Otto Waalkes auf der Frankfurter Buchmesse 2018
Otto Waalkes auf der Frankfurter Buchmesse 2018 Bild © picture-alliance/dpa

"Generationen mit Witzen und Ottifanten versorgt": Otto Waalkes wird für sein Lebenswerk mit dem Sondermann-Preis für Komische Kunst ausgezeichnet. Die Laudatio auf der Preisverleihung im November in Frankfurt hält ein Eintracht-Frankfurt-Promi.

Der Sondermann-Preis, die höchste Auszeichnung für Komische Kunst in Deutschland, geht in diesem Jahr an Otto Waalkes. Der 70 Jahre alte Bühnenkünstler, Entertainer, Musiker, Maler, Schauspieler und Autor werde für sein Lebenswerk geehrt, teilte das Caricatura-Museum am Dienstag in Frankfurt mit.

Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird am 11. November in der Frankfurter Brotfabrik verliehen. Die Laudatio hält der Manager des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt, Fredi Bobic.

Otto-Humor im kollektiven Gedächtnis

Der 1948 in Emden geborene Otto Waalkes habe "Generationen von Humorverbrauchern mit Witzen, Pointen, Lachern und Ottifanten versorgt und den Humor der Neuen Frankfurter Schule popularisiert", begründete der Verein Sondermann die Wahl. "Otto - der Film" (1985) sei der bis heute erfolgreichste deutsche Kinofilm.

Jüngst sei Waalkes' "Ottobiographie" auf den Bestsellerlisten gelandet. "Viele seiner Sketche, Lieder, Reime und Geräusche gehören längst zum kollektiven Gedächtnis und werden sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern auswendig zitiert", lobte der Verein.

Waalkes hatte seine Autobiografie am Wochenende auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt und zur Freude der Besucher dabei auch zur Gitarre gegriffen.

Förderpreis an Leipziger Catoonistin

Der "Sondermann" ist nach einer Figur des in Frankfurt geborenen Malers und Comiczeichners Bernd Pfarr (1958-2004) benannt und wird an dessen Geburtstag seit 2005 jährlich in zwei Kategorien verliehen. Der Hauptpreis richtet sich an etablierte Vertreter der Komischen Kunst.

Bisherige Preisträger waren unter anderen Hans Traxler, Rudi Hurzlmeier, Christoph Niemann, Greser & Lenz, Rattelschneck und Michael Sowa.

Den Förderpreis in Höhe von 2.000 Euro erhält dieses Jahr die 1986 in Leipzig geborene Cartoonistin Anna Haifisch. Ein Stipendium zur Mitarbeit in der Redaktion des Satiremagazins "Titanic" geht an Paula Irmschler. Den Förderpreis erhielten bisher unter anderen Barbara Yelin, Katharina Greve und Jan Böhmermann.

Sendung: hr-iNFO, 16.10.2018, 19.00 Uhr