"Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht" heißt der Debütroman der Tennisspielerin Andrea Petković. Sie erzählt darin Geschichten aus ihrer Kindheit und Jugend in Darmstadt - als Flüchtlingskind aus dem ehemaligen Jugoslawien, von Begegnungen auf und neben dem Tennisplatz, von weiblichen Körpern im Leistungssport – und von ihrer großen Liebe zur Literatur und zur Musik. "Das ganze Buch ist eine Erklärung dafür, woher eigentlich mein Ehrgeiz kommt", sagte die 32-Jährige am Donnerstag auf der ARD-Buchmessenbühne.

Im Gespräch mit Bärbel Schäfer plauderte sie auch aus dem Nähkästchen: "Wenn man beim Tennis nicht weiter wusste, konnte man rennen, schwitzen, brüllen. Beim Schreiben ist das natürlich anders", stellte Petković fest. Man habe viel mehr Zeit und ja sogar die Möglichkeit, einen Absatz einfach nochmal neu zu schreiben. "Ich habe mich ganz klischeehaft vier Wochen lang in eine kleine Hütte zurückgezogen, um mich nur dem Buch zu widmen." Sie habe sogar eine Flasche Whiskey dabei gehabt, der aber grauenhaft geschmeckt habe.

Die frühere Top-Ten-Spielerin will auch in Zukunft Bücher schreiben. "Mein Traum wäre es, irgendwann auch komplette Fiktion zu schreiben und nicht nur angedeutete Fiktion, aber dafür bin ich bei weitem noch nicht gut genug, dafür brauche ich noch einige Schritte." Petkovic arbeitet auch als Moderatorin für das ZDF und schrieb bereits für das "SZ-Magazin" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".