Omniturm Frankfurt

Ein Neubau im Frankfurter Bankenviertel steht im Finale des Internationalen Hochhauspreises. Der "Omniturm" ist nach Ansicht der Jury einer der fünf besten neuen Wolkenkratzer der Welt.

Der "Omniturm" sei "im internationalen städtebaulichen Vergleich auf der Höhe der Zeit", sagte die Jury des Internationalen Hochhauspreises am Mittwoch in Frankfurt. Deswegen stehe der Turm nun im Finale des Hochhauspreises. Das Gebäude mit seinem charakteristischen Hüftschwung, entworfen vom dänischen Architekten Bjarke Ingels, wurde aus 31 nominierten Hochhäusern aus 14 Ländern ausgewählt.

Der Sieger wird am 29. Oktober in der Frankfurter Paulskirche ausgezeichnet. Der "Omniturm" ist laut Jury "das erste Hybridhochhaus in einem deutschen Stadtzentrum". Der Turm vereint Gastronomie, Büros, Wohnungen und Geschäfte unter einem Dach.

Zuletzt gab es 2012 eine Ehrung für ein deutsches Hochhaus: Erstmals vergab damals die Jury eine besondere Anerkennung für die Revitalisierung eines bereits bestehenden Hochhauses an die Deutsche-Bank-Türme in Frankfurt. Die Finalisten des Hochhauspreises stehen ansonsten überwiegend in Asien oder den USA.

Preis mit 50.000 Euro dotiert

Der Internationale Hochhauspreis wird von der Stadt Frankfurt, dem Architekturmuseum und der DekaBank verliehen. Er ist mit 50.000 Euro dotiert und zeichnet Gebäude aus, die mindestens 100 Meter hoch sind und in den vergangenen zwei Jahren fertiggestellt wurden. Die Jury beurteilt nicht nur die Gestaltung, sondern auch Bautechnik, städtebauliche Einbindung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Neben dem "Omniturm" sind in diesem Jahr nominiert: Das üppig mit Grün bepflanzte "Eden" in Singapur von Heatherwick Studio (London); "Norra Tornen", das höchste Wohngebäude Stockholms von OMA (Rotterdam); das aufsehenerregend designte "The Stratford" in London von Skidmore, Owings & Merrill (London); sowie "Leeza SOHO" in Peking von Zaha Hadid (London), das laut Jury mit seinem schwebenden Atrium "eine herausragende Tragwerksleistung" vollbracht hat.