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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Hoffnungsschimmer für Momem

Ansicht des Gebäudes des Museum of Modern Electronic Museum in Frankfurt: MOMEM

Die Finanzierung für das neue Frankfurter Museum für Moderne Elektronische Musik ist gesichert. Das Techno-Museum erhält Mittel der Stadt. Schon im Frühjahr soll Eröffnung sein.

Der Streit um die Finanzierung des geplanten Museums für Moderne Elektronische Musik (MOMEM) in Frankfurt ist beigelegt. Die Stadt Frankfurt will den Betreibern des MOMEM ein Darlehen von 500.000 Euro geben. Der Magistrat machte nach Angaben des Kulturdezernats den Weg dafür am Freitag frei. Offiziell müssen zwar noch die Stadtverordneten dem Vorschlag zustimmen, dies gilt nach Aussage des Kulturpolitischen Sprechers der CDU-Fraktion, Thomas Dürbeck, jedoch als Formsache.

Dürbeck hatte dem hr schon am Donnerstag auf Anfrage gesagt, es habe bei dem Thema eine "Einigung der Koalitionspartner" gegeben. Mit den 500.000 Euro möchte der Verein hinter dem Museum, "Friends of MOMEM", das ehemalige Kindermuseum in der B-Ebene der Hauptwache sanieren. Das Thema soll laut Dürbeck bei Dringlichkeit am Donnerstag kommender Woche auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung kommen, ansonsten erst im Januar. Weitere Details dazu wollte er nicht nennen.

"Ein spannendes Projekt für Frankfurt"

Die CDU-Fraktion in der Römerkoalition hatte sich nach langem Hin und Her im Oktober nach der SPD und den Grünen dazu bereit erklärt, den Initiatoren des Museums ein Darlehen der Stadt in Höhe von 500.000 Euro zu gewähren. Dieses hätte der Verein "Friends of MOMEM" jedoch bis Ende 2020 zurückzahlen und Drittmittel in Höhe von 350.000 Euro einwerben müssen. Der Verein hatte der CDU daraufhin vorgeworfen, das MOMEN-Projekt, das unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) steht, bewusst verhindern zu wollen.

Das bestreitet der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion. "Ich finde das MOMEM ein spannendes Projekt für Frankfurt", so Dürbeck. Es sei aber auch "ein Projekt an der Schnittstelle zwischen Museum und Club". Deshalb sei es auch um die Frage gegangen, ob das MOMEM nach Abzug aller Kosten Gewinn machen würde. Dann sei ein "verlorener Zuschuss" nicht gerechtfertigt gewesen. Diese Frage scheint jetzt geklärt zu sein.

MOMEM bei Nacht
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Das MOMEN

Das “Museum Of Modern Electronic Music”, kurz MOMEM, will Exponate zu Themen wie Mode, Instrumente, Design und Technik zeigen. Geplant sind außerdem Workshops mit internationalen DJs, Seminare, Lesungen, Filmabende und Partys. Das MOMEM will alle Aspekte der Club-Kultur aufnehmen und ein "modernes Kulturzentrum im Herzen der Stadt" sein. Das MOMEM hat seinen Sitz in der Zwischenebene der Hauptwache und plant, die gesamte Agora zu integrieren. Schirmherr ist Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Das MOMEM-Team besteht aus Alex Azary (Direktor), Andreas Tomalla (Ideengeber und Kurator) und Stefan Weil (Museografie und Szenografie, Atelier Markgraph).

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MOMEM-Direktor Alex Azary ist optimistisch: "Wir freuen uns, dass die Stadt Frankfurt einen Weg gefunden hat, das MOMEM zu ermöglichen." Man halte an einer Eröffnung im Frühjahr fest. Dass das MOMEM seit 2015 dreimal ein Eröffnungsdatum verkündete und dann einen Rückzieher machen musste, habe der Glaubwürdigkeit geschadet.

Sobald die Finanzierung auch von Seiten der Stadtverordneten zugesichert ist, will Azary die Handwerker wieder ins Boot holen. Unter anderem müssten der Boden bearbeitet und die Sanitäranlagen neu gemacht werden, bevor es an den Feinschliff des neuen Museums gehen könne.

Macher hoffen weiter auf Ausstellung aus Philharmonie de Paris

Das für die ursprünglich angepeilte Eröffnung im Dezember 2019 vorgesehene Highlight, die Präsentation der Ausstellung "Electro. From Kraftwerk to Daft Punk" aus der Philharmonie de Paris, sei auch noch nicht ganz vom Tisch, so Azary: "Wir haben die Hoffnung, dass wir die Ausstellung zu einem späteren Zeitpunkt noch nach Frankfurt holen können."

Sendung: hriNFO, 05.12.2019, 17 Uhr