Gregor Meyle

Funk und Brass, danach Cello, Gitarren, poppige Beats und deutsche Texte - wie geht das zusammen? Die Antwort kennt wohl nur Gregor Meyle. Für die fünfte Folge von "Bühne frei!" setzt er auf vier hessische Acts, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das Ergebnis? Spannend!

"Das ist endlich mal ein Happening!" So beschreibt die Frankfurter Band Marshall Cooper das, was da im hr-Sendesaal passiert. Verantwortlich für dieses Happening ist Musiker Gregor Meyle. Er ist der Gastgeber an diesem Abend, der vier hessische Bands nach langer Corona-Durststrecke zurück auf die Bühne bringt.

Gregor Meyle ist der Host des Abends

"Ganz unterschiedliche Sachen" habe er herausgesucht. Da gibt es eine rockige Brass-Band, es gibt Cellisten, Studentenpop und ein Gitarren-Quartett. Meyles roter Faden? "Wir wollen euch das Live-Feeling wiederbringen", fasst er zusammen. Tatsächlich: Diese Gänsehaut, die Livemusik mit sich bringt, sie ist da. Oder wie Max, Frontsänger von Alter Kaffee es ausdrückt: "Das gibt voll Adrenalin!"

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Mit der Aktion "Bühne frei!" will der Hessische Rundfunk Künstlerinnen und Künstler aus Hessen in der Corona-Krise unterstützen. Ensembles, Bands und Solisten aller musikalischen Genres bekommen die Gelegenheit, im hr-Sendesaal in Frankfurt ein 30-minütiges Konzert zu geben. Welche vier Acts auftreten, entscheiden prominente Musikerinnen und Musiker. Ihre Interviews sowie die Konzerte werden im hr-fernsehen und in der ARD-Mediathek gezeigt.

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Marshall Cooper aus Frankfurt und Schlüchtern

Die Band Marshall Cooper bei der Sendung "Bühne frei"

Die Funkrock-Brass-Band Marshall Cooper konnte eineinhalb Jahre lang nicht proben. Warum auch, es gab ja keinen Anlass, bei dem sie ihre Stücke hätte spielen können. Die Corona-Monate haben die Musiker aber dennoch gut genutzt und mit Katharina Münz eine Sängerin in die Band geholt.

Erst kurz vor ihrem gemeinsamen Bühne-frei!-Auftritt hat Münz alle Bandmitglieder dann auch kennengelernt. "Es gibt nur wenige Sängerinnen und Sänger, die eine Brassband plattmachen können", beschreibt Manuel Hilleke die Stimmgewalt der neuen Frontfrau. Und nach wenigen Tönen Kostprobe ist klar: Die Feuertaufe bei der Konzertaufzeichnung im hr-Sendesaal macht Lust auf mehr.

Cellharmonics aus Frankfurt

cellharmonics bei der Sendung "Bühne frei"

Die Cellharmonics aus Frankfurt sind eine ungewöhnliche Gruppe, denn wann sieht man schon einmal vier Celli zusammen auf der Bühne - ohne ein weiteres Orchester drumherum? Was die vier Musikerinnen und Musiker an Melodien und Tönen aus ihren Instrumenten rausholen, ist beeindruckend. Weil es für vier Cellisten wenig Originalliteratur gibt, werden die Ensemblemitglieder selbst aktiv.

"Das wunderbare an diesem Celloquartett ist, dass es mich herausfordert Dinge zu machen, die man in einem klassischen Setting nicht machen kann oder darf", erklärt Christine Roider. Die Coronazeit war für die vier "wie ein Faustschlag ins Gesicht. Es hat uns verstummen lassen." Dass sie seit ihrem letzten gemeinsamen Konzert im Januar 2020 nichts verlernt haben, zeigen sie bei Bühne frei!

Alter Kaffee aus Kassel

Die Band Alter Kaffee bei der Sendung "Bühne frei"

2020 begann so vielversprechend für die Kasseler Band Alter Kaffee. Die neue EP wurde in hoher Auflage gepresst, eine Tour war geplant, die Bandmitglieder waren kurz davor, als professionelle Musiker durchzustarten - und dann lag erstmal alles auf Eis.

Am Anfang hofften sie noch, nach einem halben Jahr wieder zum Normalzustand zurückkehren zu können. Aber ohne richtige Konzerte gibt es keine Gage. Und ohne Gage kein Geld, um die Kosten der EP, den Probenraum und das Equipment zu zahlen. Trotzdem wollen sie nicht aufgeben: "Wir sind viel zu engagiert, um uns unseren Willen durch das Virus kaputt machen zu lassen!" Wenn das mal keine Kampfansage ist.

Barrios Guitar Quartet aus Frankfurt und Darmstadt

Das Barrios Guitar Quartet bei der Sendung "Bühne frei"

Proben auf Distanz - wie funktioniert das am besten? Vor dieser Herausforderung stand das international besetzte Gitarren-Quartett Barrios Guitar Quartet im ersten Lockdown. Martin Wentzel, Kalin Yanchev, Eugen Drabynka, Stefan Hladek und Alexander Hladek (Percussion) testen von der Software bis hin zum Zusammenfügen von Einzelstimmen so einiges aus.

Vielleicht ist das ihr Erfolgsrezept in dieser Zeit: Die Band bleibt umtriebig, hält sich mit Unterricht über Wasser, plant Streamingkonzerte sowie eine CD-Produktion und bekommt ein Projektstipendium für eine kleine Tour. Die konnte bisher zwar nicht stattfinden. Das hält die Band aber nicht davon ab, immer weiter die Werbetrommel für sich zu rühren. Für Zeiten, in denen es wieder besser läuft.

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Immer dienstags in der ARD Mediathek und donnerstags im hr-fernsehen. Die prominenten Gastgeberinnen und Gastgeber sind Max Mutzke, Cassandra Steen, Laith Al-Deen, Sabrina Setlur und Stefanie Heinzmann (15. Juni). Die 30-minütigen Konzerte der jeweils vier Acts sind dann ebenfalls in der Mediathek abrufbar.

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