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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Dorothee Elmiger wird neue Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim

Dorothee Elmiger

Zum 48. Mal lobt Bergen-Enkheim einen Stadtschreiber aus. In diesem Jahr darf die Schweizerin Dorothee Elmiger das Haus an der Oberpforte bewohnen. Frankfurt, verspricht die Autorin, wird sie jetzt so richtig kennenlernen.

Die Schweizer Autorin Dorothee Elmiger wird neue Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim. Sie bekommt damit neben dem Wohnrecht in dem Frankfurter Stadtteil im Haus "An der Oberpforte 4" ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro.

Die Jury des Literaturpreises, der von der Kulturgesellschaft in Bergen-Enkheim verliehen wird, lobt die frische Eleganz und das präzise Timing der 35-Jährigen aus Zürich. Die Bekanntgabe fand am Montagabend bei der traditionellen Ammes-Schneider-Lesung statt.

Elmiger freut sich auf "neue Heimat"

Elmiger stand mit ihrem Buch "Aus der Zuckerfabrik" auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2020. Sie ist nach Angaben der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim die 48. Amtsinhaberin. Vor ihr war die Schriftstellerin Anne Weber Stadtschreiberin.

Die Autorin, die nicht bei der Bekanntgabe am Montag in Frankfurt dabei sein konnte, sagte, sie freue sich sehr über die Auszeichnung. Eine Frankfurt-Kennerin ist sie zwar noch nicht. Doch das dürfte sich in absehbarer Zeit ändern: "Ich freue mich darauf, Spaziergänge durch die Stadt zu unternehmen", sagte die Schweizerin. "Ich möchte so oft und so lange wie möglich in Bergen-Enkheim sein. Ich freue mich wirklich sehr darauf."

Bekannte Vorgänger: Herta Müller, Peter Härtling

Bekannte bisherige Stadtschreiber in Bergen-Enkheim waren etwa Nobelpreisträgerin Herta Müller, Peter Härtling, Peter Rühmkorf oder Eva Demski. Erster Stadtschreiber war der Schriftsteller Wolfgang Koeppen.

In dem Frankfurter Stadtteil wird das symbolische Amt seit 1974 verliehen. Seither haben es es zahlreiche deutsche Städte aufgegriffen.

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