Das hr-Sinfonieorchester und die Europäische Zentralbank veranstalten in diesem Jahr kein Europa Open Air am Main. Schon im vergangenen Jahr war das Konzert coronabedingt ausgefallen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Kein Europa Open Air 2021

Luftaufnahme vom Europa Open Air 2019 des hr-Sinfonieorchesters. Abendstimmung. Blick über das Gelände zum gegenüberliegenden Mainufer.
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Auch in diesem Sommer wird es kein Europa Open Air des hr-Sinfonieorchesters und der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mainufer in Frankfurt geben. "Die Entscheidung, die wir gemeinsam mit der EZB getroffen haben, ist uns nicht leichtgefallen", sagte hr-Intendant Manfred Krupp am Montag. "Doch angesichts der immer noch unsicheren Pandemiesituation können wir ein Konzert in dieser Größenordnung mit mehreren tausend Besucherinnen und Besuchern nicht guten Gewissens veranstalten."

Das Europa Open Air lebe von der "tollen, lockeren Atmosphäre mit Picknickdecken und Gastroangeboten". Doch genau dieses besondere Erlebnis "könnten wir derzeit unserem Publikum nicht bieten". Krupp sagte, er hoffe sehr, "dass wir uns alle 2022 wieder an der Weseler Werft treffen werden".

20.000 Menschen an der Weseler Werft

EZB-Präsidentin Christine Lagarde erklärte, sie sehe der Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk im kommenden Jahr voller Vorfreude entgegen. "Dann kann das Frankfurter Publikum diese wundervolle Veranstaltung hoffentlich wieder in vollen Zügen genießen." Die EZB hat ihre geplanten Europa-Kulturtage mit dem Gastland Polen ebenfalls auf 2022 verschoben. Den Auftakt bildet jeweils das Europa Open Air.

Beim bislang letzten Europa Open Air hatten im August 2019 rund 20.000 Menschen das Freiluftkonzert des hr-Sinfonieorchesters und der hr-Bigband genossen. Davon waren 12.000 Gäste auf dem Gelände, 8.000 weitere Musikfans sammelten sich rund um die Werft, am gegenüberliegenden Mainufer und nicht zuletzt in einigen Booten auf dem Fluss.

"Das ist ja schon fast wie bei einem Rockkonzert"

Die hr-Bigband hatte sich Startrompeter Till Brönner auf die Bühne geholt und spielte mit ihm ein einstündiges, "Blue Eyed Soul" genanntes Programm. Als Gastdirigent des hr-Sinfonieorchesters war Alain Altinoglu eingeladen. "Normalerweise dirigiert man nicht vor 20.000 Leuten", sagte er kurz vor seinem Auftritt. "Das ist ja schon fast wie bei einem Rockkonzert."

Altinoglu wurde vor einem Monat als Nachfolger von Andrés Orozco-Estrada als Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters vorgestellt. Der 44-Jährige, dessen Vertrag für zunächst drei Jahre gilt, wird im August seine ersten Konzerte als Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters leiten. Er kündigte an, während seiner Zeit in Frankfurt besonders ein junges Publikum für klassische Musik begeistern zu wollen.

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