Mathildenhöhe Darmstadt

Darmstadt muss den ersehnten Welterbe-Titel für die ehemalige Künstlerkolonie Mathildenhöhe vorerst ad acta legen. Der Grund wie so häufig dieser Tage: Corona.

Videobeitrag

Video

zum Video Mathildenhöhe: Welterbekonferenz vertagt

startbilder-nf
Ende des Videobeitrags

Erst im Januar hatte der grüne Oberbürgermeister von Darmstadt einen selbstbewussten Blick in die Zukunft gewagt: "Für die Bewerbung selbst kann eigentlich nichts mehr schiefgehen, weil wir alles gut, ernsthaft und begeistert gemacht haben", sagte Jochen Partsch damals zum laufenden Antrag auf den Welterbe-Status für die ehemalige Künstlerkolonie Mathildenhöhe.

Partsch sollte Recht behalten. Mit der Bewerbung an sich ist nichts schiefgegangen. Dennoch muss Darmstadt vorerst auf den Welterbe-Titel verzichten. Der Grund wie so häufig dieser Tage: Corona.

Baumaßnahmen nicht beeinträchtigt

Am Dienstag seien die Stadt und das Landesamt für Denkmalpflege vom Auswärtigen Amt unterrichtet worden, dass die für Ende Juni geplante Welterbekonferenz verschoben werden muss. Diese hätte eigentlich im chinesischen Fuzhou stattfinden sollen. Ein neues Datum wurde noch nicht angesetzt.

Als "bedauerlich" aber "in Anbetracht der derzeitigen Umstände absolut nachvollziehbar", bezeichnete Oberbürgermeister Partsch die Entscheidung. Er bleibe dennoch optimistisch: "Wir sind zuversichtlich, dass es dann zu einem späteren Zeitpunkt, den wir aktuell noch nicht kennen, zu der von uns erhofften Entscheidung kommen wird." Die Planungen und Baumaßnahmen auf der Mathildenhöhe würden durch die Entscheidung nicht beeinträchtigt, betonte Partsch.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 15.04.2020, 12.50 Uhr