Zwei Portraits der Schauspieler Steffi Kühnert und Godehard Giese.

Applaus für Steffi Kühnert und Godehard Giese: Die beiden Schauspieler haben sich als beste Darsteller den hessischen Film- und Kinopreis gesichert. Auch der beste Spielfilm wurde am Donnerstagabend exklusiv im hr präsentiert.

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zum Video Der Hessische Film- und Fernsehpreis 2020

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And the Winner is: Steffi Kühnert als beste Darstellerin in "Meine Nachbarn mit dem dicken Hund". Kühnert spielt in dem Film die Hauptfigur Susanne, die ihren Kollegen verheimlicht, dass sie verlassen wurde. Sie verstrickt sich immer mehr in Lügen. Doch dann ziehen neue Nachbarn ein: eine junge alleinerziehende Mutter und ihre Tochter sowie der riesige Hund namens Frau Hirschberger. Und so nimmt Susannes Leben eine neue Wende.

Zum besten männlichen Darsteller wurde Godehard Giese gekürt. In dem Krimidrama "Unschuldig" spielt Giese den Protagonisten Uwe, dessen Schwager Alex Schwarz sieben Jahre unschuldig für den Mord an seiner Frau im Gefängnis gesessen hat. Währenddessen wachsen die beiden Kinder bei Uwe und seiner Frau auf. Nach Schwarz' Freilassung fürchtet das selbst kinderlose Paar um das neu aufgebaute Familienglück und will den leiblichen Vater wieder hinter Gittern sehen. Der Fall wird neu aufgerollt.

"Coup" zum besten Spielfilm gekürt

Mit "Coup" von Sven O. Hill wurde ein Werk als bester Film ausgezeichnet, das ins Jahr 1988 führt. Ein junger Bankangestellter raubt mit einem ausgeklügelten Coup seiner Bank Millionen. Mit dem Geld setzt er sich nach Australien ab, doch seine Freundin will nicht nachkommen. Der Film erzählt in einer Mischung aus Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilm eine Geschichte nach wahren Begebenheiten.

Die Gewinner des Hessischen Film- und Kinopreises wurden am späten Donnerstagabend exklusiv in der hr-Sondersendung "Hauptsache Kultur Spezial" präsentiert. Statt der traditionellen Gala in der Alten Oper in Frankfurt sollte es zunächst eine kleine Veranstaltung in der Naxoshalle geben. Doch zuletzt wurde auch diese abgesagt.

Uwe Kockisch erhält Ehrenpreis

Uwe Kockisch im Porträt

Einige Gewinner standen bereits vorab fest: So gehen der Ehrenpreis des Ministerpräsidenten an den Schauspieler Uwe Kockisch ("Weissensee", "Donna Leon") und der Newcomerpreis an die Filmemacherin Brenda Lien. Kockisch war in der Sondersendung zugeschaltet.

In der Kategorie Drehbuch wurde Autor Nicolas von Passavant ("Vor dem Dunkel") ausgezeichnet. Zum besten Hochschulfilm wurde "Milk" von Regisseurin Jennifer Kolbe gekürt. Der Preis für den besten Kurzfilm ("Your Future") geht an Maren Wiese und Petra Stipetic. In der Kategorie Dokumentarfilm war Marc Bauder mit "Wer wir waren", einer ARD-Co-Produktion unter hr-Federführung, erfolgreich. Bauders Film zeige, so die Jury, "Menschen, die sich der Aufgabe verschrieben haben, die vielfältigen und sich ständig verändernden Herausforderungen unserer Existenz zu erfassen und im Angesicht vieler Zweifel das scheinbar Unmögliche anzugehen: die Welt zu retten. Eine dramaturgisch und visuell überzeugende Reise."

Staatssekretärin Ayse Asar (Grüne) erklärte: "Mit dem Geld, mit dem wir sonst eine große Gala ausrichten, werden wir in diesem Jahr herausragende Gestalterinnen und Gestalter hinter der Kamera mit Kreativpreisen ehren." In der Sendung kamen auch Filmschaffende und Kinobetreiber zum Thema Corona-Krise zu Wort. Sie sprachen über die aktuell schwierigen Bedingungen und die Zukunft der Filmbranche. Bei den Hessischen Kinopreisen wurden insgesamt 150.000 Euro Preisgeld an 20 hessische Kinos vergeben.

Sendung: hr-fernsehen, hauptsache kultur Spezial, 22.10.2020, 22.30 Uhr