Das Ölgemälde mit dem Titel «Archaisches Fragment» des deutschen Surrealisten Richard Oelze.
Das Ölgemälde mit dem Titel «Archaisches Fragment» des deutschen Surrealisten Richard Oelze. Bild © picture-alliance/dpa

Eindeutig ist es nicht, was da auf dem "Archaischen Fragment" von Richard Oelze zu sehen ist. Das surrealistische Werk ist eine Neuerwerbung des Frankfurter Städel-Museums. Der Kauf wurde dank der Unterstützung von Stiftungen möglich.

Das Frankfurter Städel Museum hat ein neues Werk in seiner Sammlung: Das Gemälde "Archaisches Fragment" (1935) des Surrealisten Richard Oelze ist nach Angaben des Kunsthauses ab sofort im Museum zu sehen. Das Bild stamme aus Privatbesitz und galt lange Zeit als verschollen.

Fragment von ausgezeichnetem Surrealisten

Das Werk sei eines von drei großformatigen Arbeiten aus Oelzes wichtigster Schaffensphase in Paris. Die beiden anderen Werke, "Erwartung" (1935-36) und "Tägliche Drangsale" (1934), befinden sich im Museum of Modern Art in New York und in der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf.

Oelze wurde 1900 in Magdeburg geboren, studierte in Weimar und ging 1933 nach Paris. Er gilt neben Max Ernst als einer der bedeutendsten deutschen Vertreter des Surrealismus. Zu seinen Auszeichnungen zählt auch der Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt am Main, den er zwei Jahre vor seinem Tod im Jahr 1978 erhielt.

Stiftungen unterstützten Kauf

Wie das Städel Museum mitteilte, ist das "Archaische Fragment" nach Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen ab sofort in einer eigens eingerichteten Kabinettpräsentation zu sehen. Der Erwerb des Gemäldes sei mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder sowie einem Zuschuss der Kurt und Marga Möllgaard-Stiftung möglich geworden. Der Kaufpreis habe im siebenstelligen Bereich gelegen.