Schauspieler Dennis Herrmann und Natalja Joselewitsch
Dennis Herrmann (l) als "Will Shakespear" und Natalja Joselewitsch stehen bei den Bad Hersfelder Festpielen als "Shakespeare in Love"- Hauptdarsteller auf der Bühne. Bild © picture-alliance/dpa

Sie spielen mit "unbändiger Energie und jugendlicher Frische": Für ihre Leistungen bei den Bad Hersfelder Festspielen sind "Shakespeare in Love"-Darsteller Dennis Herrmann und Natalja Joselewitsch mit dem Großen Hersfeldpreis ausgezeichnet worden.

Die beiden Schauspieler Dennis Herrmann und Natalja Joselewitsch haben am Sonntag den Großen Hersfeldpreis 2018 erhalten. Die beiden, aktuell in den Hauptrollen in "Shakespeare in Love" zu sehen, strahlten "große Glaubwürdigkeit aus, jugendliche Frische und unbändige Energie", begründete die Jury ihre Entscheidung.

Sie wechselten souverän zwischen dem Romeo-und-Julia-Original und der modernen Komödie. "Ihre Harmonie und Leichtigkeit bestimmen das perfekt aufeinander abgestimmte Spiel im Spiel im Spiel."

Die Inszenierung von Antoine Uitdehaag nach dem oscargekrönten Film von 1998 läuft als deutsche Erstaufführung noch bis zum 1. September bei dem Freilicht-Theaterfestival. Der Große Hersfeldpreis zeichnet besondere Leistungen der Schauspieler bei den Bad Hersfelder Festspielen aus.

Mario Adorf und Volker Lechtenbrink unter den Preisträgern

Der Hersfeldpreis 2018 für die besten Nebendarsteller ging an Corinna Pohlmann, die in "Peer Gynt" die Rollen der Ingrid und der Trollprinzessin spielt. Die Jury lobte: "Ihr gelingt es, zwei grundverschiedene Figuren mit hoher Emotionalität und Glaubwürdigkeit zu füllen." Sie verfüge über sprachliche Variationsbreite, ausgeprägte Wandlungsfähigkeit und artistische Spiellust.

Mit dem Großen Hersfeldpreis werden Akteure geehrt, die die weiträumige Theaterbühne in Spiel und Sprache beherrschen und die sich als rollenausschöpfende Schauspiel-Persönlichkeiten erweisen. Der undotierte Preis ging in früheren Jaharen an Volker Lechtenbrink, Mario Adorf und zuletzt zweimal an Christian Nickel.

Bei den 68. Bad Hersfelder Festpiele stehen bis zum 3. September unter anderem noch das Drama "Peer Gynt" von Henrik Ibsen und die Musicals "Titanic" und "Hair" auf dem Spielplan. Nach dem Abgang von Star-Regisseur Dieter Wedel waren sie Anfang Juli unter der Leitung des neuen Intendanten Joern Hinkel eröffnet worden.

Sendung: hr-iNFO, 12.08.2018, 15 Uhr