Wallstein, Februar 2019)
  • Alexander Osang, Die Leben der Elena Silber (S. Fischer, August 2019)
  • Katerina Poladjan, Hier sind Löwen (S. Fischer, Juni 2019)
  • Lola Randl, Der Große Garten (Matthes & Seitz Berlin, März 2019)
  • Tonio Schachinger, Nicht wie ihr (Kremayr & Scheriau, September 2019)
  • Norbert Scheuer, Winterbienen (C.H.Beck, Juli 2019)
  • Eva Schmidt, Die untalentierte Lügnerin (Jung und Jung, März 2019)
  • Saša Stanišić, Herkunft (Luchterhand, März 2019)
  • Marlene Streeruwitz, Flammenwand (S. Fischer, Mai 2019)
  • Jackie Thomae, Brüder (Hanser Berlin, August 2019)
  • Ulrich Woelk, Der Sommer meiner Mutter (C.H.Beck, Januar 2019)
  • Norbert Zähringer, Wo wir waren (Rowohlt, März 2019)
  • Tom Zürcher, Mobbing Dick (Salis, März 2019)

Die Liste spiegele die stoffliche Vielfalt und den stilistischen Reichtum der Neuerscheinungen dieses Jahres wider, erklärte Jurysprecher Jörg Magenau bei der Bekanntgabe der Titel. "Gesellschaftsanalyse und Geschichtsforschung, Paranoia und Phantasie, Wunsch und Welterkundung von Kalifornien über die deutsche Provinz bis in den Kaukasus haben darin Platz." Besonders erfreulich seien die vielen Debutanten auf der Longlist gewesen - insgesamt vier Stück. "Um die Zukunft des Lesens und des Schreibens muss uns da nicht bange sein."

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Buchbesprechungen

Zu einigen Titeln der Longlist haben wir Buchbesprechungen und Autorengespräche. So können Sie die Titel besser kennenlernen.

Ende der weiteren Informationen

Auf der Liste finden sich aber auch bekannte Namen wie Alexander Osang, Nora Bossong oder Sasa Stanisic. Mit elf Titeln sind weibliche Autorinnen leicht in der Überzahl. Im Vergleich der Verlage kann sich der Frankfurter Fischer Verlag freuen: Er steht mit gleich vier Romanen auf der Liste.

Die Jury zum Deutschen Buchpreis 2019

Diese sieben Literaturexperten entscheiden, wer den Deutschen Buchpreis 2019 erhält: Petra Hartlieb (Hartliebs Bücher, Wien), Hauke Hückstädt (Literaturhaus Frankfurt), Björn Lauer (Hugendubel), Jörg Magenau (freier Literaturkritiker), Alf Mentzer (Hessischer Rundfunk), Daniela Strigl (Literaturwissenschaftlerin), Margarete von Schwarzkopf (Autorin und Literaturkritikerin).

Jury des Deutschen Buchpreises: V.l.n.r.: Jörg Magenau, Daniela Strigl, Alf Mentzer, Margarete von Schwarzkopf, Björn Lauer, Petra Hartlieb, Hauke Hückstädt

Sie wählen aus Büchern aus, die seit Oktober 2018 erschienen sind oder noch bis September 2019 erscheinen. Jury-Sprecher ist Jörg Magenau.

Und was passiert jetzt?

Die Jury kürt den Siegertitel in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Sechs Titel von der Longlist schaffen den Sprung auf die Shortlist, die am 17. September veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung, am 14. Oktober, erfahren die sechs Autoren, wer von ihnen den Deutschen Buchpreis gewonnen hat. Der Gewinner erhält 25.000 Euro, die anderen fünf Finalisten bekommen jeweils 2.500 Euro.

Die sechs Autorinnen und Autoren, die es auf die Shortlist schaffen, kommen am 29. September zu einer Lesung ins Schauspiel Frankfurt. Der "Shortlist-Abend" ist für das Publikum die Chance, die Nominierten im Vorfeld der Preisverleihung zu erleben. Die Lesungen des Shortlist-Abends sind vom 7. bis 12. Oktober, 9.30 Uhr, in hr2-kultur zu hören.

Während die Jury hinter verschlossenen Türen tagt, bewerten fünf Lesekreise die nominierten Titel. Außerdem begleiten 20 Bloggerinnen und Blogger den Deutschen Buchpreis. Jeder von ihnen bespricht einen der 20 nominierten Titel. Was Blogger und Lesekreise von den Büchern halten, gibt es auf der Seite Deutscher Buchpreis Blog zu lesen. Unter #buchpreisbloggen findet man die Beiträge auch bei Twitter und Instagram.

Das Lesebuch zur Longlist, in dem die diesjährigen Kandidaten vorgestellt werden und das Auszüge der Romane enthält, ist ab dieser Woche in vielen Buchhandlungen kostenlos erhältlich.