Schauspiel Frankfurt

Mit der neuen Machbarkeitsstudie zeichnete sich bereits eine Mehrheit für einen Neubau von Schauspiel und Oper Frankfurt ab. Nun ist er beschlossene Sache - wenn auch wichtige Fragen offen sind.

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Oper und Schauspiel in Frankfurt werden neu gebaut. Das haben am Donnerstagabend die Stadtverordneten beschlossen. Eine Mehrheit ist der Meinung, dass die Städtischen Bühnen am Willy-Brandt-Platz nicht mehr sinnvoll saniert werden können und deshalb beide Häuser neu errichtet werden sollten.

Kosten jenseits von 800 MIllionen Euro

Der Magistrat muss nun prüfen, wie und wo ein solcher Neubau von Oper und Schauspiel errichtet werden kann. Als Grundlage dient das Ergebnis der Stabsstelle Zukunft Städtische Bühnen, das vergangene Woche vorgestellt wurde. Das Papier stellte vier Varianten zur Debatte: eine Basis-Sanierung oder eine Sanierung mit Verbesserungen des maroden Gebäudes am bisherigen Standort, den Bau einer neuen Doppelanlage oder zwei Neubauten, so dass Schauspiel und Oper so wie vor dem Zweiten Weltkrieg getrennt wären.

Bei der Vorstellung wurde klar, dass die Kosten bei allen Varianten jenseits der 800 Millionen Euro liegen würden. Am teuersten käme demnach eine verbesserte Sanierung der bestehenden Doppelanlage, weshalb sich in der Römer-Koalition aus CDU, Grünen und SPD schnell eine Mehrheit für einen Neubau abzeichnete.

Jeder Koalitionspartner will etwas anderes

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Stadtverordnete beschließen Neubau von Schauspiel und Oper

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Gestritten wird freilich darum, wo der oder die Neubauten stehen sollen. Die CDU, die die stärkste Fraktion im Römer stellt, bevorzugt einen Neubau beider Bühnen auf einem Areal im Osthafen nahe der Europäischen Zentralbank - das ausgeguckte Grundstück ist jedoch dauerhaft an den Baustoff-Händler Raab Karcher verpachtet.

Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) favorisiert die Version, dass eines der Häuser am Willy-Brandt-Platz verbleibt und das zweite Haus an einem anderen innerstädtischen Ort neu gebaut wird. Diskutiert wird, ob ein solcher Neubau in einer der Wallanlagen entstehen darf. Die Grünanlage rund um die Innenstadt ist für Bebauung eigentlich tabu. Denkbar wäre, dass die neue Oper in der Nähe der Alten Oper gebaut wird.

Die Grünen legten sich im vergangenen Jahr fest und plädieren dafür, dass sowohl Oper als auch Schauspiel am derzeitigen Platz bleiben.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 31.01.2020, 13 Uhr