Der Weg für den Bau eines documenta-Instituts in Kassel ist frei. Die Stadtverordneten haben sich mit deutlicher Mehrheit auf einen Standort geeinigt. Demnach soll das Gebäude auf dem Karlsplatz hinter dem Rathaus entstehen.

Das neue documenta-Institut soll die Forschung und Archivarbeit rund die Weltkunstschau bündeln, die alle fünf Jahre in Kassel ausgerichtet wird. Um den Standort gab es lange Streit. Anwohner und Geschäftsleute wollten verhindern, dass das Institut auf dem Karlsplatz zu errichten. Deshalb ist auch die Kasseler Koalition aus SPD, Grünen und einem unabhängigen Vertreter zerbrochen. Jetzt gab es aber Unterstützung von Abgeordneten der Linkspartei, der Freien Wähler und der Piraten.

Nachdem die Standortfrage geklärt ist, soll ein Architektenwettbewerb folgen. Für das Kulturprojekt sind 24 Millionen Euro veranschlagt. Der Bund hat bereits Fördermittel in Höhe von zwölf Millionen Euro zugesagt. Sechs Millionen kommen vom Land Hessen, weitere sechs Millionen muss die Stadt Kassel aufbringen. Nach den ursprünglichen Planungen soll das documenta-Institut bis 2022 fertig sein.