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In der Serie "Bad Banks" brennt Frankfurt. Dr Mob tobt durch die Straßen der Bankenstadt, und Jana (Paula Beer) befindet sich mittendrin. Bild © ZDF, Ricardo Vaz Palma

Das Land Hessen bittet zum feierlichen Empfang auf der Berlinale, doch auf der Leinwand zeigt sich ausgerechnet Frankfurt von seiner intriganten Seite. Unser Überblick, wie viel Hessen in den Filmfestspielen steckt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found So viel Hessen steckt in der Berlinale

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Der rote Teppich in Berlin liegt bereit. Jetzt heisst es für "Golden Globe"-Gewinner Fatih Akin ("Aus dem Nichts") nur noch: Erkältungsviren abwehren. Der Hamburger Erfolgsregisseur steht auf der Gästeliste des Berlinale-Empfangs der Hessischen Landesvertretung am nächsten Dienstag. Außerdem dabei: die Schauspielerinnen Maria Furtwängler alias Tatort-Kommissarin Charlotte Lindholm und Alwara Höfels ("Fack ju Göhte), gebürtige Kronbergerin und Trägerin des Hessischen Filmpreises.

Ein Schwerpunkt der am Donnerstag beginnenden Berlinale: der Rücklick auf das Revoltejahr 1968. Der ehemalige Filmprofessor an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach, Helmut Herbst aus Brombachtal (Odenwald), zeigt einen Film dazu.

Chaos der Erwachsenwerdens

Hessens Filmstudenten aus Kassel, Darmstadt und Offenbach haben sich vorgenommen, auf der Berlinale Kontakte zu knüpfen und ihre neuesten Produktionen zu zeigen. Insgesamt 13 Filme - von kurz bis lang - zählen zum Programm der "Hessen Talents". Es geht es um Internetsicherheit, aber auch die Hoffnungen und Ängste von Geflüchteten oder das emotionale Chaos des Erwachsenwerdens.

Ein Highlight: Der Schauspieler Franz Rogowski wird auf der Berlinale mit der Auszeichnung "Shooting Star" geehrt. Er spielt unter anderem im Wettbewerbsfilm "In den Gängen" die Hauptrolle. Darin geht es um die tragische Liebesgeschichte des Großmarktarbeiters Christian. Der Film wurde vom Hessischen Rundfunk koproduziert. Nach der Premiere auf der Berlinale wird das Drama am 26. April in den Kinos starten.

TV-Serie "Bad Banks" aus Frankfurt

Für Aufsehen sorgen dürfte die Thrillerserie "Bad Banks". Sie feiert am 21. Februar auf der Berlinale Premiere und braucht sich hinter internationalen Produktionen nicht zu verstecken. Gedreht wurde sie unter anderem in der Frankfurter Innenstadt, auf dem Uni-Campus Westend und in Kelkheim (Main-Taunus). Die 22-jährige Schauspielerin Paula Beer spielt eine junge Bankerin, die durch eine Intrige gezwungen wird, ihrer eigenen Bank zu schaden. Désirée Nosbusch spielt eine Investmentbankerin und ehemalige Geheimdienstmitarbeiterin.

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Im Arte-Fernsehprogramm läuft sie ab dem 1. März um 20.15 Uhr, das ZDF strahlt sie ab dem 3. März um 21.45 Uhr aus.

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"Es gibt keine Loyalität" und "Man braucht in diesem Beruf eine gesund Portion Selbstüberschätzung" - diese beiden Sätze stehen in der Serie exemplarisch für die Welt der Frankfurter Bankszene. Drehbuchautor Oliver Kienle sagt dazu: "Ich finde es spannend, Frauenfiguren in einem Umfeld zu sehen, das bisher sehr männlich war". Die Serie "Bad Banks" ist ab dem 22. Februar in der Arte-Mediathek abrufbar.